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Handball

HG-Damen geben Sieg aus der Hand

Ambergerinnen kassieren in Mintraching kurz vor Schluss noch das 16:16. Amberger Herren gewinnen in Buckenhofen mit 30:25.
Von Robert Torunsky

Die Damen der HG Amberg (in Orange) kamen in Mintraching zum einem Punktgewinn. Archivfoto: Andreas Brückmann
Die Damen der HG Amberg (in Orange) kamen in Mintraching zum einem Punktgewinn. Archivfoto: Andreas Brückmann

Amberg.Die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HG Amberg holten ein 16:16 (7:8)-Unentschieden bei der SG Mintraching/Neutraubling II. Vor dem Anpfiff hätten die Vilsstädterinnen das Remis bei der Bayernliga-Reserve, gegen die man das Hinspiel noch 17:21 verloren hatte, wohl unterschrieben. Nach dem Schlusspfiff ärgerte sich Ambergs Trainerin Nadine Pohl über den vergebenen Sieg: „Wir haben die letzten acht Minuten keinen Treffer erzielt. In dieser Stresssituation hat sich niemand gefunden, der erfolgreich Verantwortung übernimmt.“ So kam es, wie es nicht hätte kommen dürfen: Die Gastgeberinnen aus Mintraching erzielten neun Sekunden vor Ultimo das 16:16 und sicherten sich so die schmeichelhafte Punkteteilung.

Die Ambergerinnen präsentierten sich von Beginn an deutlich verbessert gegenüber der ebenfalls unnötigen 15:17-Niederlage in Eckental vor Wochenfrist. „Wir hatten deutlich mehr Zug zum Tor und gefühlt in den ersten 20 Minuten öfter aufs Tor geworfen als im kompletten Spiel gegen Eckental“, lobte Pohl. Allerdings war die Trefferquote, vor allem von den Flügeln, zu schwach. „Vier Tore bei 15 Versuchen, das ist ganz klar zu wenig“, haderte die Übungsleiterin mit der Ausbeute von den Außenpositionen. Die Abwehr vor der erneut starken Keeperin Katharina Bar präsentierte sich gut und so ließ der 7:8-Halbzeitrückstand noch alle Möglichkeiten.

Nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Ambergerinnen noch einmal in der Defensive und auch im Angriff lief es besser. Ein Sonderlob sprach Trainerin Pohl Katharina Frisch aus, die in allen Bereichen überzeugte. Das 16:13 in der 52. Minute war dann die höchste Amberger Führung, doch auch schon das letzte Erfolgserlebnis. „Das ist einfach nur richtig bitter. Uns fehlen jetzt innerhalb einer Woche drei Punkte, mit denen wir in der Tabelle zwei Mannschaften hinter uns gelassen hätten“, konnte sich die HG-Trainerin überhaupt nicht über den Auswärtspunkt freuen.

Den Bezirksoberliga-Handballern der HG Amberg ist am Sonntag ein Traumstart in die Rückrunde geglückt: Beim Tabellennachbarn SV Buckenhofen gewannen die Vilsstädter verdient mit 30:25 (14:14) und machten damit zwei Plätze im Elfer-Feld gut.

Aufstellungen

  • HG-Herren:

    Tor: Raschke, Kien; Feld: Nachtman 8/4, J. Schaller 6, Franz 4, Kistenpfennig, Lulla je 3, Kührlings, Rössle, Zilak je 2 sowie Andersch, Sammet, Turner und Wurm

  • HG-Damen:

    Tor: Bar, Porst; Feld: Thomas 5/3, Lösch, P. Ludwig je 3, Frisch, Mertel je 2, Baltz 1/1 sowie S. Wrosch, Sommer, Karl und Behringer (aro)

Die Gäste aus der Oberpfalz standen nach fünf Niederlagen in Serie ordentlich unter Druck und wollten den Erfolg aus dem Hinspiel unbedingt wiederholen. Nach dem anfänglichen Abtasten (3:3) hatten die Amberger einen Lauf: Die Defensive stand kompakt und im Angriff wurden die Chancen hochprozentig verwertet. Ein Doppelschlag von Rechtsaußen Lucas Kührlings bedeutete die 9:4-Führung der HG nach etwas über 15 Minuten, die sich sogar noch auf 13:7 erhöhte.

„Wir haben die ersten 22 Minuten sehr stark gespielt. Dann kam wohl die Angst vorm Siegen“, stöhnte Betreuer Markus Hartleb über die finalen acht Minuten des ersten Durchgangs. Buckenhofen nutzte alle Amberger Fehler aus und kam so noch zu einem schmeichelhaften 14:14-Unentschieden zur Pause.

HG-Trainer Roman Will forderte in seiner Halbzeitansprache von seinen Jungs, die Nachlässigkeiten in Abwehr und Angriff abzustellen und an das erste Drittel des Spiels anzuknüpfen. Die Worte des Handballlehrers aus Pilsen fruchteten: Amberg setzte sich bis zur 38. Minute wieder auf fünf Tore ab.

„Diesen Vorsprung haben die Jungs dann souverän bis zum Ende gehalten“, lobte Hartleb die Vorstellung der HG Amberg, dem auch das souverän leitende Schiedsrichtergespann Deml/Deml aus Schwandorf gefallen hatte.

Die Amberger haben sich selbst belohnt und durch den Zweier auch den direkten Vergleich gegen Buckenhofen gewonnen. Dadurch verbesserte sich die HG auf den achten Tabellenplatz in der Bezirksoberliga und konnte sich zudem über die Niederlagen der Mitkonkurrenten Forchheim und Obertraubling freuen, fielen Ambergs HG-Coach Will gleich mehrere Steine vom Herzen.

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