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Fussball

Dritte Chance für Gebenbach

Die schwach gestartete DJK erwartet am Mittwoch einen bezwingbaren 1. FC Sand – und Trainer Faruk Maloku bleibt ruhig.
Von Jeff Fichtner

Dominik Haller (links) zieht durch, hier gegen Großbardorf. Auch Kraft und Entschlossenheit sollen gegen Sand den Erfolg bringen. Foto: Jeff Fichtner
Dominik Haller (links) zieht durch, hier gegen Großbardorf. Auch Kraft und Entschlossenheit sollen gegen Sand den Erfolg bringen. Foto: Jeff Fichtner

Gebenbach.Er steht nach zwei Spielen mit leeren Händen da, der Vizemeister der Bayernliga Nord, der in einer quälend langen Relegationsrunde vor wenigen Wochen fast den Aufstieg in die Regionalliga geschafft hätte. Die DJK Gebenbach nimmt an diesem Mittwoch ab 18.30 Uhr einen erneuten Anlauf, um endlich die ersten Punkte in der laufenden Saison 2019/20 in die Scheuer einzufahren.

Auf dem eigenen Hof, wo es in der vergangenen Saison manchmal den Anschein hatte, als hätten die Hausherren was zu verschenken. Haben sie aber nicht, weniger denn je, auch nicht heute gegen den 1. FC Sand.

Es sind diese knappen Ergebnisse, ein 1:2 oder ähnlich „enge Kisten“, immer wieder, bereits in der Relegation gegen Rosenheim und Rain/Lech, die die Mannschaft von Cheftrainer Faruk Maloku auch zu Beginn der neuen Saison beinahe schon für sich gepachtet zu haben scheint. Gegen den bestens etablierten TSV Großbardorf reichte es daheim nicht, und beim neu erstarkten TSV Abtswind gab es dann auswärts nichts zu holen. Stets ging es knapp aus. Jeder Fußballfreund sollte verstehen können, dass eine solche unrühmliche Serie - schon seit einigen Wochen - eine Mannschaft zermürben kann. Und dass es auch die Fans sein können, die eine Mannschaft wieder mit zum Erfolg tragen müssen.

Zwei Spiele sind es bisher erst für die DJK Gebenbach, mit zwei knappen Niederlagen, während ein Großteil der anderen Mannschaften in dieser Liga schon vier Spiele auf dem Buckel hat. Woran fehlt es bei dieser Truppe, in der sich doch nicht gar so viel verändert hat? Mit Sicherheit fehlt es nicht am Vertrauen des Übungsleiters.

Vertrauen gegen Vertrauen

Faruk Maloku ist erfahren genug, um Schwächen zu erkennen und dann im freundschaftlichen Einvernehmen mit den Spielern auszumerzen. Stück für Stück. Das geht nicht von heute auf morgen, nicht zwischen Samstag und Mittwoch. Übers Knie brechen will der Coach schon gleich gar nichts. Er vertraut allen Spielern, die der Verein ihm anvertraut hat, die ihrerseits auch auf ihn, den Trainer, bauen. Und Faruk Maloku sieht auch keine unmittelbare Notwendigkeit, sich von großartigen Veränderungen in der Startaufstellung eine schnelle Wende zu versprechen. Erstaunlich mag da für Beobachter sein, was bei der DJK Gebenbach am Montag nicht (!) stattgefunden hat: Training!

Rund um die DJK

  • Gegner:

    Der 1. FC Sand, heute Abend ab 18.30 Uhr Gegner für Gebenbach in der Arena am Urspringer Weg, hat bisher einen Sieg, ein Unentschieden und zwei Niederlagen auf dem Konto. Das reicht für den aktuellen elften Platz.

  • Tendenz:

    Die Gäste unterlagen Großbardorf mit 1:3, gewannen aber in Abtswind mit einem beachtlichen 2:0. Einem 1:1 in Kahl folgte ein knappes 0:1 daheim gegen die SpVgg Ansbach. (nff)

Im Gespräch mit der Mittelbayerischen sagte Faruk Maloku am Dienstagabend ganz offen: „Ja, wir haben mal zwei Tage nichts gemacht.“ Die Mannschaft habe sich auch oder gerade wegen dieser immer wieder so knappen Resultate eine kleine Verschnaufpause allemal verdient. Vor allem deshalb, weil es für den Coach grundsätzlich überhaupt nichts auszusetzen gibt an der Einstellung, am Einsatz, am Erfolgswillen seiner Mannschaft. Deshalb fand das Training eben nur am Dienstag statt.

Kein Verein hat jetzt viel Zeit

„Ich denke schon, dass wir motiviert genug sind für das anstehende Kräftemessen mit dem 1. FC Sand“, sagte Trainer Faruk Maloku am frühen Dienstagabend, als er zwischen zwei Funklöchern mal kurz wieder erreichbar war. Niemand in dieser Liga habe viel Zeit, sich mit der Vergangenheit zu befassen, und sei es die jüngste, das vergangene Wochenende. In Abtswind, beim TSV, vor dem Gebenbachs Trainer vorab durchaus ernsthaft gewarnt hatte, hat er seine Mannschaft immerhin auf Augenhöhe gesehen, mindestens, was die Spielanteile betrifft. Es fehlte „eigentlich nur“ an mehr großen Möglichkeiten - die hatte die DJK gegen Großbardorf und hat trotzdem gleich knapp verloren.

Aha, das ist ja dann ganz einfach: So ähnlich spielen wie in Abtswind und dazu solche großartigen Chancen herausspielen wie gegen Großbardorf?! Faruk Maloku baut viel lieber auf die starke Gemeinschaft: „Jeder kann etwas dafür tun, dass wir uns gut fühlen!“ Also doch ganz einfach.

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