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Doppelaufgabe für Roman Will

Der Herren-Coach der HG Amberg übernimmt nun auch die Damen. Florian Andersch hilft ihm.
Robert Torunsky

Roman Will ist bei der HG Amberg nun künftig doppelt gefordert.
Roman Will ist bei der HG Amberg nun künftig doppelt gefordert. Foto: Brüssel/Brüssel

Amberg.Der durch die Corona-Pandemie bedingte Abbruch der Saison 2019/2020 hat dazu geführt, dass es keine sportlichen Absteiger im Freistaat gab. Ein Profiteur dieser Entscheidung des Bayerischen Handball-Verbandes ist die erste Damenmannschaft der HG Amberg, der dadurch der Gang in die Bezirksliga erspart wurde. Die junge Mannschaft darf in der Saison 2020/21 erneut in der Bezirksoberliga, der höchsten Spielklasse des Bezirks Ostbayern, antreten. Betreut wird sie dabei von einem neuen Trainergespann: Herrentrainer Roman Will zeichnet nun auch für das erste Damenteam verantwortlich und wird dabei von HG-Urgestein Florian Andersch unterstützt, der seine aktive Laufbahn beendet hat.

Will und Andersch treten die Nachfolge von Nadine Pohl (Handball-Pause) und Christof Heiduk (Herrentrainer HSG Nabburg/Schwarzenfeld) an. „Die Auswirkungen der Coronakrise haben auch vor dem Sport nicht halt gemacht, deswegen mussten wir eine interne Nachfolgelösung suchen. Ich denke, dass wir eine sehr gute gefunden haben“, erläutert HG-Abteilungsleiter Frank Mitschke die Konstellation. Roman Will freut sich auf die Doppelbelastung: „Die Mädels sind sehr aktiv, wollen arbeiten und haben Lust, etwas Neues zu lernen.“

Die junge Mannschaft sei mit seiner letzten Station im Damen-Bereich in Oberviechtach zu vergleichen: „Dort habe ich in einer ähnlichen Ausgangssituation begonnen und wir haben gute Ergebnisse erzielt.“ Der Handballlehrer aus Pilsen erwartet viel Arbeit und wird bei dieser Einschätzung auch von Franziska Karl gestützt, die mit 24 Jahren zu den erfahrenen Spielerinnen im Kader zählt.

Im Kader der Vilsstädterinnen gab es so gut wie keine Fluktuation. Im Tor ist die HG mit Katha Bar, Laura Porst und Hannah Ludwig weiterhin sehr gut aufgestellt. Im Feld sind die Goalgetterinnen Jessi Thomas, Victoria Schaller und Tina Lösch Fixpunkte, neben Karl gehören auch Martina Kardos, Anna-Lena Mertel, Viktoria Baltz, Karina Grasmik, Romina Sommer zum Stamm. Rekonvaleszentin Pia Ludwig muss ebenso noch einige Zeit pausieren wie Jessica Schmid, der bislang einzige Neuzugang. Mit Selina Wrosch und Isi Behringer stehen zudem zwei erfahrene Spielerinnen bei Bedarf zur Verfügung.

„Wir freuen uns über die Möglichkeit, noch einmal in der BOL spielen zu dürfen und wollen es diesmal besser machen“, blickt Karl voraus. Der Schlüssel liegt für die Allrounderin darin, dass das Team Selbstvertrauen gewinnt und die nächste Entwicklungsstufe stimmt.

Die Aufgabe wird nicht einfach, denn das 13er-Feld der BOL soll in der 2020/21 wieder auf die Normzahl von zwölf Teams reduziert, dazu steht mit dem SV Obertraubling schon vor Saisonbeginn ein ostbayerischer Absteiger aus der Landesliga fest. Deshalb sind mindestens vier Absteiger zu erwarten. Am ersten Spieltag am 3. Oktober sind die Ambergerinnen spielfrei, los geht es am 11. Oktober bei der HSG Pyrbaum/Seligenporten.

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