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Eishockey

ERSC muss die Favoritenrolle spielen

Die Amberger Löwen wollen gegen Vilshofen in die Erfolgsspur zurück. Doch die Wölfe waren zuletzt zweimal erfolgreich.
Von Günter Passler

Der ERSC Amberg will sich gegen den Tabellenneunten aus Vilshofen keine Blöße geben. Foto: Andreas Brückmann
Der ERSC Amberg will sich gegen den Tabellenneunten aus Vilshofen keine Blöße geben. Foto: Andreas Brückmann

Amberg.In der Eishockey-Landesliga steuert die Konkurrenz allmählich auf die Halbzeit der Runde zu. Tabellenführer Haßfurt erreicht diese am Freitagabend bereits und trifft im Topspiel auf den EV Dingolfing. Mit Moosburg und Pegnitz duellieren sich zwei weitere Aufstiegsrundenkandidaten. Da erscheint die heutige Aufgabe für den ERSC Amberg aus der Spitzengruppe zumindest vom Papier her am einfachsten – aber das kann durchaus täuschen.

Um 20 Uhr erwarten die Wild Lions den ESC Vilshofen, aktuell „nur“ Rangneunter. Die Wölfe ließen zuletzt aber aufhorchen, als sie die Haßfurt Hawks mit 2:1 bezwangen. Mit demselben Ergebnis gewannen sie danach auch ihr zweites Heimspiel gegen Selb.Dafür traten sie in den ersten Wochen bereits ein halbes Dutzend mal auswärts an und fingen sich 37 Gegentore ein.

Vilshofen war aber bei seinen Gastspielen mitnichten nur Kanonenfutter: In Pegnitz unterlag man sehr unglücklich mit 5:6, in Selb und Moosburg konnte sogar gepunktet werden, jeweils mit 3:4 nach Verlängerung.

Robert Suchomski wechselte bei den Wölfen in dieser Spielzeit vom Eis auf die Trainerbank, dafür ist dessen Vorgänger Vladimir Gomow jetzt wieder ausschließlich Sturmführer. Diese Position füllt er erfolgreich aus, war bislang an zwei Dritteln der Amberger ESC-Treffer direkt beteiligt. Zu beachten ist auch Angreifer Andreas Toth und der tschechische Verteidiger Roman Nemecek, der mit weiteren Akteuren vom Bayernligisten Passau nach Vilshofen wechselte.

Die Favoritenrolle gebührt aber dennoch dem ERSC, der den Frust von der knappen Niederlage in Haßfurt verarbeiten will und gleich wieder in die Erfolgsspur zurückfinden möchte. Coach Dan Heilman, der zuletzt ein disziplinierteres Auftreten von der Mannschaft einforderte, erwartet „volle Konzentration“, muss dabei aber mit dem gesperrten Daniel Vlach einen weiteren wichtigen Spieler ersetzen. Der sportliche Leiter Chris Spanger schloss aber nicht aus, dass es eventuell Rückkehrer aus dem Lazarett geben könnte, dies sollte sich im gestrigen Abschlusstraining entscheiden.

Ein Erfolg für die Amberger Löwen wäre überaus wichtig, um die gute Ausgangslage nicht zu gefährden, aber ein Selbstläufer wird das Duell mit den Wölfen nicht. Zur Erinnerung: In der Hauptrunde der Vorsaison verlor der ERSC Amberg nur ein Heimspiel – gegen Vilshofen.

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