MyMz

Eishockey

ERSC auch ohne Kapitän scharf auf Punkte

Amberg will Erfolgsserie beim Aufsteiger ESV Waldkirchen fortsetzen, doch Dan Heilman und Lukas Salinger fehlen dem Team.

Der ERSC – hier in schwarz gegen Bad Aibling – will seine Erfolgsserie fortsetzen. Foto: Andreas Brückmann
Der ERSC – hier in schwarz gegen Bad Aibling – will seine Erfolgsserie fortsetzen. Foto: Andreas Brückmann

Amberg.Nach drei Heimsiegen in Folge muss der ERSC Amberg diesmal wieder auf Reisen gehen. Beim Aufsteiger ESV Waldkirchen stehen die Wild Lions am Samstag ab 17 Uhr vor einer äußerst kniffligen Aufgabe – aber es ist die einzige an diesem Wochenende.

Die „Karoli Crocodiles“ sind mit einem herkömmlichen Liganeuling nicht zu vergleichen, haben sie doch ein extrem erfahrenes Team mit einem größeren Kontingentspielerkader, als sich das der Großteil der Konkurrenz gewünscht hätte. Die fünf tschechischen Akteure mit Einsätzen in der Extra-Liga heben das Niveau der Truppe von Trainer Thomas Kremhelmer an. Dazu kommen weitere Spieler mit beachtlichen sportlichen Lebensläufen. Aktueller Topscorer ist Robert Vavroch, der die letzten Jahre für Vilshofen aktiv war. Benjamin Barz blickt auf eine Karriere mit 209 DEL-Spielen zurück, unter anderem in Düsseldorf und Nürnberg. Der 35-jährige Vladimir Skoda steht als Verteidiger intern auf dem dritten Scorerrang, hat diverse Einsätze in Übersee, der KAZ und in der Extraliga. Der 41-jährige David Vokaty kann auf über 1100 Scorerpunkte in seiner Karriere verweisen, traf unter anderem 1997 mit dem ERC Ingolstadt in den Playoffs zur Hacker-Pschorr-Liga auf die Amberger Löwen. Hervorheben muss man auch Roman Schreyer, der als Verteidiger in den letzten drei Spielzeiten 127 Scorerpunkte für Waldkirchen verbuchte. Allesamt sehr erfahrene Akteure, die ihre stärksten Jahre teilweise schon hinter sich haben, aber mit viel Erfahrung punkten.

Nach vier Siegen in Folge – unter anderem in Haßfurt – mussten die Crocodiles zuletzt überraschend zwei Heimspiele abgeben (Moosburg 4:5 n.V., Freising 1:2). Das macht die Aufgabe für den ERSC Amberg keinesfalls einfacher, denn die Kremhelmer-Truppe will unter allen Umständen wieder in die Spur zurückfinden.

Ein zusätzliches Problem für die Amberger Wild Lions ist der krankheitsbedingte Ausfall von Kapitän Dan Heilman und von Verteidiger Lukas Salinger, der sich gegen Bad Aibling an der Schulter verletzte. Dennoch fahren die Löwen schon mit breiter Brust und gewissen Erwartungen nach Waldkirchen, denn zuletzt hat sich das Team von Coach Dirk Salinger nicht nur ergebnistechnisch kontinuierlich gesteigert (6:3,6:1,10:1), sondern ist spielerisch immer stabiler geworden. Einziges Manko ist der großzügige Umgang mit den zahlreichen Möglichkeiten: „Wir sind schon noch sehr verspielt, aber das Wichtigste ist, dass die Chancen überhaupt erarbeitet werden“, kann der Löwenbändiger mit dieser Situation durchaus leben.

Stand Freitag steht der ERSC auf Rang zwei und könnte diesen mit einem vollen Erfolg in Waldkirchen verteidigen. Allerdings würden die Crocodiles ihrerseits mit einem „Dreier“ an den Löwen, die allerdings ein Spiel weniger haben, vorbeiziehen. (apg)

Mehr vom Sport aus der Region Amberg lesen Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht