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Sport aus Amberg
Mittwoch, 25. April 2018 20° 3

Eishockey

ERSC schielt auf Platz eins

Amberger wollen ihre Siegesserie gegen Straubing fortsetzen. Am Sonntag ist der ERSC in Burgau zu Gast.
Von Günter Passler

Der ERSC Amberg will vor der Verzahnungsrunde im Rhythmus bleiben und peilt daher gegen Straubing und Burgau Siege an. Foto: Brückmann

Amberg.Die Qualifikationsrunde fest gebucht und sieben Spiele in Folge gewonnen, möchte der ERSC Amberg zum Jahresauftakt am Freitag um 20 Uhr gegen den EHC Straubing seine Siegesserie fortsetzen. Und die Löwen haben nun auch noch einen Meistertitel im Visier, selbst wenn der nicht im Vordergrund steht.

Nach der überraschenden Niederlage von Haßfurt in Dingolfing hat es der ERSC in der eigenen Hand, in der Eishockey-Landesliga Gruppe 1 am Ende auf der Pole-Position einzulaufen. Die Amberger liegen zwar derzeit „nur“ auf dem vierten Rang, haben aber weniger Spiele als die Konkurrenten absolviert. Mit vier Erfolgen aus den letzten vier Begegnungen würden sie sich uneinholbar an die Spitze setzen. Ein Sieg gegen den EHC Straubing ist deshalb fest eingeplant.

Erster Saisonsieg

Beim Schlusslicht aus Niederbayern hat man sich schon früh auf das „Unternehmen Klassenerhalt“ konzentrieren können, das in der Abstiegsrunde erfolgreich abgeschlossen werden soll. Zuletzt gab die Truppe von Coach Christian Penzkofer mit dem ersten Saisonsieg in Freising (8:3) auch ein Lebenszeichen von sich.

Das Hinspiel in Straubing war für den ERSC eine klare Sache (9:2), weil die Löwen nach knapp 30 Minuten schon mit 8:0 in Führung lagen. Trotz dieser eindeutigen Vorzeichen wird man mit der nötigen Einstellung und dem gebotenen Respekt die Aufgabe vor heimischem Publikum angehen.

Das erwartet auch Coach Dirk Salinger von seiner Mannschaft, die er gut in Schuss sieht: „Die Jungs sind gut drauf. Damit habe ich aber noch nicht so viel zu tun, die Grundlagen hat sich das Team schon unter meinem Vorgänger erarbeitet.“

Für den Rest der Saison wird „Sale“ allerdings auf Markus Hausner verzichten müssen, der als Trainer des U19-Teams der Löwen auf dem Weg zum Titel ist und die Aufgabe im Nachwuchs in den Vordergrund stellt, auch weil sich zu viele Termine mit U19 und Senioren überschneiden würden.

„Wir beide hatten ein längeres Gespräch. Hausi hat diesen Entschluss schon länger gefasst und ich kann seine Beweggründe nachvollziehen, auch wenn uns nun ein weiterer Verteidiger fehlt“, erklärt Salinger. Dafür hofft man, mit der Rückkehr von David Rybka noch mehr Durchschlagskraft im Angriff zu gewinnen.

Der ERSC stellt die Partie unter das Motto „ein Abend für die Blaulichter“, wobei die Helfer von Polizei, BRK, THW und Feuerwehr – sofern sie in Uniform kommen – freien Eintritt zum Spiel erhalten. „Das ist unser kleines Dankeschön für deren Einsatz das ganze Jahr über“, so Vorstandsmitglied Frank Jacobi.

Am Sonntag reist der ERSC Amberg dann zum vorletzten Auswärtsspiel der Vorrunde in der Eishockey-Landesliga ins bayerische Schwaben zum ESV Burgau. Spielbeginn ist dort um 18 Uhr, und eines scheint schon vor dem Start-Bully sicher zu sein: eine torreiche Begegnung.

Die Eisbären sind ein harter Prüfstein, haben zwar eine der schwächsten Abwehrreihen der Gruppe, allerdings auch geballte slowakische Offensivpower mit der zweitbesten Angriffsquote. Insgesamt sind bei den Spielen von Burgau 200 Tore gefallen (98:102, Stand: 4. Januar), so viele, wie bei keinem anderen Landesligateam.

Erst im Dezember übernahm Stanislaw Hlozek das Traineramt bei den Eisbären, die dadurch beträchtlichen Aufwind erhalten haben. Selbst die Spitzenteams aus Königsbrunn, Haßfurt oder Schweinfurt sind gegen Burgau nicht ungeschoren davon gekommen.

Hlozek hat insgesamt sechs Kontingentspieler im Kader, vier davon sind die Hauptursache für die Torflut: Auf Boris Drozd, Vladimir Klinga, David Tomecko und David Hornak entfielen bislang 145 (!) Scorerpunkte. Dazu kommen noch der ehemalige Kissinger Dennis Tausend sowie Benjamin Arnold (Landsberg, Memmingen, Lindau) mit weiteren 57 Punkten.

Die „üblichen Verdächtigen“ bei Burgau sind also bekannt, allerdings finden die gegnerischen Mannschaften selten Mittel, diese Angriffswelle einzudämmen. Das einfachste probate Mittel scheint, einfach selbst mehr Treffer zu schießen, als die Eisbären. Trotz allem wird Burgau die restliche Saison in der Abstiegsrunde verbringen; zu groß war der Rückstand, den man sich zu Beginn der Spielzeit eingehandelt hatte.

Taktische Varianten testen

Für den ERSC Amberg geht es darum, die Vorrunde konzentriert abzuschließen, um den Rhythmus zu halten oder auch noch taktische Varianten zu testen, damit man bestens vorbereitet in die Verzahnungsrunde mit den Bayernligisten starten kann. Dabei beobachtet man mit einem Auge natürlich die Abläufe in Bayerns höchster Amateurliga.

9, 12, 14: Das sind keine Glückszahlen, sondern die Tabellenränge der Bayernliga, die ab 19. Januar zu den Löwen in die Gruppe stoßen. Derzeit werden diese von Buchloe, Pegnitz und Moosburg belegt. Da hätte man im Amberger Lager sicher nichts dagegen, doch die letzten sechs der Bayernliga liegen sehr eng zusammen und Veränderungen sind wahrscheinlich.

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