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Miserable Wurfquote der HG-Herren

Amberger unterliegen Altdorf. Auch die Damen halten mit dem Spitzenreiter nur eine Halbzeit lang auf Augenhöhe mit.
von Robert Torunsky

Mit 19:28 mussten sich die Damen der HG Amberg (in Orange) dem Tabellenführer HSG Nabburg/Schwarzenfeld geschlagen geben.  Foto: Andreas Brückmann
Mit 19:28 mussten sich die Damen der HG Amberg (in Orange) dem Tabellenführer HSG Nabburg/Schwarzenfeld geschlagen geben. Foto: Andreas Brückmann

Amberg.„Die Qualität der Würfe entscheidet über Sieg oder Niederlage“ lautet eine alte Handballer-Binsenweisheit, die sich am Samstag wieder einmal bewahrheitete: Die Herren der HG Amberg leisteten sich im Duell mit dem TV Altdorf deutlich zu viele Abschlüsse ohne Torerfolg und verloren mit 30:35 (12:14).

Vor dem Anpfiff hatten sich die Vilsstädter durchaus Hoffnungen auf den dritten Heimsieg der Saison gemacht, denn im Hinspiel hatte die HG bei der 31:34-Niederlage gut mitgehalten und im weiteren Saisonverlauf die Defensive stabilisieren können. Beim Zielwasser hatten die Schützlinge von Trainer Roman Will aber danebengegriffen, denn allein in den ersten zwölf Minuten hatte sich das Heimteam bereits schier unglaubliche 14 Fehlwürfe erlaubt. Altdorf machte das deutlich besser und zog nach dem 4:4-Zwischenstand auf 9:6 davon.

Amberg konnte sich im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs zwar mehrmals bis auf ein Tor herankämpfen, die von Betreuer Markus Hartleb als „miserabel“ bezeichnete Wurfquote verhinderte aber immer wieder den psychologisch wichtigen Ausgleichstreffer. Zur Pause führte Altdorf mit 14:12 und die Zuschauer in der GMG-Dreifachturnhalle hatten das Gefühl, dass mit einer Neujustierung der Visiere nach dem Seitenwechsel für ihre Farben noch alles drin sei.

HG-Deckung nicht auf Ballhöhe

Die Amberger konnten jedoch auch nach dem Seitenwechsel die Vorgaben von Coach Will zu selten umsetzen. Die Trefferquote erhöhte sich zwar leicht, aber die HG-Deckung war an diesem Abend auch nicht auf Ballhöhe. In der 42. Minute waren die Mittelfranken auf sechs Tore enteilt – und dieser Zwischenspurt sollte sich rückblickend als vorentscheidend erweisen. Der TV schaffte es, die Amberger auf Abstand zu halten, und der Tabellenvierte gewann am Ende verdient mit 35:30. „Altdorf war heute gnadenlos effektiv und hat gezeigt, warum man zu den besten Mannschaften der Bezirksoberliga zählt“, kannte Hartleb die Leistung des Gegners an. „Mit 35 Fehlwürfen und zwölf technischen Fehlern kannst du im Höchstfall mit einer guten Abwehr gewinnen, aber die hatten wir heute auch nicht“, lautete Trainer Roman Wills enttäuschtes Fazit. Die beste Nachricht des letztlich gebrauchten Tages war dann noch, dass Obertraubling durch die Niederlage in Erlangen-Bruck den Rückstand auf die Amberger nicht verkürzen konnte.

Eine Hälfte lang konnten die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HG Amberg mit der HSG Nabburg/ Schwarzenfeld gut mithalten, nach dem Seitenwechsel legte der Tabellenführer aber eine Schippe drauf und entschied letztlich das Derby mit 28:19 (13:12) klar für sich.

Das junge Amberger Team spielte von Beginn an frech auf und ein Doppelpack von Jessi Thomas bedeutete die 5:4-Führung in der 0. Spielminute. Auch im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs hielten die Vilsstädterinnen gut mit dem Favoriten mit. Trainer Christof Heiduk, der Nadine Pohl (Urlaub) an der Seitenauslinie vertrat, lobte die Mannschaft für ihre couragierte Vorstellung: „Man hat nicht gemerkt, dass hier der Letzte gegen den Ersten spielt. Nabburg/Schwarzenfeld hatte zwar einige Holztreffer, aber wir haben auch genügend gute Möglichkeiten vergeben.“ Der 12:13-Halbzeitrückstand ließ das Schlusslicht von einem Überraschungscoup hoffen, der die geringen Chancen auf den Klassenerhalt signifikant erhöht hätte.

Spitzenreiter zieht davon

Die Gäste stellten nach Wiederanpfiff auf eine 5:1-Abwehrformation um und machten damit den Ambergerinnen das Leben schwer. Nun lief bei der HG nicht mehr viel zusammen. „Die Mädels konnten die Tipps, wie man gegen diese Deckung spielt, nicht umsetzen“, fasste Heiduk den zweiten Durchgang zusammen, der von vielen Ballverlusten und auch einer deutlich schwächeren Wurfquote geprägt war. Angeführt von der starken Ex-Ambergerin Anja Hirschmann (11/1 Tore) zog der Spitzeneiter Tor um Tor davon und gewann am Ende noch deutlich mit 28:19.

Statistik

  • HG Amberg – HSG Nabburg/ Schwarzenfeld 19:28 (12:13).

    Tor: Bar, Porst; Feld: Schaller 7/1, Thomas 6/2, P. Ludwig 3, Karl, Lösch je 1, Baltz 1/1, Behringer, Grasmik, Kardos, Sommer, Wrosch. (aro)

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