MyMz

Handball

HG-Strafwurf-Schwäche rächt sich

Die HG-Damen unterliegen in Altdorf: Die Moral stimmt, die Wurfquote nicht. Die Herren dürfen weiter vom Aufstieg träumen.
Die HG-Damen unterliegen in Altdorf: Die Moral stimmt, die Wurfquote nicht. Die Herren dürfen weiter vom Aufstieg träumen.

Auch im Rückspiel erfolglos: Die HG-Damen unterliegen beim TV 1881 Altdorf. Foto: Andreas Brückmann/Archiv
Auch im Rückspiel erfolglos: Die HG-Damen unterliegen beim TV 1881 Altdorf. Foto: Andreas Brückmann/Archiv

Amberg.Neues Spiel, altes Lied: Die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HG Amberg treffen zu wenige Strafwürfe und berauben sich damit die Chance auf Zähler. So war es auch beim TV Altdorf, als bei der 16:22(6:12)-Auswärtsniederlage die Differenz zum Gegner exakt der Anzahl der vergebenen Siebenmeter entsprach.

Zu Beginn der Partie stellten die Vilsstädterinnen eine gute Deckung, doch die von Co-Trainer Christof Heiduk ausgemachte „miserable Wurfquote“ in der Offensive sorgte dafür, dass die HG nach zwölf Minuten nur mit 3:2 in Front lag. Kurze Zeit später gelangen der überragenden Spielerin der Partie, Altdorfs Sabrina Sturm, vier Treffer in Serie zum 7:3. Da die Ambergerinnen, die unter anderen auf ihre zweitbeste Torschützin Christina Beer und Youngster Martina Kardos verzichten mussten und sich im Angriff nicht steigerte, lagen sie zur Pause mit 6:12 im Hintertreffen. Nach dem Seitenwechsel traten die Oberpfälzerinnen wesentlich entschlossener auf. „Einstellung, Körpersprache und Moral“, waren, laut Heiduk, nun da und die Ambergerinnen konnten bis auf zwei Tore (14:16/50.) aufschließen.

Es wäre sogar noch mehr drin gewesen, doch in dieser Phase machte die HG die Big Points nicht. In der Schlussphase versuchten die Gäste viel, doch Altdorf nutzte routiniert die sich bietenden Räume in der nun offensiver agierenden HG-Deckung. Erneut war es die elffache Torschützin Sturm, die mit ihren Treffern in dieser Phase die Amberger Hoffnungen im Keim erstickte. So gewannen die Mittelfränkinnen am Ende verdient mit 22:16. Christof Heiduk, dessen Trainerkollegin Nadine Pohl erneut im Feld auflief, bilanzierte ernüchtert: „Die Moral hat in der zweiten Hälfte gepasst, aber unsere Wurfquote vom Siebenmeterpunkt und auch aus dem Feld war insgesamt zu schwach. Wenn du so wenig Tore wirfst, dann ist es schwer, ein Spiel zu gewinnen.“

Erholte Herren gewinnen

Nach einem spielfreien Wochenende präsentierten sich hingegen die Bezirksliga-Handballer der HG Amberg bestens erholt von der genauso unnötigen wie knappen Derbyniederlage gegen die SG Auerbach/Pegnitz II. Bei der TS Herzogenaurach II gewann die Mannschaft von Trainer Roman Will souverän mit 27:20(12:9) und wahrte damit die zweitbeste Ausgangsposition im engen Titelrennen. Die Amberger mussten bei der heiklen Auswärtsaufgabe mit Youngster Julian Schaller auf ihren treffsichersten Akteur der vergangenen Wochen verzichten, was sich besonders im torarmen ersten Durchgang deutlich bemerkbar machte. Glücklicherweise hatte David Zilak seine Handverletzung auskuriert, ihm gelangen drei der ersten fünf Amberger Treffer zu 5:2-Führung nach etwas über zehn Minuten.

Obwohl es in der Offensive nicht rund lief, sorgten die höhere individuelle Qualität und eine ordentliche Abwehrleistung zunächst für die Verwaltung des Vorsprungs. Eine schwache Phase zwischen der 22. und 28. Minute, in der Herzogenaurach durch drei Treffer in Serie auf 9:10 verkürzen konnte, zwang Coach Will zu einer Auszeit. Die Maßnahme hatte Erfolg: Ein Doppelschlag von Zilak in den letzten 35 Sekunden des ersten Durchgangs bedeutete wieder einen Drei-Tore-Vorsprung der Oberpfälzer zur Halbzeit.

Starke HG-Deckung

Nach Wiederanpfiff hatte die Deckung ihre stärkste Zeit und hielt TS-Toptorschütze Schneider über das gesamte Spiel bei null Treffern. Auch im Angriff wurden nun die Möglichkeiten deutlich konsequenter genutzt. Die HG zeigte ihre Ausgeglichenheit und einen schön angelegten Teamhandball: Die acht Treffer zur vorentscheidenden 20:13-Führung nach 41 Minuten wurden von sieben verschiedenen Spielern erzielt.

An den Kräfteverhältnissen sollte sich bis zum Schlusspfiff nichts ändern und Amberg gewann mit 27:20. Coach Roman Will war zufrieden mit der Leistung, die aber in den verbliebenen vier Saisonspielen gehalten und idealerweise noch gesteigert werden muss. Der Sprung auf Platz eins liegt nicht mehr in der eigenen Hand, aber die HG würde sich nur allzu gerne Relegationsplatz zwei holen. Dafür müssen aber alle Partien gewonnen werden, speziell auch am Doppelspieltag am Wochenende gegen Röthenbach, der die Tabelle dann nicht nur gerade zieht, sondern auch viel Aussagekraft für das Saisonfinale hat. (aro)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht