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Eishockey

ERSC gewinnt Krimi gegen Haßfurt mit 5:4

Bernhard Keil setzt Schlusspunkt mit einem wunderbar herausgespielten Treffer. Jakub Sramek allein war zu wenig für den Gast.

Mit 5:4 gewinnen die Wild Lions aus Amberg das Spitzenspiel der Eishockey Landesliga gegen den ESC Hassfurt. Mund zusammenbeißen heißt es für Bernhard Keil (links), Dan Heilman hat den Vorwärtsgang für Amberg eingelegt. Foto: Brückmann
Mit 5:4 gewinnen die Wild Lions aus Amberg das Spitzenspiel der Eishockey Landesliga gegen den ESC Hassfurt. Mund zusammenbeißen heißt es für Bernhard Keil (links), Dan Heilman hat den Vorwärtsgang für Amberg eingelegt. Foto: Brückmann

Amberg.Das Spitzenspiel hielt, was man sich davon versprochen hatte: Die Teams der Wild Lions Amberg und der Haßfurter Hawks zeigten Tempo und Niveau, das weit über dem der Eishockey-Landesliga anzusiedeln war, nicht unverdient mit dem besseren Ausgang für den ERSC, der seinen fünften Sieg in Folge verbuchte und – trotz dreier Spiele weniger – mit den Gästen nach Punkten gleichzog.

Vier Minuten vor dem Ende schrieb Bernhard Keil mit einem wunderbar herausgespielten Treffer zum 5:4 für die Gastgeber das letzte Kapitel in einem wahren Krimi und sorgte bei den meisten der gut 700 Zuschauer für frenetischen Jubel. Tragische Figur war Haßfurts Torjäger Jakub Sramek. Der herausragende Stürmer der Liga bot eine Galavorstellung und erzielte drei Treffer für seine Hawks – aber ein Sramek allein genügte eben nicht gegen die Wild Lions. Gewiss wäre es bis zum Schluss einiges entspannter gewesen, hätte die ERSC-Offensive nicht eine Unzahl an Chancen ausgelassen. Der großzügige Umgang mit den Gelegenheiten vor dem Gästetor hätte sich durchaus rächen können, wäre nicht Goalie Oliver Engmann der gewohnte Rückhalt einer kämpferisch starken Löwen-Truppe gewesen.

Die Gastgeber starteten energisch, gaben keine Scheibe verloren und bauten Druck auf. Der entlud sich in einem Doppelpack durch Dan Heilman und Tom Schreier, die binnen 66 Sekunden auf 2:0 für den ERSC stellten. Wenig später blockten die Gäste einen Amberger Schussversuch von der blauen Linie und Sramek steuerte allein auf Engmann zu, dem er keine Abwehrchance ließ. Amberg hatte weiter bei Fünf-gegen-Fünf mehr Akzenten, aber die Gäste blieben mit ihrem Paradeblock immer gefährlich.

Aus den Kabinen kam Haßfurt zum Mittelabschnitt mit mehr Schwung. In deren Druckphase hinein fiel aber das 3:1 für die Löwen – in Entstehung über Heilman und Keil und Vollendung durch Vaclav Benak der schönste Treffer des Abends. Sramek brachte in Überzahl sein Team wieder heran, aber auch der ERSC zeigte erfolgreiches Powerplay und stellte durch Daniel Vlach den alten Abstand wieder her. Beruhigt konnte Dirk Salinger dennoch nicht in die Pause gehen, denn in der Schlussminute nahm Sramek ein Geschenk der Löwen-Defensive mit seinem dritten Treffer an.

Im letzten Drittel öffnete Haßfurt die Abwehr und drängte auf den Ausgleich, ermöglichte dem ERSC dadurch aber weitere Tormöglichkeiten. Das 4:4 fiel etwas unerwartet, als Michael Stach einen Schuss von der blauen Linie unhaltbar für Engmann abfälschte. Beide Kontrahenten suchten die vorzeitige Entscheidung, mit mehr Vorteilen für die Gastgeber. Keil sorgte mit seinem platzierten Schuss dafür, dass die Löwen ihre weiße Heimweste behielten, weil es Haßfurt in den Schlussminuten auch nicht half, dass sie ihren Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis nahmen. In dieser Verfassung sind aber beide Teams erste Anwärter für einen Platz in der Bayernliga-Verzahnungsrunde. (apg)

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