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Sport aus Amberg
Donnerstag, 26. April 2018 13° 2

Fussball, Bayernliga

DJK erlebte ein Wechselbad der Gefühle

Die DJK Ammerthal hatte nach ihrem bombigen Start eine schwere Krise zu bewältigen – und noch vier Spiele weniger.
Von Reinhold Badura

Hier hat es die DJK Ammerthal zu tun mit dem FSV Erlangen-Bruck. Foto: Andreas Brückmann

Ammerthal.Mit viel Vorschusslorbeeren startete die DJK Ammerthal in die Saison 2017/18. Nicht unbegründet: Ammerthals Sportdirektor Tobias Rösl stellte einen hochwertigen Kader zusammen, von dem man doch einiges erwarten konnte. Besonderes Augenmerk legte Rösl hierbei auf regionale Spieler. Hochkarätige Neuzugänge wie Ralf Egeter, Thomas Schneider, Andreas Wendl (alle von der SpVgg SV Weiden) sowie André Karzmarczyk, Christian Knorr (beide FC Amberg), Michael Fischer (FC Tegernheim) und Ismailcan Usta (U19 1. FC Nürnberg) sorgten schon für eine gewisse Aufbruchstimmung im Lager der DJK Ammerthal.

Die Qualität des Kaders zeichnete sich dann auch schon in der Sommervorbereitung in sechs Vorbereitungsspielen ab. Nicht nur die Ergebnisse stimmten, auch die Gesamtleistungen auf dem Platz ließen eine gewisse Euphorie aufkommen. Nur im Benefizspiel für krebskranke Kinder gegen die zweite Mannschaft des TSV 1860 München (Bayernliga Süd) reichte es nur zu einem 2:2-Remis, wobei hier andere Prioritäten im Vordergrund standen.

Kaum für möglich gehaltener Rückschlag

Die Mannschaft von Trainer Jürgen Press nahm den Schwung mit in die Saison, legte auch einen regelrechten Raketenstart hin. 3:0 gegen Don Bosco Bamberg, 6:0 gegen den 1. FC Schweinfurt 05 II und ein 5:2-Sieg gegen den FSV Erlangen-Bruck ließen die Herzen der DJK-Fans höher schlagen. Ab dem vierten Spieltag kam aber ein kaum für möglich gehaltener Rückschlag.

Die Misere begann beim SV Erlenbach. Hier lag die DJK bis zur 60. Minute mit 2:0 vorn und musste sich am Ende mit 2:3 geschlagen geben. Schlimmer als die Niederlage war die schwere Verletzung des zuvor bärenstark auftretenden Christian Knorr, der sich einen Kreuzbandriss zugezogen hatte.

Die Niederlage zeigte Wirkung, es folgte ein Negativlauf von zwölf sieglosen Spielen. Zudem fielen in der Folge immer weitere Stammkräfte wegen Verletzungen aus, wie Thomas Schneider, Andi Wendl, Johannes Kohl oder Michael Jonczy – kaum zu kompensieren. Zudem verabschiedete sich Mittelfeld-Ass Michael Fischer wieder nach Tegernheim, aus beruflichen Gründen, hieß es. Nur ein Erfolgserlebnis gab es in einer endlosen Durststrecke zu verbuchen, am 20. September im Nachholspiel gegen SpVgg Bayern Hof (4:1).

Keines der Oberpfalzderbys gewonnen

Bitter für die DJK ist sicherlich die Tatsache, dass man keines der drei Oberpfalzderbys gewinnen konnte. Selbst ein 3:0 bei der DJK Gebenbach wurde am Ende noch vergeigt, 3:3 lautete der Endstand. Der absolute Tiefpunkt des Negativlaufs war nach der wohl mit Abstand schlechtesten Saisonleistung dann die 1:3-Schlappe beim großen Rivalen FC Amberg. Es dauerte bis zum 14. Oktober, ehe die DJK endgültig wieder in die Erfolgsspur zurückfand.

Beim sonst heimstarken Meisterschaftkandidaten TSV Aubstadt setzte Ammerthal mit 3:0 ein gewaltiges Ausrufezeichen. Abgeschlossen wurde das Jahr bereits am 5. November beim 2:2 in Erlangen-Bruck. Kurios: Die folgenden drei Heimspiele mussten sehr zum Leidwesen der DJK, die zu diesem Zeitpunkt prächtig in Schuss war, wegen schlechter Platzverhältnisse abgesagt werden. Da aber auch die Partie bei der SpVgg SV Weiden den schlechten Platzverhältnissen zum Opfer fiel, ist die DJK Ammerthal mit vier (!) Spielen im Verzug, so dass man sich zum Jahreswechsel bei nur 24 Punkten mit dem zwölften Platz begnügen muss.

Sattes Programm wartet auf Ammerthal

DJK-Kapitän Max Zischler, Patrick Stauber und Tom Abadjiew absolvierten bis dato alle Spiele. Die meisten Tore erzielten bis zur Winterpause Friedrich Lieder (12), Tom Abadjiew (8) und Michael Jonczy (4), wobei sich freilich Jonczy als Goalgetter der vergangenen Saison wegen Verletzung früh aus dem Geschehen verabschieden musste. Es wartet nun aufgrund der zahlreichen Nachholbegegnungen nach der Winterpause ein sattes Programm auf die Press-Truppe. Das Positive daran ist die Tatsache, dass hier sicher auch die Möglichkeit besteht, in der Tabelle noch einen ordentlichen Satz nach vorne zu machen, was auch das primäre Ziel der DJK Ammerthal ist.

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