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Handball

HG-Herren unter Erfolgsdruck

Beim Schlusslicht zählt für die Amberger nur ein Sieg. HG-Damen sind in Regensburg Außenseiter.
Von Robert Torunsky

Die Herren der HG Amberg (in Orange) – hier gegen den SV Buckenhofen II – stehen unter Erfolsdruck. Foto: Andreas Brückmann
Die Herren der HG Amberg (in Orange) – hier gegen den SV Buckenhofen II – stehen unter Erfolsdruck. Foto: Andreas Brückmann

Amberg.Am vergangenen Wochenende sollte eigentlich ein Doppeleinsatz der HG Amberg die Tabelle der Handball-Bezirksliga West begradigen, doch das Auswärtsspiel beim TSV Röthenbach wurde von den Gastgebern zum dritten Mal kurzfristig abgesagt. Ob und wann die Partie nachgeholt wird, steht noch nicht fest.

Der 30:13-Heimerfolg über die Mittelfranken am Samstag schob die Vilsstädter auf den dritten Rang vor, die mit sechs Punkten aus den – das Spiel in Röthenbach einmal mitgerechnet – verbliebenen drei Saisonspielen den Relegationsplatz aus eigener Kraft erreichen können.

Amberger Teams

  • HG-Herren:

    Tor: Wismeth, Raschke; Feld: Nachtman, Zilak, Maiwald, J. Schaller, Schatz, Franz, Andersch, Kührlings, Rössle, Turner, Sammet und Lulla

  • HG-Damen:

    Tor: Porst, H. Ludwig; Feld: Lösch, Beer, Engelbrecht, Maget, Behringer, Selina Wrosch, Grasmik, P. Ludwig, Baltz, Schaller, Karl und Kardos

Spitzenreiter Buckenhofen gewann überraschend deutlich mit 30:15 gegen Verfolger Eckental und hat damit weiterhin die allerbesten Karten im Titelrennen und den direkten Aufstiegsplatz in die Bezirksoberliga. Den Ambergern bleibt nichts anderes übrig, als auf einen Ausrutscher der „Buckis“ zu hoffen und gleichzeitig selbst die Hausaufgaben zu erledigen.

Am Samstag steht das Auswärtsspiel bei Schlusslicht TSV Winkelhaid an: Der BOL-Absteiger aus dem Nachbarlandkreis Nürnberger Land hatte die komplette Runde mit Personalsorgen zu kämpfen und deshalb nur einen Sieg eingefahren. Beim HC Forchheim II schnupperte der TSV aber vor Wochenfrist an einem Punktgewinn, musste sich aber durch einen Treffer dreizehn Sekunden vor Ultimo unglücklich mit 25:26 geschlagen geben.

Die Gastgeber dürfen also keinesfalls unterschätzt werden. Mit Karl Rettenbacher und Dieter Göttlich stehen Akteure mit höherklassiger Erfahrung im Kader der Winkelhaider, die auch mit einer vier vor dem Komma noch gut Handball spielen können.

Deutliche Vorteile

Die Amberger haben den breiteren Kader sowie deutliche Schnelligkeitsvorteile, und diese Vorzüge will das Team von Trainer Roman Will in der Sportparkhalle in die Waagschale werfen. Mit Punktverlusten der Konkurrenz ist an diesem Spieltag nicht zu rechnen, deswegen sollte es noch leichter fallen, sich auf das eigene Spiel zu konzentrieren. Anwurf ist um 17 Uhr.

Die HG-Damen sind in Regensburg gefordert. Foto: Brückmann
Die HG-Damen sind in Regensburg gefordert. Foto: Brückmann

Am vergangenen Wochenende haben die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HG Amberg ihre monatelange Durststrecke beendet und mit dem 23:21-Erfolg im Kellerduell gegen den FC Neunburg vorm Wald den „Niederlagen-Bock“ umgestoßen. Durch den Erfolg konnten die Vilsstädterinnen mit den Pfalzgrafenstädterinnen die Plätze tauschen, doch der FC hat zwei Partien weniger ausgetragen als die HG. Die Chancen auf den Klassenerhalt in der höchsten Spielklasse des Bezirks Ostbayern sind etwas gestiegen, aber viel wichtiger ist die Entwicklung der jungen Mannschaft.

Gegen die SG Regensburg möchte sich die HG wesentlich besser als im Hinspiel präsentieren: Bei ersten Kräftemessen im November in eigener Halle waren die Ambergerinnen chancenlos und unterlagen mit 11:29. Damals waren die Regensburgerinnen noch im Aufstiegsrennen dabei, mittlerweile beträgt der Rückstand auf das Spitzenduo Nabburg/Schwarzenfeld und Forchheim sechs beziehungsweise fünf Zähler.

Klarer Favorit ist Regensburg

Die Mannschaft von Trainer Ben Heiligtag ist trotz etwas absteigender Formkurve zuletzt natürlich trotzdem noch haushoher Favorit. Deshalb kann die HG couragiert auftreten und versuchen, die eigentlich nicht vorhandene Chance zu nutzen. Das Trainerduo Nadine Pohl/Christof Heiduk hofft, dass sich ihr Team nicht so abkochen lässt wie im Hinspiel und sich die positive Entwicklung der vergangenen Wochen sich in einem achtbaren Ergebnis niederschlägt.

Unmöglich ist auch etwas Zählbares nicht, denn die Ambergerinnen haben zuletzt schon bei der knappen Niederlage gegen Spitzenreiter Forchheim, der seinerseits Regensburg kürzlich klar dominierte, unter Beweis gestellt, dass sie an einem guten Tag deutlich besser sein können, als Tabellenplatz und Punktausbeute es vermuten lassen. Anwurf ist um 16.30 Uhr.

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