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Handball

Die Überraschung verpasst

HG-Damen verlangen dem Spitzenreiter alles ab. Ambergs Herren kostet 25:25 gegen Hersbruck die Spitzenposition.
Von Robert Torunsky

Mit 25:28 unterlagen die Handball-Damen der HG Amberg (in Orange) dem Bezirksoberliga-Spitzenreiter HC Forchheim. Foto: Andreas Brückmann
Mit 25:28 unterlagen die Handball-Damen der HG Amberg (in Orange) dem Bezirksoberliga-Spitzenreiter HC Forchheim. Foto: Andreas Brückmann

Amberg.Nach dem Schlusspfiff waren die Bezirksliga-Handballer der HG Amberg unzufrieden über das 25:25 (15:11)-Unentschieden beim HC Hersbruck, schließlich hatten die Vilsstädter kurz vor Ultimo noch mit drei Treffern geführt. Mit ein wenig Abstand dürfte die Punkteteilung aber in einem anderen Licht betrachtet werden, denn die HG ist weiterhin top nach Minuspunkten und hat im dramatischen Aufstiegsrennen immer noch alles selbst in der Hand. Zudem wurden die Hersbrucker auf Abstand gehalten und auch der direkte Vergleich gegen den HC gewonnen.

Die Amberger mussten in dieser wichtigen Partie erneut auf Goalgetter David Zilak (Daumenbruch) verzichten und liefen zu Beginn immer einem Ein-Tor-Rückstand hinterher, der aber zumindest immer direkt egalisiert werden konnte. Nach etwas über 15 Minuten hatten die Gäste dann eine starke Phase und konnten sich durch vier Treffer in Serie auf 11:8 absetzen. Die Deckung hatte die wieselflinken Hausherren um Torjäger Marco Schmidt nun recht gut im Griff und durch konsequente Abschlüsse wurde die Vier-Tore-Führung bis zum 15:11-Halbzeitstand aus Amberger Sicht verteidigt.

Aus dem Tritt geraten

Nach dem Seitenwechsel vergab Marek Nachtman einen Strafwurf und dieses seltene Ereignis brachte die Oberpfälzer aus dem Tritt. Fortan waren auch die Abschlüsse verfrüht und die Trefferquote ging merklich nach unten. Begünstigt durch drei HG-Zeitstrafen konnten die Hersbrucker nach nur sieben Minuten den Rückstand egalisieren (15:15).

Nach fast zehn Minuten beendete der erneut starke Youngster Julian Schaller die HG-Torflaute. Nun waren die Amberger wieder voll da und zwei von Keeper Dominik Raschke parierte Strafwürfe sicherten eine 25:22-Führung in der 55. Minute. So etwas wie ein Matchball, doch eine völlig unnötige doppelte Zeitstrafe bedeutete Unterzahl bis kurz vor Spielende. Bis zur 57. Minute war Hersbruck dann auf 24:25 herangekommen, doch dann erhielten in der hitzigen Schlussphase auch zwei HC-Akteure Hinausstellungen.

Den Schiedsrichtern, die nach Ansicht der Amberger zu spät für Ordnung gesorgt hatten, war es offenbar immer noch zu voll auf dem Feld und so wanderten auch noch HG-Spieler auf die Strafbank. So endete es mit der Punkteteilung, „die Hersbruck weniger bringt als uns“, wie Florian Andersch bilanzierte. Durch das Remis rutschten die Amberger auf den zweiten Platz, haben allerdings eine Partie weniger ausgetragen als der neue Spitzenreiter Buckenhofen und somit immer noch die besten Karten im Aufstiegsrennen.

Die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HG Amberg verpassten am Samstagabend hauchdünn eine faustdicke Überraschung: Das Schlusslicht unterlag dem neuen Tabellenführer HC Forchheim äußerst unglücklich mit 25:28 (12:9).

Die HG war von ihrem Trainerduo Nadine Pohl/Christof Heiduk glänzend auf den haushohen Favoriten eingestellt worden und spielte von Beginn an couragiert. Youngster Victoria Schaller erwischte einen tollen Tag und zeichnete für die ersten vier Treffer verantwortlich. Die 12:6-Führung durch Youngster Martina Kardos bedeutete die höchste Führung der Partie. Forchheim wies in den Schlussminuten des ersten Durchgangs aber seine Klasse nach und konnte den Rückstand bis zum 12:9-Pausenergebnis zumindest noch halbieren.

Strafwurf vergeben

Auch nach dem Seitenwechsel konnten die Ambergerinnen stets einen Vorsprung halten, ein vergebener Strafwurf beim Stande von 18:15 in der 45. Minute kostete aber eine Vier-Tore-Führung. Die in der Amberger Jugend groß gewordene Hannah Nemeth verkürzte mit einem Doppelschlag dann aber auf 17:18. In der Folgezeit verschenkte das junge HG-Team laut Co-Trainer Heiduk in der Offensive „leichtsinnig einige Bälle“, so dass Forchheim auf einmal mit einem Tor in Front lag.

Die HG blieb aber dran und war von der Forchheimer Deckung nur mit Fouls zu stoppen. Allerdings belohnten sich die Ambergerinnen in dieser Phase nicht vom Siebenmeterpunkt: Der fünfte und sechste vergebene Strafwurf sorgten letztendlich dafür, dass sich die Amberger selbst um die Früchte ihrer Arbeit brachten und Forchheim am Ende mit einem glücklichen Sieg entkommen konnte.

Amberger Teams

HG-Herren: Tor: Raschke, Wismeth; Feld: J. Schaller 8, Nachtman 7/4, Rössle 3, Lulla, Franz, Kührlings je 2, Andersch 1 sowie Turner, Kistenpfennig, Maiwald und Schatz

HG-Damen: Tor: Porst; Feld: Schaller 13/6, Selina Wrosch, Beer je 3, Kardos, Pia Ludwig je 2, Lösch, Sommer je 1 sowie Karl, Maget, Mertel, Baltz, Grasmik und Hannah Ludwig

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