MyMz

Tennis

Meister verzichtet auf 2. Liga

Für die erfolgreiche Damen-Mannschaft des TC Amberg am Schanzl beginnt bald die neue Saison – allerdings in der Landesliga.

Holten vergangene Saison überraschend den Titel: Das Regionalliga-Meisterteam des TC Amberg am Schanzl mit Petr Strobl Foto: Karl Stegmann
Holten vergangene Saison überraschend den Titel: Das Regionalliga-Meisterteam des TC Amberg am Schanzl mit Petr Strobl Foto: Karl Stegmann

Amberg.In wenigen Wochen startet die Regionalliga Südost in die Tennis-Saison 2019, das Damenteam des TC Amberg am Schanzl wird man darin allerdings vergeblich suchen.

Die Meisterschaft 2018 bedeutete für die Tennis-Damen zwar die Krönung einer erfolgreichen Saison mit dem Anrecht des Aufstiegs in die zweite Bundesliga, aber gleichzeitig war es auch das Ende einer fünfjährigen Erfolgsstory.

Drei Spielerinnen begleiteten den Höhenflug von Anfang bis Ende: Lena Ruppert, stets die Nummer eins, Steffi Zinkl-Ostermann als Mannschaftsführerin und Mira Stegmann, die kein einziges Match versäumte.

Es begann 2014, als Chefcoach Petr Strobl eine junge Truppe einheimischer Gewächse um sich scharen konnte: Mira Stegmann war damals 13 Jahre alt, Lena Ruppert 16, Paula Luber, Lara Martin und Nona Ruppert zählten 18 Lenze. Zusammen mit den erfahrenen Damen Carolin Habich, Manuela Materak und Steffi Zinkl erkämpften die Mädels sich den Aufstieg in die Bayernliga.

Das Team wurde 2015 ergänzt. Es kamen Carolina Falge, die deutsche Ranglistenspielerin Stephanie Wagner und die Grande Dame der Amberger Tennisszene, Katerina Siskova (41). „Eine perfekte Saison“ attestierte Trainer Strobl, als am Ende die Meisterschaft unter Dach und Fach war. Die Mannschaft stand ohne Punktverlust vor dem 1. FC Nürnberg, Lena Ruppert blieb mit sieben Siegen sogar ungeschlagen.

Abenteuer Regionalliga

„Regionalliga is calling“, mit dieser Euphorie des Aufstiegs starteten die Frauen 2016 in das Abenteuer Regionalliga Südost. Mit Anita Husaric stieß eine wertvolle Unterstützung mit internationaler Erfahrung dazu.

Das Ziel Klassenerhalt fasste folgendes Team ins Auge: Lena Ruppert (18), Anita Husaric (22), Stephanie Wagner (22), Katerina Siskova (42), Mira Stegmann (15), Nona Ruppert (20) und Steffi Zinkl (26). Drei Siege waren erforderlich. Der erste Erfolg gelang im spannungsgeladenen Oberpfalzderby gegen Grün-Rot Weiden mit 6:3. Mit dem 5:4 gegen den 1. FC Nürnberg und dem 6:3 in Straubing war das Soll erfüllt.

Wie vorauszusehen war, sollte 2017 die schwierigste Saison werden. Wagner wechselte nach Berlin, Nona Ruppert verletzte sich und Lena Ruppert fiel anfangs wegen ihres USA-Aufenthaltes aus. Erst ein Sieg war verbucht, als auch noch die eingeplanten Punkte gegen den Mitabstiegskandidaten CaM Nürnberg kampflos verloren gingen. Grund war ein unverschuldetes fünfminütige Zuspätkommen von Lena Ruppert. Die Nürnbergerinnen begnügten sich nicht einmal mit einem Protest – sie packten die Rackets erst gar nicht aus, denn eine 9:0-Wertung war ihnen sicher. Im letzten Spiel gegen Luitpoldpark München II warfen die Schanzlerinnen allerdings nochmals alles in die Waagschale und konnten mit einem deutlichen 7:2 dem Abstieg knapp entrinnen.

Verstärkt mit der aus der Bundesligazeit bekannten Martina Borecka und mit Karolina Vlachova aus Tschechien wollte man 2018 den Abstiegssog rechtzeitig vermeiden. Grundlage dazu waren gleich die überraschenden Siege gegen den Meisteraspiranten Schwaben Augsburg mit 6:3 und das 6:3 beim heimstarken TC WB Würzburg.

Überragendes Satzverhältnis

Die folgende Heimniederlage gegen das Tschechen-Team aus Manching (3:6) war einkalkuliert. In ihrer Fitness bestens betreut durch den Physiotherapeuten Oliver Reiff wuchsen die Vils-städterinnen in den restlichen Begegnungen förmlich über sich hinaus. Sie gewannen gegen CaM Nürnberg, Luitpoldpark II und TC Ismaning jeweils hoch mit 8:1. Damit katapultierten sie sich an die Tabellenspitze und erreichten zusammen mit Augsburg und Manching die Punktgleichheit von 10:2. Aber mit dem überragenden Satzverhältnis von 39:15 – gegenüber 37:17 der beiden Konkurrenten – holte der TC Amberg am Schanzl wieder einmal eine Meisterschaft an die Vils.

Mit dem Aufstiegsrecht zur 2. Bundesliga krönten Ambergs Damen fünf Jahre Trainingsarbeit und Trainingsfleiß mit ihrem Coach Petr Strobl. Mit dem Verzicht fällt der Aufstieg dem MBB Manching zu – Adieu Regionalliga für die Damen am Schanzl.

Ein neues Team mit neuen Gesichtern eröffnet die Saison 2019 nun in der Landesliga.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht