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Eishockey

Lions bauen ihre Serie aus

Der ERSC Amberg ist durch die beiden Erfolge gegen Trostberg und Bad Aibling nun seit zehn Spielen ungeschlagen.

Der ERSC Amberg hatte beim EHC Bad Aibling das bessere Ende für sich. Foto: Brückmann
Der ERSC Amberg hatte beim EHC Bad Aibling das bessere Ende für sich. Foto: Brückmann

Amberg.Mit sechs Punkten im Gepäck kommt der ERSC Amberg von seinem Wochenend-Trip aus Oberbayern zurück. Trotz personeller Ausfälle baute die Salinger-Truppe ihre Serie auf zehn Siege am Stück aus – am Ende dann aber „auf der letzten Rille“.

Eine relativ klare Angelegenheit war der Auftritt bei den Chiefs in Trostberg. Das klare 8:3 verschweigt etwas, dass die Löwen zwei Drittel lang ihre Probleme mit dem lauffreudigen Gegner und den äußeren Umständen im Freieis-Stadion hatten. Coach Dirk Salinger musste auf Matti Swadzba, Christoph Schönberger, Bernhard Keil und Peter Hendrikson verzichten und konnte so keine Formation in gewohnter Besetzung aufbieten.

In einem eher ereignisarmen Anfangsdrittel egalisierte Vaclav Benak kurz vor der Pause die Chiefs-Führung (Lukas Feldner). Im Mittelabschnitt zahlten sich die spieltechnischen Vorteile der Wild Lions langsam aus. Sebastian Aukofer und Daniel Vlach schossen eine erstmalige Führung heraus, die auch durch den Anschlusstreffer von Alex Lipp nicht mehr in Gefahr geraten sollte. US-Boy Dax Deadrick im Chiefs-Tor und sein Gegenüber Oli Engmann waren bis dato die besten Akteure, im Schlussdrittel dominierte aber einzig die Amberger Offensive.

Es brannte mehrfach lichterloh vor dem Gehäuse der Gastgeber, die dann in beinahe regelmäßigen Abständen sehenswerte Gegentreffer des ERSC kassierten. Abermals Aukofer und Vlach, sowie der „dreifache“ Felix Köbele machten das Resultat auf Amberger Seite komplett, der dritte Torerfolg für die Gastgeber durch Wayne Grapentine interessierte nur die Statistik.

Zwei Spiele in 24 Stunden

Wesentlich schwieriger wurde die Aufgabe für den ERSC tags darauf in Bad Aibling. Die Aibdogs hatten kurzfristig Verstärkung durch den Rosenheimer Florian Fischer und Stürmer Jan Lukats erhalten. Bei den Löwen konnte lediglich Swadzba nachnominiert werden, dafür verabschiedete sich Andreas Hampl mit einer Knieverletzung schon im 1. Drittel.

Keine Entlastung also für den knappen Kader, in dem vor allem die nur vier Verteidiger binnen 24 Stunden an die Grenzen gehen mussten. Dass der nächste Sieg der Löwen am Ende noch in Gefahr geraten konnte, danach hatte es lange Zeit nicht ausgesehen. Die von Coach Heinz Zerres vor allem physisch gut vorbereiteten Aibdogs schossen zwar bei jeder sich nur ansatzweise bietenden Gelegenheit, aber Amberg war einfach effektiver. Dan Heilman und Köbele sorgten für eine scheinbar beruhigende Führung, die im Mittelabschnitt durch Aukofer und Felix Söllner auf 4:0 ausgebaut wurde.

Auch den ersten Torerfolg der Gastgeber durch Johannes Seidl konnte Dominik Schopper mit dem 1:5 beantworten. Aber das Resultat täuschte, denn nur das Stellungsspiel und die Paraden von Luca Feitl im Amberger Tor verhinderten bis dahin einen wesentlich engeren Spielstand.

„Im Schlussabschnitt kamen wir buchstäblich auf der letzten Rille daher“, bekannte Löwen-Coach Dirk Salinger nach dem Spiel. Nachlassende Kräfte beim ERSC und das frühe 2:5 der Aibdogs nach nur 35 Sekunden ließen nichts Gutes erahnen. Der dritte Treffer der Gastgeber nur kurz darauf machte die Partie vollends spannend. Amberg stand nun gewaltig unter Druck.

Kompliment an das Team

Bei den durchaus vorhandenen Gegenangriffen der Löwen fehlte nun das Feuer und die Partie drohte zu kippen. Enorm wichtig daher das 3:6 durch Daniel Vlach bei einem ERSC-Powerplay. Ein neuerlicher Anschlusstreffer der Aibdogs war dann aber auch der Schlusspunkt. EHC-Coach Heinz Zerres zeigte sich danach zwar mit der Leistung seines Teams, nicht aber mit dem Ergebnis zufrieden: „Wir waren auf Augenhöhe mit Amberg, darauf können wir aufbauen. Der Schlüssel zum Sieg heute war die Chancenverwertung“. ERSC-Coach Dirk Salinger zog dagegen den Hut vor seiner Mannschaft: „Ein ganz großes Kompliment an das Team. Vor allem die Abwehr musste ein enormes Pensum gehen. Deswegen fehlte heute ab und an die Konzentration. Ich bin aber happy und wir befinden uns wirklich auf einem sehr guten Weg“. (apg)

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Blick in die Tabelle

  • Verfolger:

    Der ERSC Amberg ist Tabellenführer ESC Haßfurt dicht auf den Fersen. Die Löwen haben aktuell nur einen Punkt weniger auf dem Konto, dafür aber auch drei Spiele weniger bislang in dieser Landesliga-Saison absolviert.

  • Ausblick:

    Am Freitagabend um 20 Uhr empfängt der ERSC den ESV Vilshofen. Die Niederbayern stehen aktuell auf dem siebten Tabellenplatz.

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