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Eishockey

Engmann hält die Punkte fest

ERSC Amberg gewinnt das Topspiel gegen Moosburg mit 3:1. In Dingolfing feiern die Löwen einen 3:2-Erfolg.
Von Günter Passler

Nach dem Auswärtssieg in Dingolfing am Freitag gewann der ERSC Amberg (in Schwarz) auch am Sonntagabend. Mit 3:1 konnten sich die Amberger Löwen gegen den EV Moosburg durchsetzten.  Foto: Andreas Brückmann
Nach dem Auswärtssieg in Dingolfing am Freitag gewann der ERSC Amberg (in Schwarz) auch am Sonntagabend. Mit 3:1 konnten sich die Amberger Löwen gegen den EV Moosburg durchsetzten. Foto: Andreas Brückmann

Amberg.Der ERSC Amberg ist weiter erfolgreich im Aufstiegsrennen zur Eishockey-Bayernliga. Gegen den bisher ungeschlagenen EV Moosburg stellten die Löwen die Weichen im Anfangsdrittel schon auf Sieg, aber es blieb bis in die Schlusssekunden spannend. Durch den dritten Erfolg in Serie steht Amberg aktuell auf einem Play-off-Platz. Sowohl Gästecoach Bernie Engelbrecht als auch sein Amberger Pendant, Dan Heilman, attestierten beiden Teams „ein ganz starkes Niveau“ und auch von den knapp 700 Zuschauern verließ kaum einer vor der Schlusssirene das Stadion.

Im Vergleich zum Freitagsspiel in Dingolfing konnte Dan Heilman in der Abwehr mit Leon Koppitz und Lukas Salinger zwei Akteure mehr aufbieten, und das sollte im weiteren Verlauf mit ausschlaggebend werden. Wie schon bei den Erfolgen in Ulm und Dingolfing kam der ERSC aus einer kompakten Abwehr über gefährliche Konter zum Zug: „Das hat Amberg sehr clever gemacht, die Scheiben sicher hinten rausgebracht und intensiv nachgesetzt“, lobte Engelbrecht den ERSC.

Keil scheiterte knapp

Diese Taktik schien schon nach 90 Sekunden aufzugehen, aber Keil scheiterte knapp an Gästegoalie Linus Messerer. Nur wenig später jubelte der ERSC-Anhang dann doch, weil Felix Köbele mit einem platzierten Schuss zum 1:0 traf. Moosburg antwortete energisch, doch die Tore machten die Gastgeber. Mit dem 2:0 durch Daniel Vlach war der Auftakt in ein echtes Topspiel perfekt.

„Mit der Leistung im ersten Drittel war ich nicht ganz zufrieden. Da waren wir gegen Ambergs Angriffe einfach zu passiv“, monierte Engelbrecht und dachte da besonders an das 3:0 durch Martin Brabec, 79 Sekunden vor der Pausensirene. „Das hat Martin einfach super gemacht und war ungeheuer wichtig für uns“, freute sich Heilman über die Schlitzohrigkeit seines Stürmers. EVM-Torhüter Messerer machte danach jedenfalls für seinen Kollegen Carlo Schwarz Platz.

Mit 3:1 setzten sich die Amberger gegen Moosburg durch.  Foto: Andreas Brückmann
Mit 3:1 setzten sich die Amberger gegen Moosburg durch. Foto: Andreas Brückmann

Mit Beginn des Mittelabschnitts machte Moosburg dann jede Menge Betrieb vor dem Amberger Tor. Vor allem die Top-Reihe mit Abstreiter, Indra und Horava drückten dem Spiel ihren Stempel auf, doch die Amberger Defensive wirkte sehr konzentriert – und als letzte Instanz war da immer wieder Oli Engmann. Der Amberger Torhüter wurde am Ende völlig zurecht zum besten Spieler des Abends gekürt. Der ERSC selbst verbuchte auch eine ganze Serie guter Chancen, aber Moosburg brachte ebenfalls meist einen Schläger dazwischen und Schwarz hatte auch etwas mehr Glück als sein Vorgänger.

Im Schlussdrittel kam Moosburg zu noch mehr Torschüssen, aber Engmann schien unbezwingbar: „Oli war überragend. Wir haben glücklicherweise wohl zwei der besten Torhüter der Liga“, sah sich Heilman zu einem Sonderlob veranlasst.

Das Tempo war weiterhin beiderseitig sehr hoch und auch der ERSC hatte immer wieder Phasen, in denen er die Gäste in deren Verteidigungszone festnagelte. Das artete dann schon in einem offenen Schlagabtausch aus. Knapp fünf Minuten vor dem Ende nahm Engelbrecht bereits seinen Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis – volles Risiko. Amberg schrammte da einige Male an einem Empty-Net-Goal vorbei, sogar Engmann verpasste das verwaiste Gästetor mit einem Befreiungsschlag nur knapp. 64 Sekunden vor dem Ende kam Moosburg durch Stefan Groß zum 3:1 – es sollte auch das Endresultat bleiben. Für Dan Heilman stand danach fest: „Die Aufstiegsrunde wird bis zum Schluss eng und spannend bleiben“ – und da werden Amberg wie Moosburg mitmischen.

Nur zwei Verteidiger-Paare

Am Freitag hatte der ERSC Amberg auch sein zweites Auswärtsspiel in der Aufstiegsrunde zur Eishockey-Bayernliga gewonnen. Beim 3:2 in Dingolfing legten die Löwen mit einer tollen Vorstellung im Anfangsdrittel den Grundstein. Mit zunehmender Dauer machte es sich allerdings bemerkbar, dass Coach Dan Heilman nur zwei Verteidiger-Paare zur Verfügung hatte. Hoher Teameinsatz und eine starke Leistung von Carsten Metz im Amberger Tor gegen bedingungslos anrennende Gastgeber sorgten aber für die drei Punkte.

„Die Scheiben tief spielen für schnelle Konter und keinen riskanten Spielaufbau betreiben!“ Das war die klare Ansage von Heilman, und seine Mannschaft hielt sich an dieses Konzept. Von Beginn an und im Anfangsdrittel betrieb sie dies nahezu perfekt. Schon nach kaum einer Minute hatte Bernhard Keil die erste Torgelegenheit. Aber es sollte selbst in Unterzahl so funktionieren. Bei der ersten Strafe gegen die Löwen schickte Keil Martin Brabec auf die Reise und der degradierte die EVD-Abwehr im Slalom einschließlich Goalie Christian Hamberger zu Statisten – ein unglaublich cooler Treffer. Die Isar Rats suchten zwar nach Aktionen in der Offensive, aber gefährliche Torszenen produzierte zunächst nur der ERSC, so etwa durch Daniel Vlach, der nur den Pfosten traf, aber bei einem weiteren Break über Stefan Huber und Kevin Schmitt dann zum 0:2 einlochte.

Dingolfing erhöhte zum Mittelabschnitt den Druck und kamen durch ihren Top-Torjäger David Bilek zum Anschlusstreffer, aber der ERSC packte praktisch im Gegenzug den nächsten Konter aus. Felik Köbele legte ideal quer zu Huber, der überlegt zum 1:3 vollendete. In Überzahl verkürzte Oli Ferstl für Dingolfing zum 2:3.

Das Schlussdrittel begann zunächst wieder ausgeglichener, besonders brenzlig wurde es dann jedoch in der Endphase, als Amberg wegen unerlaubter Weitschüsse minutenlang nicht zum Wechseln, geschweige denn aus der eigenen Verteidigungszone kam. Aber schließlich beraubte sich Dingolfing mit einer Strafzeit in den letzten 150 Sekunden selbst der möglichen Ausgleichschancen.

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