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Eishockey

Löwen sind selbst am Drücker

Die Amberger empfangen heute Abend zum Abschluss der Hinserie in der Bayernliga-Verzahnungsrunde den ESC Haßfurt.
Von Günter Passler

Der ERSC Amberg (hier in dunklen Trikots gegen Schongau) will die Hinrunde mit einem Sieg abschließen. Foto: Andreas Brückmann
Der ERSC Amberg (hier in dunklen Trikots gegen Schongau) will die Hinrunde mit einem Sieg abschließen. Foto: Andreas Brückmann

Amberg.Vor dem letzten Spieltag der Hinrunde in der Bayernliga-Verzahnung liegt der ERSC Amberg noch gut im Rennen, nur einen Zähler hinter dem dritten Rang. Am Freitag um 20 Uhr, erwarten die Löwen den ESC Haßfurt und wollen diese Partie unbedingt gewinnen – unabhängig von möglichen Verbandswertungen.

Durch den Einsatz von vier transferkartenpflichtigen Spielern (TK-Spieler) verstoßen die Hawks bisher wissentlich gegen Durchführungsbestimmungen des Verbandes (BEV), die nur zwei TK-Spieler genehmigen, wobei Haßfurt da eine andere Auffassung vertritt. Dementsprechend wurden alle Begegnungen, in denen mehr als zwei TK-Spieler eingesetzt wurden, mit 3 Punkten und 5:0 Toren für die Gegner der Franken gewertet – es sei denn, die Konkurrenten gewinnen auf dem Eis ohnehin höher als 5:0, wie zum Beispiel Geretsried (8:1). Haßfurt steht mit seinem Ansinnen nun alleine da, weil auch Burgau in der Parallelgruppe – nach anfänglich sechs (!) TK-Spielern – in der Zwischenzeit auf zwei umgestellt hat.

Haßfurt riskiert wohl Wertung

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Haßfurt auch nach Amberg mit geballter Offensivkraft und seinem osteuropäischen Topscorerquartett – Sramek, Trübenekr, Babkovic und Hora – anreist und dabei erneut eine Wertung gegen sich in Kauf nimmt.

Nichtsdestotrotz brauchen die Amberger Wild Lions diese Punkte und am liebsten natürlich durch einen Sieg auf dem Eis. Hier müssen die Jungs von Trainer Dirk Salinger auch mental voll konzentriert sein, denn ein mögliches „Problem“ hat kürzlich Vilshofens Spielertrainer Vladimir Gomov angesprochen, der mit seinem Team bei den Hawks auf dem Eis ziemliche Prügel bezog: „Die Jungs wissen, dass es gewertet wird. Das ist so!“, räumte der Wölfe-Coach ein, dass der eine oder andere Spieler einen solchen Gedanken im Hinterkopf tragen könnte. Beim 2:12 in Haßfurt waren die Vilshofener aber ohnehin auf verlorenem Posten.

Personelle Entspannung

Um alle Eventualitäten auszuschließen, strebt der ERSC einen sportlichen Erfolg an. Die Aussichten dazu sind im Vorfeld nicht schlecht. Schon in der Landesliga-Hauptrunde lieferte man sich mit den Hawks fast bis zum Ende ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Gruppensieg, gewann jedes Team im direkten Vergleich jeweils sein Heimspiel. Am Ende ließ Haßfurt nach und wurde sogar noch von Pfaffenhofen überholt.

Personell hat Salinger die Auswahl. Denn Andreas Hampl hat seine Sperre abgesessen und der zuletzt angeschlagene Bernhard Keil konnte bereits in Kempten wieder durchspielen. Ob Daniel Vlach wieder mitwirken kann oder eventuell Boris Flamik nochmals aushelfen müsste, entschied sich erst am Donnerstag nach dem Abschlusstraining. (apg)

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