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Handball

HG-Herren landen einen Coup

Im Bezirksliga-Spitzenspiel in Eckental setzten sich die Amberger durch. Die Bezirksoberliga-Damen kassieren eine Niederlage.

Ambergs Herrenmannschaft (in orange) holte sich beim Auswärtsspiel in Eckental einen Sieg. Foto: Andreas Brückmann/Archiv
Ambergs Herrenmannschaft (in orange) holte sich beim Auswärtsspiel in Eckental einen Sieg. Foto: Andreas Brückmann/Archiv

Amberg.Die Bezirksliga-Handballer der HG Amberg haben sich am Samstagnachmittag selbst ein vorweihnachtliches Geschenk gemacht und das Spitzenspiel bei der HG Eckental mit 32:24(14:11) gewonnen. Das Duell des Tabellenführers nach Pluspunkten gegen das beste Team nach Minuspunkten war für beide Teams richtungweisend. Amberg hatte nach zwei Spielabsagen in Reihe vier Wochen auf ein Pflichtspiel warten müssen.

HG-Coach Roman Will hatte so allerdings auch deutlich mehr Zeit als sonst, mit seinem jungen Team zu arbeiten. „Die Jungs waren gut vorbereitet und haben die Taktik klasse umgesetzt“, freute sich der Handballlehrer aus Pilsen. Nach der ausgeglichenen Anfangsphase waren es jedoch zunächst die Gastgeber aus Mittelfranken, die sich nach 13 Minuten auf 8:6 absetzen konnten. Ein Doppelschlag von Youngster Alexander Franz bedeutete aber das erneute Unentschieden. Nur wenig später konnte die HG in Führung gehen und diese auf den 14:11-Pausenstand erhöhen.

Nach dem Seitenwechsel lieferten die Vilsstädter eine ganz starke Vorstellung ab. Will sah eine „gute Torhüterleistung, eine harte, aber faire Abwehr und endlich auch im Angriff ein ruhiges, diszipliniertes Spiel“. Durch das nahezu optimale Gesamtpaket konnten die Oberpfälzer ihren Vorsprung kontinuierlich ausbauen und am Ende einen in dieser Höhe nie erwarteten 32:24-Auswärtserfolg feiern. Neben den Goalgettern Marek Nachtman und David Zilak ragte Kreisläufer Philipp Lulla aus dem Kollektiv heraus. Auch Abwehrchef Sean Turner belohnte sich kurz vor Ultimo noch mit zwei Treffern.

Coach Will ist sehr zufrieden

Trainer Will war nicht nur mit dem Spiel, sondern überhaupt mit der Entwicklung seines Teams zufrieden: „Wir haben wieder einen wichtigen Schritt gemacht.“ Durch den Sieg festigten die Amberger den zweiten Platz und haben mit zwei Erfolgen in den Nachholspielen gegen Röthenbach und Winkelhaid sogar die Chance, die alleinige Tabellenführung zu übernehmen. Vorbehaltlich der Neuansetzung dieser Spiele geht es nach der ausgedehnten Weihnachts- und Weltmeisterschaftspause am 27. Januar mit dem Auswärtsspiel in Buckenhofen weiter.

Aufstellungen der HG Amberg

  • Herren:

    Tor: Wismeth, Raschke, Feld: Nachtman 10/6, Zilak 7, Lulla 5, Franz, Kührlings je 3, Turner 2, Andersch, Rössle je 1 sowie Kistenpfennig, Schatz, J. Schaller und Sammet.

  • Damen:

    Tor: Porst, Feld: Beer 5, Schaller 5/2, Selina Wrosch 3/2, Pohl, Lösch, Leonie Wrosch je 2, Karl 1 sowie H. Ludwig, Klisa und Grasmik.

Die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HG Amberg unterlagen derweil am Samstag bei der HG Eckental mit 20:24 (10:12). Die Vorzeichen für das letzte Spiel des Jahres 2018 standen nicht gut. Gleich sieben Spielerinnen fehlten im Aufgebot, darunter alle drei Spielerinnen für die rechte Rückraumposition. So kam es, dass Trainerin Nadine Pohl nach rund 1,5 Jahren Handballpause selbst die Schuhe schnürte und ihr Team auf dem Parkett unterstützte.

Trotz der fehlenden Spielerinnen präsentierten sich die Ambergerinnen gegenüber der letzten Partie in Oberviechtach stark verbessert. Nach einem anfänglichen 3:8-Rückstand kämpften sich die Gäste zurück in die Partie und lagen kurz vor der Pause nur noch mit einem Tor im Hintertreffen. Drei Sekunden vor der Pausensirene konnte der Aufsteiger aus Mittelfranken aber noch auf die 12:10-Pausenführung erhöhen.

Noch ist nichts verloren

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Schlusslicht aus Amberg dran. In der 49. Minute hieß es 18:17 aus Eckentaler Sicht. Die Vilsstädterinnen schienen an den ersten Auswärtspunkten zu schnuppern. Doch nun brach das junge Team ein, da im Angriff die disziplinierte Vorstellung der ersten 50 Minuten beendet und zu hektisch agiert wurde. Dazu war auch das Zeitstrafenverhältnis nicht nach dem Geschmack der Spielertrainerin. „Wir mussten zu oft in Unterzahl spielen, einige Zeitstrafen waren absolut unberechtigt“, haderte Pohl mit dem Ungleichgewicht bei den Hinausstellungen. Eckental konnte sich so einen 24:20-Erfolg sichern und den Abstand zu den Abstiegsplätzen verringern.

Die rote Laterne des BOL-Schlusslichts hängt zu Weihnachten, doch die Lage ist nicht aussichtslos: Sowohl die SG Rohr/Pavelsbach und der FC Neunburg vorm Wald haben nur je einen Zähler Vorsprung auf die Vilsstädterinnen. Die in Eckental gezeigten Ansätze machen jedenfalls Mut. (aro)

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