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Bayernliga

DJK Ammerthal verschläft das Spiel

Ein fast schon „unterirdischer“ Beginn: Gastgeber laufen beim 1:4 gegen Ansbach vergeblich einem 0:3-Rückstand hinterher.

Eine 1:4-Niederlage musste Ammerthal (in Schwarz) gegen Ansbach einstecken. Foto: Andreas Brückmann
Eine 1:4-Niederlage musste Ammerthal (in Schwarz) gegen Ansbach einstecken. Foto: Andreas Brückmann

Ammerthal.Eine unterirdische Anfangsphase kosteten die DJK Ammerthal am Sonntag drei Punkte gegen die SpVgg Ansbach, die regelrecht eingeladen wurde, ihre Tore zu erzielen. „Bis Ammerthal merkte, dass das Spiel losging, haben wir schon 3:0 geführt“, sagte Gästetrainer Duane Collins nach der Partie. Damit traf er den Nagel auf den Kopf, denn das Dilemma begann praktisch schon in der ersten Minute, als Mario Zitzmann mit einem Fehlpass Nikolas Reutelhuber bediente, der im Abschluss das Tor nur knapp verfehlte. Hätte Benjamin Burger im Gegenzug seine Chance verwerten können, wäre die Angelegenheit womöglich anders verlaufen. So aber kamen die Gäste in der 8. Minute zur Führung, nachdem im Mittelfeld ein Kopfball von Marco Weber bei Patrick Kroiß landete. Der bediente Tom Abadjiew, und der Ex Ammerthaler vollstreckte zum 0:1.

Der nächste Lapsus unterlief nur vier Minuten später Daniel Gömmel, eigentlich Ammerthals Mister Zuverlässig. Nutznießer war diesmal Patrick Kroiß – 0:2. Die unglaubliche Fehlerkette war noch nicht abgeschlossen, nachdem Benjamin Burger einen bereits sicher geklärten Ball nochmal scharf machte und Niklas Reutelhuber das Geschenk zum 0:3 nutzte, gespielt waren da gerade mal 21 Minuten.

„Man muss sich für die ersten 20 Minuten schon schämen, es ist mir völlig unerklärlich, wie eine Fußballmannschaft so schläfrig agieren kann, mir tut auch für unsere Fans leid, wie es abgelaufen ist“, sagte DJK Trainer Dominik Haußner. „Wir haben alles gefühlt tausend Mal besprochen, aber anscheinend ist nicht mehr drin in der Mannschaft. Zugute halten muss ich ihr, dass sie nach dem Anschlusstreffer engagiert aufgetreten ist, aber man kann halt so ein Spiel nur noch ganz schwer drehen“.

Ein wenig Hoffnung keimte auf, nachdem Michael Jonczy in der 26. Minute auf 1:3 verkürzt hatte. Zwei richtig dicke Torchancen zum 2:3 vergab zunächst Maximilian Höhenberger in der 33. Minute, dann Jonas Weigert kurz vor dem Seitenwechsel.

Auch nach der Pause waren die Platzherren stets bemüht, den zweiten Treffer zu markieren, aber es fehlte das Quäntchen Glück. Für die Ansbacher ergaben sich immer wieder Konterchancen, wobei vor allem Abadjiew mit seiner Doppelchance in der 57. Minute letzte Zweifel am Auswärtssieg ausräumte. Ammerthal setzte sich phasenweise in der gegnerischen Hälfte fest und hatte bei einem Knaller ans Lattenkreuz durch Jonczy auch noch Pech (73.). Gömmel blieb mit seiner hochkarätigen Chance ebenfalls ein Treffer verwehrt (80.). In der 84. Minute schloss dann Mario Götzendörfer einen der vielen Konter zum 1:4 ab und räumte damit letzte Zweifel am Ansbacher Klassenerhalt aus. (abd)

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