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Eishockey

ERSC kassiert eine Heimniederlage

Ambergern gelingt es gegen Haßfurt nicht, sich ein kleines Polster zu verschaffen. Löwen können nur Bad Aibling besiegen.
Von Günter Passler

Zu wenig Biss zeigten die Amberger (in Schwarz Martin Brabec) gegen den ESC Hassfurt.  Foto: Andreas Brückmann
Zu wenig Biss zeigten die Amberger (in Schwarz Martin Brabec) gegen den ESC Hassfurt. Foto: Andreas Brückmann

Amberg.Der ERSC Amberg versäumte es am Sonntagabend, sich in der Aufstiegsrunde zur Eishockey-Bayernliga vorne ein kleines Polster zu verschaffen. Die Gäste aus Haßfurt gingen in einer – aus Amberger Sicht – eher mäßigen Begegnung verdient als Sieger vom Eis.

Zu Beginn waren es noch die Gastgeber, die mehr Zug zum Tor entwickelten. Zwingende Chancen ergaben sich jedoch nicht, auch nicht, als der ERSC Amberg eine erste Überzahlmöglichkeit hatte. Das wirkte einfach unkonzentriert, was sich aber über das ganze Spiel so darstellen sollte.

Wesentlich gefährlicher schien da schon die erste Gelegenheit für Haßfurt durch Michal Babkovic. Die nächsten Versuche von Amberg durch Martin Brabec und Svato Merka kamen dann schon näher ans Ziel, aber noch genauer zielten im Gegenzug die Hawks durch Jan Trübenekr, ideal freigespielt von Daniel Hora.

Danach hatte Haßfurt die Partie voll im Griff, ließ Amberg kaum aus deren Verteidigungszone kommen. Als der ERSC dann auch noch in doppelte Unterzahl geriet – unter anderem wegen einer Spieldauerstrafe für Felix Köbele – deutete vieles auf den nächsten Gästetreffer hin. Mehrere Glanzparaden von Löwen-Goalie Oli Engmann und ein beherztes Penalty-Killing seiner Vorderleute verhinderten dies aber.

Zum Mittelabschnitt kamen die Löwen zunächst mit einer anderen Körpersprache aus den Kabinen, spielten Pressing und kamen zu guten Gelegenheiten, aber als dann selbst eine doppelte Überzahl keinen Erfolg brachte, war der ganze Schwung schon wieder dahin. Dafür übernahm nun Haßfurt das Kommando. Zunächst war es noch Engmann, der sein Team quasi alleine im Spiel hielt, doch dann sorgten die Gäste binnen 91 Sekunden für eine Vorentscheidung. Zunächst traf Hora in Überzahl, kurz darauf Michael Stach zum 0:3.

In diesem Zeitraum wurde der ERSC teilweise vorgeführt. „Amberg war nicht so zwingend, wie wir das erwartet hatten, und dann haben wir einfach die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht“, meinte Gästecoach Volker Hartmann zur Phase, in der die Weichen zum Sieg gestellt wurden.

Das sah auch ERSC-Trainer Dan Heilman so: „Das erste Drittel mit der langen Unterzahl hat uns viel Kraft gekostet, zumal wir einige erkrankte Spieler hatten. Danach war Haßfurt fast immer einen Schritt schneller.“ Die Gelegenheit zu einer Wende sahen aber auch der Coach und die knapp 700 Zuschauer zu Beginn des letzten Drittels: „Wenn der Andy den reinmacht, wäre es vielleicht noch mal eng geworden“, beschrieb Heilman die Chance durch Hampl, der 35 Sekunden nach Wiederbeginn alleine vor Gästetorhüter Timo Jung auftauchte, aber verzog.

Den Willen konnte man den Ambergern keineswegs absprechen, aber die Angriffsversuche blieben einfach zu umständlich und endeten zu oft in Einzelaktionen. Eine davon brachte aber tatsächlich Erfolg durch einen Schlagschuss von Kevin Schmitt. Nach dem 1:3 hatten die Löwen spürbar etwas Aufwind und auch weitere Einschussmöglichkeiten. Den grundlegenden Unterschied an diesem Abend sah man knapp zwei Minuten vor Spielende. Während Daniel Vlach für Amberg alleine vor dem Gästetor scheiterte, machte im Gegenzug Babkovic das 1:4 – reingestolpert, aber drinnen. Der Schlusspunkt durch Sebastian Aukofer war dann 30 Sekunden vor dem Ende zum 2:4 nur noch Ergebnis-Kosmetik. In der Beurteilung des Ergebnisses waren sich hinterher dann beide Trainer absolut einig: völlig verdient.

Dabei gelang den Ambergern am Freitag doch beim EHC Bad Aibling nach Penaltyschießen ein Sieg. ERSC-Stürmer Felix Köbele traf mit dem elften Schuss als einziger im Shootout, und weil Carsten Metz auch den letzten Versuch der Gastgeber parierte, ging der Zusatzpunkt an Amberg.

Torlos verlief das Anfangsdrittel, Amberg gelang dann aber ein idealer Auftakt in den Mittelabschnitt. Nach nur 76 Sekunden vollendete Stephan Huber einen Angriff über Köbele und Marc Hemmerich zur ERSC-Führung. Weitere Chancen der Gäste folgten, weshalb der Ausgleich für Bad Aibling durch Jan Lukats schon etwas überraschend kam. Max Meyer sorgte dann für das 2:1.

Im ERSC-Lager stieg die Anspannung, da kam es doch noch zum – insgesamt freilich verdienten – Ausgleich durch Troglauer nach Vorarbeit von Köbele. Trotz beiderseitiger Chancen in der restlichen regulären Spielzeit und der Verlängerung, fielen keine weiteren Treffer – und die Entscheidung dann erst im Penaltyschießen.

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