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Fußball

DJK vor Sechs-Punkte-Spiel

Gebenbach will die Talfahrt beenden. Die Auswärtsfahrt zum 1. FC Sand ist dabei tabellarisch von besonderer Bedeutung.
von Pascal Edenhart

Die Gebenbacher – hier Jonas Lindner (Mitte) – stehen bereits mit dem Rücken zur Wand.  Foto: Jeff Fichtner
Die Gebenbacher – hier Jonas Lindner (Mitte) – stehen bereits mit dem Rücken zur Wand. Foto: Jeff Fichtner

Gebenbach.Momentan hilft es bei der DJK Gebenbach nur, sich in Durchhalteparolen zu üben. Es sind einfach Zeiten, in denen nichts zusammenlaufen will. Jeder Fußballer kennt es, doch ein echtes Rezept, dies zu ändern, gibt es nicht. Am heutigen Samstag (14 Uhr) steht die bisher wohl wichtigste Partie an, denn der 1. FC Sand kann der DJK mit einem Heimsieg gefährlich nahe auf die Pelle rücken.

Fünf Niederlagen in Folge, seit 446 Minuten ohne eigenes Tor. Mehr braucht es eigentlich nicht, um die aktuelle Verfassung des Teams von Faruk Maloku zu begreifen. Der Vergleich zu letzter Saison wurde schon oft genug bemüht, inzwischen dürfte klar sein, wie verschieden die aktuelle Situation im Vergleich zum Höhenflug des vergangenen Frühlings ist. Dass die Gebenbacher Fußballer kicken können, haben sie oft genug bewiesen, doch klar ist auch, dass das Momentum der vergangenen Jahre weg ist. Es ist eine Phase, die man bei diesem Verein, in dem es zuletzt nur aufwärts ging, nicht wirklich kennt.

DJK zuletzt ohne Glück

Die 0:2-Heimniederlage gegen den TSV Abtswind war wieder einmal ein Paradebeispiel. Die Mannschaft zeigte, dass sie bereit ist, den Abstiegskampf anzunehmen, spielte über weite Strecken sehr ordentlich, doch blieb schlichtweg glücklos. Die Gegner waren am Ende kaltschnäuzig und machten aus zwei Chancen zwei Tore.

Der 1. FC Sand auf der anderen Seite zeigte sich über den Verlauf der Saison allen voran inkonstant. Auf einen Punktgewinn folgte – bis auf eine Ausnahme – immer eine Niederlage. Richtig gut einzuschätzen ist die Mannschaft von Coach Dieter Schlereth demnach nicht. Zuletzt besiegte man den TSV Abtswind mit 1:0, doch unterlag im Anschluss der SpVgg Ansbach mit 1:2.

Beim heutigen Gegner machte bisher vor allem Stürmer Shaban Rugovaj auf sich aufmerksam. Der 23-Jährige konnte in Schweinfurt schon Regionalliga-Erfahrung sammeln und steuerte in der laufenden Saison mit zehn Treffern über ein Drittel der Tore seines Teams bei. Doch auch er kämpft momentan gegen seine Torflaute an, das letzte Mal traf er nämlich im September ins Schwarze.

Was nach dem furiosen 4:0-Auswärtssieg bei Don Bosco Bamberg mit Gebenbach passiert ist, ist rätselhaft. Denn auch im folgenden Heimspiel gegen Hof dominierte man im ersten Durchgang klar und ging in Führung. Mit dem Leistungsabfall in der zweiten Hälfte begann jedoch dann die Talfahrt. Es war zwar klar, dass in den folgenden drei Partien die Trauben hoch hängen würden, doch die Deutlichkeit der Niederlagen war trotz allem besorgniserregend. So war es vergangene Woche definitiv wieder an der Zeit ein anderes Gesicht zu zeigen. Das tat die Maloku-Elf zwar in weiten Teilen, doch zu einem Erfolgserlebnis reichte es dennoch nicht.

Kein Favorit auszumachen

Das heutige Aufeinandertreffen lebt sicherlich mehr von der Spannung als von der Aussicht auf einen fußballerischen Leckerbissen. Es sind zwei Teams, die beide mit dem Rücken zur Wand stehen. Selbst ein Punkt würde beiden nur wenig weiterhelfen, es ist in der Tat ein Sechs-Punkte-Spiel. Die Favoritenrolle wird sicherlich keiner der beiden annehmen wollen, man darf sich aller Voraussicht nach auf eine enge Partie freuen. Entscheidend wird am Ende wohl sein, wer die aktuelle Situation besser ausblenden kann und die größere Bereitschaft zeigt, bis ans Limit und darüber hinaus zu gehen. Und zu guter Letzt bleibt natürlich die Frage, ob die DJK Gebenbach das Glück dieses Mal erzwingen kann.

DJK Ammerthal

  • Tabelle:

    Nach einer hervorragenden Hinserie überwintert die DJK Ammerthal auf dem fünften Tabellenplatz.

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