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Handball

Ein Sieg im Aufsteiger-Duell

Ambergs HG-Herren setzen sich gegen Obertraubling mit 34:33 durch. HG-Damen haben mit 23:26 gegen Altdorf das Nachsehen.

Ambergs Coach Roman Will ist kein Unbekannter: Als Coach in Oberviechtach und Regensburg, Spieler bei der HSG Nabburg/Schwarzenfeld.  Foto: Brüssel
Ambergs Coach Roman Will ist kein Unbekannter: Als Coach in Oberviechtach und Regensburg, Spieler bei der HSG Nabburg/Schwarzenfeld. Foto: Brüssel

Amberg.Im erst fünften Spiel machten die Bezirksoberliga-Handballer der HG Amberg einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt. Gegen den Mitaufsteiger SV Obertraubling gewannen die Vilsstädter hauchdünn mit 34:33 (16:16) und distanzierten damit einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. „Lieber schlecht spielen und gewinnen als schön spielen und verlieren“, fasste Betreuer Markus Hartleb den aus seiner Sicht glücklichen Sieg zusammen.

Trotz einer schnellen 3:1-Führung hatten die Amberger keine Sicherheit in der von Trainer Roman Will im Vorfeld als „Muss-Spiel“ bezeichneten Partie gefunden. Gerade mit der Deckung konnten die Verantwortlichen nicht zufrieden sein: „Obertraubling hat einen unorthodoxen, aber effektiven Handball gespielt“, sagte Hartleb.

In der Offensive spielten sich die Amberger gegen das Schlusslicht (0:10 Punkte) viele gute Möglichkeiten heraus, die Verwertung war aber längst nicht immer ideal. Einige vergebene Hochkaräter sorgten kurz vor dem Pausenpfiff dafür, dass aus dem knappen Vorsprung ein 15:16-Rückstand wurde. Ein Siebenmetertreffer von Marek Nachtman bedeutete dann zumindest das Remis zur Halbzeit.

Nach Wiederanpfiff wogte die Partie hin und her: Die Amberger Abwehr blieb anfällig und wurde häufig durch die schnelle Mitte oder per zweiter Welle von Obertraubling ausgehebelt. Trotzdem konnten die Hausherren in der 47. Minute durch David Zilak und Philipp Lulla erstmals seit langer Zeit mit zwei Treffern (27:25) in Führung gehen. Mit Julian Schaller (zehn Feldtore) und Marek Nachtman (9/4) hatten die Amberger zwei sehr treffsichere Angreifer in ihren Reihen, die allerdings auch von weiteren sieben Torschützen flankiert wurden.

Eine Zeitstrafe war zu verkraften

91 Sekunden vor dem Ende nahm Coach Will die Auszeit und das Besprochene führte zum 34:32 durch Nachtman 72 Sekunden vor Ultimo. Das war aber noch nicht die Vorentscheidung, denn Obertraublings bester Akteur, Matthias Papert (12/3), stellte nur wenige Sekunden später per Strafwurf den Anschlusstreffer her. Nun musste die HG noch eine Zeitstrafe gegen Sebastian Kistenpfennig verkraften, rettete den 34:33-Sieg aber über die Zeit.

Der Sieg bedeutete das Vorrücken auf den fünften Tabellenplatz. Diese Momentaufnahme dürfen die Spieler genießen, aber die Partie hat auch gezeigt, dass jeder Sieg in der BOL ein ganz hartes Stück Arbeit ist. „Hauptsache gewonnen“, atmete Betreuer Markus Hartleb tief durch. „Der Sieg war immens wichtig, aber wir müssen uns in der Deckung steigern, wenn weitere dazukommen sollen.“

HG-Teams

  • Herren:

    Tor: Raschke, Kiener; Feld: J. Schaller 10, Nachtman 9/4, Kührlings, Turner je 3, Franz, Lulla, Rössle je 2, Zilak 2/1, Andersch 1 sowie Kistenpfennig, Sammet und Lehmeier

  • Damen:

    Tor: Porst, Bar; Feld: Thomas 10/5, Lösch 3, P. Ludwig, Mertel, Pohl je 2, Behringer, Karl, Sommer, S. Wrosch je 1 sowie Schaller, Kardos und Grasmik

Die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HG Amberg erlebten beim Duell mit dem TV Altdorf am Samstag ein Wechselbad der Gefühle: Die Vilsstädterinnen hatten im Endeffekt aber ein Tief mehr als die Mittelfränkinnen und unterlagen mit 23:26 (14:12).

Die ersten Minuten verliefen aus Amberger Sicht sehr ärgerlich. „Das in der Kabine Angesprochene wurde überhaupt nicht umgesetzt“, ärgerte sich Spielertrainerin Nadine Pohl, die auf der Bank von Sean Turner und Christof Heiduk unterstützt wurde. Von den ersten acht Gegentreffern zum 4:8-Rückstand waren sechs Gegenstöße.

Nach der fälligen Auszeit präsentierte sich die junge Amberger Mannschaft wie ausgewechselt: Angeführt von der erneut sehr treffsicheren Jessy Thomas agierten die Ambergerinnen in der Offensive viel zielstrebiger und abschlussstärker: Der tolle Lauf endete in einer 14:12-Pausenführung.

Andere Mannschaft am Feld

In der zweiten Hälfte schien dann aber erneut eine andere Amberger Mannschaft das Spielfeld betreten zu haben: Die Gastgeberinnen agierten auf einmal zu drucklos und die Abwehr war zu löchrig: So konnte auch der „sehr gute Einstand“ (Pohl) der neuen Torhüterin Katha Bar die 23:26-Niederlage nicht verhindern.

„Es ist nicht zu erklären, wie man gleich zweimal so aus der Kabine kommen kann“, stöhnte Spielertrainerin Pohl. „Wir kämpfen uns überragend zurück, um dann das Spiel nach der Pause wegzuwerfen.“ Zu allem Überfluss wird die Spielertrainerin aufgrund einer Schulterblessur ihr Team in den kommenden Wochen nicht auf dem Feld unterstützen, was den Kampf um den Klassenerhalt nicht leichter machen wird. (aro)

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