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Bayernliga Nord

Gebenbach will die ersten Punkte

Am Samstag in Abtswind wollen Trainer Maloku und seine Spieler die Weichen stellen – hin zum Weg nach oben.
Von Jeff Fichtner

Zwei „Blaue“ in Aktion: André Klahn (Nr. 28) und Johannes Böhm (Nr. 22) kämpfen vor der Tribüne für Gebenbach gegen Großbardorf. Foto: Jeff Fichtner
Zwei „Blaue“ in Aktion: André Klahn (Nr. 28) und Johannes Böhm (Nr. 22) kämpfen vor der Tribüne für Gebenbach gegen Großbardorf. Foto: Jeff Fichtner

Gebenbach.Cheftrainer Faruk Maloku weiß nur zu gut, wo seine Mannschaft gerade steht. Es dürfte, das ist für ihn klar, noch ein paar Wochen dauern, bis der Fast-Regionalligist wieder Spitzenfußball wird zeigen können. Die DJK Gebenbach ist mit einer knappen Niederlage gegen den stets hoch gehandelten TSV Großbardorf in die Saison gestartet. Ein respektables Ergebnis, bedenkt man die sehr kurze Zeit, die die Gebenbacher Spieler seit der langen und fordernden Relegationsrunde zur Verfügung hatten.

Den „Galliern“ aus Großbardorf im eigenen Stadion am Urspringer Weg zu unterliegen, ist mit Sicherheit keine Schande. Und schon gar kein Beinbruch. Deshalb klingt Coach Maloku im Telefonat mit der Mittelbayerischen auch alles andere als bedrückt oder gar frustriert. Er ist gerade auf dem Weg zum Training, er schaut buchstäblich und im übertragenen Sinne nach vorne. Er hat vor allem seine jungen Spieler im Blick. Ein Verein wie die DJK Gebenbach dürfe sich glücklich schätzen, momentan über so viele nachgerückte Akteure zu verfügen; das sei ja andernorts inzwischen schon fast nicht mehr machbar.

Maloku weist damit – ungefragt – das immer wieder mal aufgetauchte Klischee zurück, dass sein Verein doch nur eine „zusammengekaufte Truppe“ habe. Gebenbach müsse sich auch in finanzieller Hinsicht nach der Decke strecken. Nirgends in vergleichbaren Clubs sitze das Geld locker, lässt er durchblicken. Was eigentlich selbstverständlich ist. Es geht also doch um andere Werte bei der DJK. Um Kameradschaft. Um Zusammengehörigkeit. Um die Lust auf tollen Fußball und auf Erfolg, auch auf lange Sicht.

Abtswind hat Ansbach düpiert

An diesem Samstag erwartet der TSV Abtswind die Truppe aus Gebenbach in der dortigen „Kräuter Mix Arena“, und Spielbeginn wird wieder um 16 Uhr sein. Abtswind ist ein Markt mit rund 800 Einwohnern im unterfränkischen Landkreis Kitzingen und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Wiesentheid. Der Ort befindet sich am Fuße des Friedrichsbergs im Westen des Naturparks Steigerwald.

Fussball

Der Traum der DJK Gebenbach ist geplatzt

Die Sensation war zum Greifen nah: Der Dorfverein klopfte an die Tür der Regionalliga. Der Weg dorthin war außergewöhnlich.

Spieler, Verantwortliche und mitreisende Fans der DJK Gebenbach werden nicht viel Sinn haben für die schöne Landschaft rund um Abtswind, aber sich vielleicht kurz mal wundern, dass Abtswind mit so wenigen Einwohnern – weniger als Gebenbach – kommunalrechtlich ein Markt ist. Dieses Recht darf Abtswind gerne behalten, da ist man als Gast natürlich bescheiden. Ganz unbescheiden aber ist der Anspruch der DJK und von Trainer Faruk Maloku, zumindest auf einen von drei möglichen Punkten aus diesem zweiten Saisonspiel zu „spechten“.

Infos von der DJK

  • Vorschau:

    Am Mittwoch, 31. Juli, um 18.30 Uhr erwartet Gebenbach den 1. FC Sand. Am folgenden Samstag, 3. August, geht die Reise für die DJK Gebenbach zur SpVgg Ansbach, Beginn ist um 15 Uhr.

  • Interesse:

    Zu Auswärtsspielen in der Liga setzt die DJK in aller Regel einen Bus ein, in dem Fans mit den Spielern anreisen können. Infos in der Vereinsgaststätte, Urspringer Weg 20, Tel. (0 96 22) 44 80. (nff)

Doch: „Das wird eine sehr schwere Sache“, gibt Gebenbachs Coach zu bedenken. Der TSV Abtswind habe sich zur neuen Spielzeit in der Bayernliga Nord sehr gut verstärkt, sei ein Verein, der eine gute, eine vielversprechende Entwicklung erlebe. Aus seinen bislang drei Spielen hat der Gastgeber sechs Punkte gemacht, steht mit 5:4 Toren auf Platz sechs in einer vorerst natürlich noch „krummen“ Tabelle. Abtswind hat zum Start als Gast beim FC Viktoria Kahl mit 2:1 gewonnen, dann daheim 0:2 gegen den 1. FC Sand verloren. Am meisten überrascht hat der TSV aber bislang wohl mit dem 3:1-Sieg bei der SpVgg Ansbach am vergangenen Wochenende. Das ist schon mal eine Hausnummer.

Substanz wird zurückkommen

Dass auf der anderen Seite die DJK mit dem bislang einen - verlorenen - Spiel erst einmal aufholen muss und auch wird, ist nicht nur für den Trainer normal. Auch die Fans – im ersten Spiel daheim kamen immerhin rund 400 Besucher – sind ganz zuversichtlich, wie es beim Spiel gegen Großbardorf im Stadion immer wieder zu hören war. Und warum? Weil die körperliche Substanz bei den Spielern immer mehr zurückkommen wird, auch die Eleganz im Zusammenspiel, weil die Moral stimmt beim Bayernligisten, weil es im Verein insgesamt passt.

Ein Punkt aus Abtswind, und die Sache schaut schon etwas anders aus. Faruk Maloku hält es sogar für möglich, dass hernach mehr als ein Remis für seine Truppe zu Buche steht.

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