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Ein Oberpfälzer ist bester Amateurgolfer

Matthias Schmid stammt aus Burglengenfeld und spielte früher beim GLC Schmidmühlen. Nun gelang ihm der ganz große Wurf.

Krönung der bisherigen Laufbahn: Der heute 21-jährige Matthias Schmid gewann am Wochenende als zweiter Deutscher überhaupt in Österreich den EM-Titel der Amateurgolfer bei den Herren. Foto: GDV
Krönung der bisherigen Laufbahn: Der heute 21-jährige Matthias Schmid gewann am Wochenende als zweiter Deutscher überhaupt in Österreich den EM-Titel der Amateurgolfer bei den Herren. Foto: GDV

Burglengenfeld.Mit Superlativen soll man ja bekanntlich sparsam umgehen. Aber das, was ein Burglengenfelder und frühere Jugendspieler des Golf- und Landclubs (GLC) Schmidmühlen am Wochenende im österreichischen Atzenbrugg geschafft hat, kann man beruhigt als „Sensation“ bezeichnen. Denn der 21-jährige Matthias Schmid holte sich bei der Europameisterschaft der Herren im Diamond CC als erst zweiter Deutscher überhaupt den Titel und die Goldmedaille.

„Unglaublich, was der Matthias da vollbracht hat. Er hat sich bei uns die ersten Sporen verdient und mit dem Golfspielen angefangen. Schon damals, vor rund zehn Jahren, war zu erkennen, dass er ein sehr großes Talent ist“, freut sich Frank Käfer, Marketing-Vorsitzender des GLC, der früher als Jugendwart den Nachwuchs-Golfer betreute.Schmid, der aktuell für den GC Reichswald in Herzogenaurach in der 1. Bundesliga aufläuft, ging in Österreich für das Team Germany an den Start. Er übernahm am dritten Turniertag mit einem neuen Platzrekord von 63 Zählern (-9) die Führung und holte sich dank einer 70-er-Schlussrunde und insgesamt 273 Schlägen souverän den EM-Titel.

15 unter Par gespielt

Schmid gab in Atzenbrugg am Finaltag seine Führung auch trotz eines Doppel-Bogeys am neunten Loch nicht mehr her. Insbesondere mit einem Eagle und starken Birdies auf der ersten Halbrunde konnte sich der frühere Schmidmühlener Luft verschaffen, eine weitere Unterspielung an Loch 12 brachten ihm zwischenzeitlich sechs Schläge Vorsprung auf die Konkurrenz ein. So war ihm der Sieg bei insgesamt 15 unter Par sicher.

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Matthias Schmid sucht seine Chance

Der Maxhütter holt sich an der Universität Louisville in Kentucky den letzten Schliff, um sein großes Ziel zu erreichen.

Nach Stephan Gross, der 2008 in Dänemark den Titel gewonnen hatte, ist Schmid nun in einer Reihe mit zahlreichen großen Namen, die sich auf dem Pokal verewigen durften und heute teilweise als Major-Sieger auf den Touren der Welt zu Hause sind. „Der Titel bedeutet mir unglaublich viel und ich freue mich riesig, dass ich mich damit auch für die 148. Open Championship in Royal Portrush qualifiziert habe“, sagte Schmid nach seinem Erfolg.

„Ich bin wieder super vom Start weggekommen und hatte das Spiel voll im Griff. Auf Bahn 9 ist mir ein dummer Fehler passiert, weil ich ein bisschen zu vorsichtig war. Das hat zum Doppel-Bogey geführt. Das war aber auch ein kleiner Wachrüttler, so dass ich die beiden sehr schweren Bahnen 10 und 11 dann solide gespielt habe. Hinten raus wusste ich, dass ich eine große Führung hatte, so dass ich ein paar Mal die sichere Variante genommen und es solide runter gespielt habe“, analysierte der Burglengenfelder, der derzeit in den USA am College studiert und sich bereits 2017 die Bayerische Meisterschaft der Herren geholt hatte und sich bei der Deutschen Lochspielmeisterschaft Bronze erspielte.

Platzrekord als Zuckerl

Er könne es noch gar nicht richtig realisieren, dass er auf einem European-Tour-Platz den Platzrekord aufgestellt und er sich für die British Open qualifiziert habe. „Ich freue mich riesig“ , so der 21-Jährige weiter. Vom Erfolg beeindruckt war auch Bundestrainer Ulli Eckhardt aus Weiden, der als damaliger Stützpunkttrainer in Bayern den kleinen, achtjährigen „Matti“ im Training hatte. „Hätte man mir damals gesagt, dass dieser Knirps einmal Einzeleuropameister wird und die gesamte Elite des Welt-Amateurgolfsports schlägt, hätte ich das wahrscheinlich nicht geglaubt. Es ist wirklich eine tolle Geschichte und es freut mich wahnsinnig für ihn. Matthias ist ein würdiger Champion“, so Eckhardt.

Reaktionen zu Matthias Schmids Erfolg

  • Frank Käfer, Marketing-Vorsitzender des GLC:

    „Unglaublich, was der Matthias da vollbracht hat. Er hat sich bei uns die ersten Sporen verdient und mit dem Golfspielen angefangen. Schon damals, vor rund zehn Jahren, war zu erkennen, dass er ein sehr großes Talent ist.“

  • Ulli Eckhardt, Bundestrainer aus Weiden und früher Stützpunkttrainer in Bayern:

    „Hätte man mir damals gesagt, dass dieser Knirps einmal Einzeleuropameister wird und die gesamte Elite des Welt-Amateurgolfsports schlägt, hätte ich das wahrscheinlich nicht geglaubt.“

Schmid begann im Alter von fünf Jahren beim GLC Schmidmühlen mit dem Golfen. „Bei uns hat er die ersten Schwünge gemacht“, erinnert sich Käfer, der damals Jugendwart war. „Sein Vater Roland war Pro bei uns und erzielte sensationelle Erfolge mit der AK14-Mannschaft“, blickt Käfer zurück. „Matti war vor zehn Jahren schon herausragend und vor allem bodenständig. Es war klar, dass er seinen Weg machen wird. Ein Zeichen unserer sehr guten Jugendarbeit.“ (asl)

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