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Fußball-Bayernliga

Gebenbach macht das eine wichtige Tor

Der Würzburger FV ist für die DJK ein schwer zu spielender Heimgegner – das knappe 1:0 bringt immerhin drei wichtige Punkte.
Von Jeff Fichtner

Benjamin Epifani, gekommen vom Landesligisten ASV Burglengenfeld, ist obenauf auch in Gebenbach – und macht seine Tore. Foto: Jeff Fichtner
Benjamin Epifani, gekommen vom Landesligisten ASV Burglengenfeld, ist obenauf auch in Gebenbach – und macht seine Tore. Foto: Jeff Fichtner

Gebenbach.Zuerst einmal die wichtigsten Fakten: Die DJK Gebenbach hat am Samstag „dahoam“ den Würzburger FV äußerst knapp bezwungen und arbeitet sich also mit den drei Punkten weiter nach oben in der Tabelle. Etwas mehr zum Sportlichen später. Diesmal hat die Mittelbayerische die Ohrwascheln weit aufgemacht, in Richtung der Zuschauer, der Fans und auch kritisch gestimmter Interessierter.

Auf der stattlichen Tribüne der Arena – da schlagen die Fußballherzen mindestens so kräftig wie bei den Herren auf dem sauber gepflegten Rasen sowie bei Coaches, Ersatzspielern und Betreuern. Das hört jeder, das hören Spieler und Trainer und auch Funktionäre der Teams. Beinah in jeder Spielszene wird von den Rängen ordentlich „Alarm“ gegeben. Das ist gut so.

300 Zuschauer waren es, die nach offiziellen Angaben das Heimspiel der DJK gegen den Würzburger FV sehen wollten. Sie wurden nicht enttäuscht. Gebenbach zeigte auf jeden Fall eine ansprechende Leistung, und die Gäste hielten aufopfernd dagegen. Torjubel? Ein Mal, mehr war nicht – dafür ein Aufstöhnen aus tiefstem Fußballherzen, als die Unterfranken in Minute 95 mit einem verschossenen Elfmeter den Sieg für die DJK Gebenbach sauber in deren Scheuer eingefahren hatten.

Weisheiten und Beleidigungen

Die Zuschauer hatten ihre Kernaufgaben „am Ende des Tages“ ordentlich erledigt – Applaus und Pfiffe gab es zuhauf. Kritik, auch von ganz oben, vom Sportzentrum, durfte vor allem einer mitnehmen: Schiedsrichter Andreas Dinger vom TSV Bischofsgrün. Der 31-jährige Unparteiische, gestellt von der Schiedsrichtergruppe Bayreuth, pfeift den Kickern seit 2004 etwas. Das sind 15 Jahre. Ob er schon mal besser ein Spiel wie dieses geleitet hat, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden.

Da freut es den Zeitungsmenschen, wenn er handfeste Aussagen hört, die keinerlei Widerspruch zulassen. Nicht von der Tribüne, sondern vom eher einsamen Rand des Platzes, Richtung Urspring. Zwei Männer weit jenseits der Fußballer-Altersgruppe der C-Senioren haben eine wesentliche Weisheit, nicht zuletzt auch mit Blick auf dieses Spiel, richtig gelassen ausgesprochen: „Ein Sieg sind drei Punkte, generell.“

Treffer Mangelware

  • Effizienz:

    Die DJK hat nach ihrem 4:5 bei Eintracht Bamberg auf wesentlich kleinerer Flamme geköchelt. Der knappste aller Siege reicht sicher auch mal – „die Null stand“.

  • Sicherheit:

    Der Gastgeber spielte offenbar vor allem auch Qualitäten in der Defensive aus, also ganz so, wie es Trainer Faruk Maloku als ein Hauptziel der Partie gefordert hatte. (nff)

Meist noch in Ordnung waren auch die Meinungsäußerungen, die über ein – durchaus sehr lautes – Megaphon von der Tribüne kamen. Beispiel: „Auf geht’s, Gebenbecker Jungs, schießt ein Tor für uns!“ Das reimt sich fast, aber nur deshalb, weil da Jungs angesprochen werden. Die gibt es in Gebenbach nicht, nur Männer und sonst noch Buben. Manche der Sprüche, die mit technischer Verstärkung auf den Rasen geschleudert wurden, die gehen aber gar nicht. Es darf nicht sein, sagten da ganz normale Zuschauer, dass „von da drüben“ beleidigende Sprüche gegen einzelne Personen in die Öffentlichkeit geblasen werden. Womöglich ein schönes Betätigungsfeld für die Ordner. Zumal gerade dieser Verein solche „Unterstützung“ wirklich nicht braucht.

Ein Spiel auf Messers Schneide

Mit dem Spiel, abgesehen von den drei Punkten, dürften die Aktiven ebenso wenig zufrieden sein wie ihr Cheftrainer Faruk Maloku. Klar, es fehlte nicht am Einsatz, nicht am Willen, nicht an den technischen Fertigkeiten auf Gebenbacher Seite. Doch von Überlegenheit konnte nicht die Rede sein.

Womöglich ist aber das der Grund, warum diese Begegnung in keiner Phase belanglos oder uninteressant wurde. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, wenn nicht gar „auf Messers Schneide“, packend, fesselnd, bis in Minute 96, beim Schlusspfiff. Es gab auf jeden Fall eine Vielzahl von sehenswerten Aktionen, auf beiden Seiten. Immerhin: Bei der DJK Gebenbach war mehr Konzept im Spiel, mehr tragende Struktur, als bei Würzburg. Das ist schon eine Menge.

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