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Ausdauer

Eine Prise Selbstüberwindung

Rund 300 Teilnehmer stellten sich beim Blaster Run der Herausforderung des Extremlaufs rund um den Monte Kaolino.
Von Andreas Brückmann

Für die ganz Harten galt es beim Challenge Run, eine 18 Kilometer lange Strecke zu bewältigen. Fotos: Andreas Brückmann
Für die ganz Harten galt es beim Challenge Run, eine 18 Kilometer lange Strecke zu bewältigen. Fotos: Andreas Brückmann

Hirschau.Den eigenen Körper an seine Leistungsfähigkeit bringen, eigene Grenzen überwinden und dabei Spaß haben? Ja, das geht, bei der mittlerweile fünften Auflage des Blaster Runs (bis zum vergangenen Jahr noch unter dem Titel Hammer Run). Gut 300 Teilnehmer stellten sich der Herausforderung des Extremlaufs rund um den Monte Kaolino in Hirschau.

Angetreten waren sie in zwei Kategorien. Für die ganz Harten galt es, eine 18 Kilometer lange Strecke zu bewältigen – den Challenge Run. Der sogenannte Fun Run führte auf verkürzter Strecke über sieben Kilometer. Auf beiden Strecken war dabei die gleiche Anzahl an natürlichen und künstlichen Hindernissen zu bewältigen, unter anderem eine Steilwand, ein Kletternetz oder ein Klettergerüst.

Das spektakulärste Hindernis

Große Steigungen und stark abfallende Abhänge stellten zusätzliche Herausforderungen dar. Das spektakulärste Hindernis war natürlich der Monte Kaolino selbst. Hier ging es ganz einfach darum, den 220 Meter langen und 35 Grad steilen Berg aus feinstem weißen Quarzsand zu bezwingen.

Beim Fun- sowie beim Challenge-Run galt es, die gleiche Zahl an natürlichen und künstlichen Hindernissen zu überwinden. Fotos: Andreas Brückmann
Beim Fun- sowie beim Challenge-Run galt es, die gleiche Zahl an natürlichen und künstlichen Hindernissen zu überwinden. Fotos: Andreas Brückmann

Teilnehmer aus ganz Deutschland, viele Angehörige der US-Streitkräfte, aber auch aus fast einem Dutzend weiterer Nationen gingen an den Start. Mit dabei war auch Florian Sperber aus Hohenburg. Seine Bilanz: „Ich hasse Sand. Zumindest die nächsten Wochen“, erklärt er mit einem breiten Grinsen im Ziel. Für den Start musste er zuerst einmal den Monte erklimmen. „Nach dem Start hieß es, den Monte Kaolino so schnell wie möglich wieder runterzulaufen, geht übrigens im Vergleich zum Aufstieg super leicht und angenehm, um ihn danach wieder zu erklimmen.“

Nach dem Erklimmen des Monte Kaolino ging es wieder schnell bergab. Mit eine Zipfelbob zischten die Sportler den Hang hinunter. Fotos: Andreas Brückmann
Nach dem Erklimmen des Monte Kaolino ging es wieder schnell bergab. Mit eine Zipfelbob zischten die Sportler den Hang hinunter. Fotos: Andreas Brückmann

Und der Sand verzeiht nichts. „Endlich wieder oben ging es dann zum langen Sandbag Carry: Die Auffahrt des Monte hinunter und durch die schöne Bogenschießenanlage auf einem Trail zurück zur Auffahrt und wieder hoch.“ Dann ging es den Monte wieder hinab mit einem Zipfelbob. „Die erste Runde habe ich mich eingegraben und zweite Runde war Blindflug mit Sandstrahlung in der Hoffnung: Bitte lass mich das Becken treffen. Danach ein paar Hangelhindernisse und die Unterwasseraufgabe im Springerbecken des Freibads.“

Die Schuhe im Weiher waschen

Der Trail durch den Wald und auf den Buchberg hinauf war ebenfalls eine Herausforderung. „Der Sand in den Schuhen in Verbindung mit Wasser war eine blöde Mischung. Auf der zweiten Runde brachten mich zwei Jungs vom Crossfit Grafenwöhr auf die tolle Idee, am Anfang vom Wald den Weiher zu nutzen und die Schuhe auszuwaschen.“

Für Florian Sperber aus Hohenburg war vor allem der Trail durch den Wald auf den Buchberg hinauf eine große Herausforderung. Fotos: Andreas Brückmann
Für Florian Sperber aus Hohenburg war vor allem der Trail durch den Wald auf den Buchberg hinauf eine große Herausforderung. Fotos: Andreas Brückmann

Der Challenge Run setzte sich aus zwei Runden zusammen. „Auf der zweiten musste ich einfach das Tempo rausnehmen, da bemerkte man den Freitag, wo ich bei einem langen und anstrengenden Feuerwehreinsatz gefordert wurde. Aber das war mir vorher klar und ich wollte trotzdem starten. Dementsprechend war die Zeit nicht so gut und der zweite Aufstieg nur noch mit Seil möglich.“

Schnellster war Manfred Seebauer, der für die Strecke lediglich eine Stunde und 59 Minuten benötigte. Als schnellste Frau war Kerstin Kastl zwei Stunden und 56 Minuten auf der Strecke unterwegs. Auf der Fun-Run-Strecke von sieben Kilometern gab es einen gemeinsamen Zieleinlauf der Erstplatzierten. Mit einer Zeit von jeweils einer Stunde und acht Minuten überquerten Christian Föller und Florian Gintschel bei den Herren zusammen mit den Damen Marina Mutzbauer und Saskia Pöller die Ziellinie.

Die Teilnehmer mussten unter anderem schwere Reifen drehen, was durchaus Kraft kostete. Fotos: Andreas Brückmann
Die Teilnehmer mussten unter anderem schwere Reifen drehen, was durchaus Kraft kostete. Fotos: Andreas Brückmann

Nach gut fünf Stunden war dann auch der letzte Läufer im Ziel, hatte seinen Körper an die Grenzen gebracht, und damit auch Gutes getan. Wie bereits im vergangenen Jahr ging eine Spende aus den Startgebühren an den Förderverein Klinik für Kinder und Jugendliche am Klinikum St. Marien in Amberg („Flika“), der sich heuer über 2500 Euro freuen durfte. Und auch im kommenden Jahr steht der Lauf wieder an, und zwar bereits am 1. Juni 2019.

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