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Handball

HG macht sich selbst ein Geschenk

Amberg gelingt in Oberviechtach der erste Saisonsieg.
von Robert Torunsky

Die HG stand gut, auch wenn es hier Siebenmeter gab.Foto: Uschold
Die HG stand gut, auch wenn es hier Siebenmeter gab.Foto: Uschold

Amberg.Die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HG Amberg machten sich – zumindest aus sportlicher Sicht – selbst das schönste Weihnachtsgeschenk. Die Vilsstädterinnen gewannen mit 18:17 (10:8) beim HV Oberviechtach und sicherten sich so den ersten Saisonsieg. Erstmalig hatte die HG dabei das Matchglück auf ihrer Seite, denn Torhüterin Laura Porst sicherte den Zweier mit einem parierten Strafwurf drei Sekunden vor der Schlusssirene.

Die Ambergerinnen hatten sich beim 27:27-Unentschieden gegen den HC Weiden Selbstvertrauen geholt. In der Abwehr präsentierte sich die Mannschaft von Trainerin Nadine Pohl allerdings enorm verbessert. „Die Deckung stand deutlich stabiler, die Mädels haben miteinander gekämpft und gut ausgeholfen“, freute sich die Übungsleiterin über die signifikante Steigerung. Stark bemerkbar machte sich dabei das Debüt der Leihgabe aus München, Katharina Frisch, der Pohl in ihrem Saisondebüt für die HG eine starke Leistung attestierte. Nach dem 5:5-Zwischenstand sah die Amberger Trainerin ihre Team als „die deutlich bessere Mannschaft“. Amberg habe es – auch durch die wieder einmal stark ausbaufähige Quote vom Siebenmeterpunkt – aber verpasst, „den Deckel draufzumachen“. Zur Pause führten die Ambergerinnen mit 10:8.

Nach dem Seitenwechsel trafen die Spielerinnen nach dem Geschmack Pohls einige falsche Entscheidungen und machten zu viele technische Fehler. Zahlreiche Zeitstrafen auf beiden Seiten störten den Spielfluss ebenfalls. Die starke Abwehrleistung sorgte aber dafür, dass nach einem Treffer von Romina Sommer die HG sieben Minuten vor Ultimo mit drei Toren in Front lag. Zwei vergebene Strafwürfe und weitere nicht genutzte Chancen sorgten aber dafür, dass „wir beinahe noch alles weggeschmissen hätten“, stöhnte Pohl über die mangelnde Abgeklärtheit ihrer jungen Mannschaft. Doch Torhüterin Porst sorgte für den kollektiven Jubel, als sie den Strafwurf der Oberviechtacherin Marie Streit, die zuvor sechs alle Siebenmeter verwandelt hatte, hielt. „Wir haben uns es heute selbst unnötig schwer gemacht, aber ich bin sehr froh, dass sich die Mannschaft endlich einmal für die starke kämpferische Leistung belohnt hat“, lobte Nadine Pohl ihr Team.

Trotz des Sieges im vorgezogenen Rückrundenauftakt bleiben die Ambergerinnen Schlusslicht, haben den Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen aber deutlich verkürzt. Die direkten Konkurrentinnen empfängt das Team alle noch in eigener Halle.

HG Amberg: Tor: Porst, Bar; Feld: Schaller 5/1, Lösch, Sommer je 4, Thomas 3/3, Kardos, P. Ludwig je 1 sowie Frisch, Karl, Behringer, Grasmik, Baltz und Mertel. (aro)

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