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Handball

Nur eine Halbzeit stark

Die HG-Damen unterliegen der SG Naabtal. Dafür dürfen die Herren über einen 40:23-Sieg gegen Forchheim jubeln.

Eine deutliche 17:29-Niederlage kassierten Corinna Engelbrecht (orange) und die HG-Damen gegen die SG Naabtal. Foto: Brückmann
Eine deutliche 17:29-Niederlage kassierten Corinna Engelbrecht (orange) und die HG-Damen gegen die SG Naabtal. Foto: Brückmann

Amberg.Die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HG Amberg mussten sich im Derby der SG Naabtal mit 17:29 (10:11) geschlagen geben. Die Gastgeberinnen hatten sich nach der enttäuschenden 10:30-Pleite im Kellerduell bei der SG Rohr/Pavelsbach sehr viel vorgenommen – und brachten dies zumindest in der ersten Spielhälfte auch aufs Parkett.

Die Gäste waren gegenüber der Vorwoche, wo sie das Heimspiel gegen Forchheim mit nur fünf Feldspielerinnen ausgetragen und dementsprechend mit 16:35 verloren hatten, personell deutlich besser aufgestellt. Mit Kerstin Schmid und Manuela Rappl hatte SG-Coach Christian Deml neben weiterer Alternativen diesmal zwei torgefährliche Rückraumspielerinnen an Bord, die am Ende zusammen für 16 Treffer verantwortlich zeichneten. Die Ambergerinnen fanden ordentlich in die Partie und führten zu Beginn mit 3:2. Dann schlichen sich erneut viele technische Fehler und Fehlpässe ein, so dass Naabtal vier unbeantwortete Tore gelangen. Mit einem Kraftakt kämpften sich die Gastgeberinnen im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs wieder heran und egalisierten beim Stande von 10:10 kurz vor der Pause. Zwei Zeitstrafen gegen die HG ermöglichten Naabtal aber eine 11:10-Pausenführung.

Drei Ballverluste, drei Kontertore

Nach der Pause blieb die Partie erst offen, doch dann bedeuteten drei Ballverluste drei einfache Kontertore. Beim 13:19 musste die HG nach Zeitstrafen in doppelter Unterzahl agieren, was die Gäste durch drei weitere Treffer zur Vorentscheidung nutzen. Am Ende wurde das Ergebnis mit 17:29 aus Amberger Sicht noch sehr deutlich. „In der ersten Hälfte wäre mehr drin gewesen, da haben uns die Ballverluste eine wesentlich bessere Ausgangsposition gekostet“, resümierte Co-Trainer Christof Heiduk. „Nach der Pause hat der Angriff zu druck- und ideenlos gespielt, was wieder zu vielen einfachen Toren des Gegners geführt hat. Dazu hatten wir eben nicht die Rückraumschützinnen wie Naabtal, die unserer Torhüterin in der zweiten Hälfte wenig Chancen gelassen haben.“

Schier unglaubliche zehn Wochen hatten die Fans der ersten Herrenmannschaft der HG Amberg sich gedulden müssen: Das lange Warten auf ein Heimspiel hatte sich aber richtig gelohnt, denn die Vilsstädter schlugen am Samstag den HC Forchheim II mit 40:23 (22:11).

Ein Sieg in dieser Höhe war nicht zu erwarten gewesen, denn Coach Roman Will musste neben dem Langzeitverletzten Max Schobert auch auf Goalgetter David Zilak verzichten, zudem hatte sich die HG beim 24:19-Auswärtssieg im Hinspiel in Oberfranken ziemlich schwergetan. Nach 47 Sekunden netzte Paul Rössle zur 1:0-Führung der Hausherren ein und die Partie sollte das Spiel seines Lebens werden: Am Ende standen 14 Feldtore für den jungen Rückraumspieler zu Buche. Die Amberger stellten erneut eine gute Defensive mit starken Torhütern, im Gegensatz zur knappen 22:23-Auswärtsniederlage beim Forchheimer Stadtrivalen vor Wochenfrist veredelte die HG diesmal die Ballgewinne mit vielen einfachen Treffern aus erster und zweiter Welle. Zur Pause führten die Oberpfälzer mit 22:11 und die Begegnung war frühzeitig entschieden.

Torhungrige Herren

Nach dem Seitenwechsel blieb das junge Team zur Freude der Zuschauer weiterhin sehr torhungrig: Auch Youngster Julian Schaller erzielte mit fünf Treffern seine Bestleistung im Aktivenbereich. Marek Nachtman setzte seine Nebenleute gekonnt ein und so fanden zahlreiche weitere Tore den Weg auf die Anzeigetafel. Den letzten Treffer des einseitigen Duells blieb passenderweise dem überragenden Paul Rössle vorbehalten und die Amberger durften – zumindest über Nacht – die Rückkehr an die Tabellenspitze feiern. Coach Will war nach dem Schlusspfiff sehr zufrieden: „Das Ergebnis spricht für sich. Die Jungs haben das richtig gut gemacht.“ (aro)

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