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Liga

Handballer beenden Heim-Diät

Herren der HG spielen nach zehn Wochen ohne Heimspiel wieder vor eigenem Publikum. Die Frauen wollen Durststrecke beenden.
Von Robert Torunsky

Die HG Amberg in Grau gegen den SV Buckenhofen II: am Samstag sind die Amberger wieder zu Hause aktiv. Foto: Brückmann
Die HG Amberg in Grau gegen den SV Buckenhofen II: am Samstag sind die Amberger wieder zu Hause aktiv. Foto: Brückmann

Amberg.Am Samstag endet für die Bezirksliga-Handballer der HG Amberg eine Rekordserie: Zehn Wochen ohne Heimspiel in den Wintermonaten hat es in der fast 28-jährigen Historie der Amberger Handballgemeinschaft noch nie gegeben – und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht bei den beiden Vorgängervereinen.

Die seit dem 17. November andauernde „Heimspiel-Diät“ für Mannschaft und Fans endet nun mit dem Kräftemessen mit dem HC Forchheim II. An die Stadt aus Oberfranken haben die Vilsstädter nicht die besten Erinnerungen, mussten sie sich doch erst am Sonntag dort dem HC-Stadtrivalen SV Buckenhofen knapp mit 22:23 geschlagen geben. Das war extrem ärgerlich, denn etwas Zählbares wäre in dem völlig verrückten Aufstiegsrennen Gold wert gewesen. Ein kleiner Trost ist zumindest, dass der Tabellenzweite aus Amberg immer noch Spitzenreiter nach Minuspunkten ist und den direkten Vergleich mit dem BOL-Absteiger aus Buckenhofen gewonnen hat. Auf eigenem Parkett gilt es nun, wieder in die Erfolgsspur zu finden und die Hausaufgaben zu machen.

Doppelt Punkte abräumen

Ein Erfolg gegen den Tabellensechsten (12:8 Punkte) aus Oberfranken wird jedoch kein Selbstläufer, denn bereits im Hinspiel mussten die Oberpfälzer hart für den 24:19-Auswärtssieg kämpfen. Die GMG-Dreifachturnhalle war im bisherigen Saisonverlauf aber eine uneinnehmbare Festung und soll das auch bleiben. Mit einem doppelten Punktgewinn wäre wieder ein kleiner Schritt gemacht, und gleichzeitig nehmen sich in anderen Hallen die Mitkonkurrenten Hersbruck, Buckenhofen, Eckental und Auerbach/Pegnitz II in direkten Duellen gegenseitig die Punkte weg. Das Amberger Team tut aber weiter gut daran, nur auf sich und von Spiel zu Spiel zu schauen. Trainer Will hofft, die Mannschaft der Vorwoche wieder ins Rennen schicken zu können und auf die nötige Zuschauerunterstützung. Anwurf ist um 19 Uhr.

Am Samstag empfangen die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HG Amberg in der GMG-Dreifachturnhalle die SG Naabtal zum Derby. Beide Mannschaften verzeichneten einen kompletten Fehlstart nach der Weihnachts- und Weltmeisterschaftspause. Die Vilsstädterinnen unterlagen beim Tabellennachbarn SG Rohr/Pavelsbach sang- und klanglos mit 10:30, Naabtal konnte bei der 16:35-Heimniederlage gegen den HC Forchheim nur fünf Feldspielerinnen aufbieten.

In der Tabelle besteht jedoch ein großer Unterschied: Während die Spielgemeinschaft aus dem Landkreis Schwandorf auf Rang fünf (12:10 Punkte) eine ordentliche Saison spielt, hatte die nach dem berufsbedingten Abgang von vier Leistungsträgerinnen mit vielen Jugendspielerinnen besetzte HG in zu wenig Spielen BOL-Format. Das von Nadine Pohl und Christof Heiduk betreute Team ist aber besser als es sich in Rohr/Pavelsbach präsentiert hat und möchte sich im Derby rehabilitieren. „Dazu muss sich der Angriff deutlich steigern. Wir benötigen eine viel bessere Wurfquote und müssen die Ballverluste drastisch reduzieren, damit wir den Gegner nicht wieder zu einem guten Dutzend Kontertore einladen“, so Co-Trainer Heiduk.

Derby hat eigene Gesetze

Mit einer disziplinierten und couragierten Leistung wollen die Gastgeberinnen den Gegner so lange wie möglich ärgern und dann darauf hoffen, dass auch dieses Derby eigene Gesetze hat. Etwas Zählbares wäre nach zehn Niederlagen in Serie Gold wert für die Moral und würde die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben halten. Personell können die Trainer aus dem Vollen schöpfen. Anwurf um 17 Uhr.

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