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Bayernliga

Ein Derby mit höchster Brisanz

Gebenbach und Ammerthal treffen erneut in einem prestigeträchtigen Spiel aufeinander. Ein Favorit ist nicht auszumachen.

Im Hinspiel lag die DJK Ammerthal (in grün) lange Zeit in Führung, doch Gebenbach glich kurz vor Schluss zum 1:1 aus. Foto: Andreas Brückmann
Im Hinspiel lag die DJK Ammerthal (in grün) lange Zeit in Führung, doch Gebenbach glich kurz vor Schluss zum 1:1 aus. Foto: Andreas Brückmann

Gebenbach.Nach einer ganzen Reihe von Spitzenspielen wartet auf die DJK Gebenbach ein weiterer Höhepunkt der aktuellen Bayernliga-Saison: An diesem Samstag (14 Uhr) gastiert die DJK Ammerthal zum Oberpfalz-Derby beim aktuellen Tabellenzweiten – und nachdem der FC Amberg bekanntermaßen nicht mehr in der Bayernliga vertreten ist, bekommt dieses Spiel für die Region einen noch größeren Stellenwert.

Einige interpretieren den Spielplan in der Saison 2018/19 auch so : Es gibt 32 Ligaspiele und zwei Derbys. In der Hinrunde in Ammerthal trennten sich die beiden Rivalen nach einer intensiv geführten Begegnung mit einem

1:1-Unentschieden. In Unterzahl gelang damals Marco Seifert kurz vor Schluss der Ausgleich für Gebenbach. Und Seiferts Treffer hatte nicht nur zur Folge, dass die Elf von Coach Faruk Maloku weiter ungeschlagen gegen Ammerthal blieb. Denn: Nach dem Remis gegen die Lokalrivalen startete Gebenbach die unglaubliche Serie von elf Siegen am Stück, welche Malokus Truppe bis an die Tabellenspitze der Bayernliga führte.

Erstmals in ihrer 60-jährigen Vereinsgeschichte übernahm auch der Namensvetter aus Ammerthal am 15. August mit einem 3:0-Erfolg gegen Jahn Forchheim die Tabellenführung der Bayernliga Nord. Mit ihrem neuen Trainer Dominik Haußner, vielen Akteuren mit Regionalligaerfahrung sowie talentierten und ehrgeizigen jungen Spielern sah es nach einem sehr guten Saisonstart so aus, als könnte sich Ammerthal auch längerfristig in der Spitzengruppe festsetzen. Mittlerweile – nach sechs Niederlagen am Stück, bei denen Ammerthal keineswegs immer die schlechtere Mannschaft war – fiel Haußners Team mit 28 Punkten bis auf den neunten Tabellenplatz zurück.

Mit Respekt gegen Ammerthal

„Wir bewerten Ammerthal nicht nach ihren letzten sechs Niederlagen in Folge. Die Mannschaft hat definitiv Qualität, sie waren lange mit in der Spitzengruppe dabei“, erklärt Maloku. „Wir werden wie gewohnt alles versuchen, um unsere vollen PS auf den Platz zu bekommen.“

Gebenbachs Trainer hofft im Vorfeld des Derbys vor allem darauf, dass sein Team die Energie aus dem 2.1-Sieg gegen den aktuellen Spitzenreiter aus Aubstadt ziehen kann. Gebenbach begnügte sich dabei nach dem späten Ausgleich der Franken nicht mit einem Remis, sondern spielte weiter mutig auf Sieg.

Für Ammerthal gibt es in der momentanen Situation wohl keinen idealeren Gegner als den Tabellenzweiten, um die seit Wochen anhaltende Talfahrt zu stoppen, denn Favoriten oder Außenseiter gibt es in einem Derby nicht. „Die Leistungskurven der beiden Mannschaften gehen im Moment extrem auseinander. Vielleicht ist dieses Derby aber auch eine gute Chance, um eine Trendwende herbeizuführen“, sagt Haußner.

Nach fünf vergeblichen Anläufen hofft Ammerthal an diesem Samstag nun darauf, endlich den ersten Sieg gegen Gebenbach zu verwirklichen. Bereits im Vorjahr standen die Ammerthaler nach einer 3:0-Halbzeitführung kurz davor, die Negativserie gegen Gebenbach zu beenden. Allerdings entpuppte sich Seifert auch in dieser Partie als Spielverderber für die Ammerthaler. Mit zwei späten Toren sicherte er dem Maloku-Team noch ein 3:3-Unentschieden.

Spieler kennen sich bestens

Wie schon die vergangenen Derbys zwischen Gebenbach und Ammerthal verspricht auch die Begegnung an diesem Samstag wieder viel Brisanz. Die Spieler beider Mannschaften kennen sich mittlerweile bestens, spielten teilweise sogar schon in den Jugendabteilungen der beiden DJKs zusammen.

Pünktlich zum Derby kehrt aufseiten von Gebenbach auch der Ex-Ammerthaler Jan Fischer zurück in den Kader der Maloku-Elf. Der 26-Jährige Mittelfeldakteur hat seinen Muskelfaserriss inzwischen auskuriert und steht den Gebenbachern somit wieder zur Verfügung. Maloku hat in der vorletzten Begegnung vor der Winterpause also die Qual der Wahl, denn ihm stehen alle Spieler für das prestigeträchtige Aufeinandertreffen mit Ammerthal zur Verfügung. (ako)

Niederlagen: Nachdem Ammerthal vielversprechend in die Saison startete, haperte es nach dem 14. Spieltag plötzlich: Die Haußner-Elf unterlag in sechs Spielen am Stück.

Gegner: Ammerthal musste sich gegen Ansbach, Großbardorf, Don Bosco Bamberg, Sand, Vach und Eltersdorf geschlagen geben und kassierte dabei 13 Gegentreffer.

Ammerthals

Negativserie

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