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Eishockey

Open-Air und Elvis für den ERSC

Die Amberger Wild Lions spielen in Freising auch gegen den Ex-Internationalen Elvis Beslagic aus Slowenien, Revanchegelüste überwiegen aber.
Von Günter Passler

Mit einem bitteren – und folgenreichen – 2:7 mussten sich die Wild Lions dem SE Freising im Heimspiel geschlagen geben. Foto: Brückmann/Archiv

Amberg.Erneut haben die Spieler des ERSC in der Eishockey-Landesliga ein schweres Auswärtsspiel vor der Brust. Am Sonntag geht die Fahrt nach Oberbayern zur SE Freising – und da könnten nicht nur die aktuellen Wetterbedingungen in einem Open-Air-Stadion Probleme bereiten. Die gastgebenden „Black Bears“ gehören zum gehobenen Mittelfeld der Liga, gewannen bereits das Hinspiel in Amberg mit 7:2 und haben sich zuletzt namhaft verstärken können, Stichwort: Elvis ist da!

Der 115-fache slowenische Nationalspieler Elvis Reese – ehemals Elvis Beslagic – hat sich den Schwarzbären angeschlossen, soll dort einerseits die Abwehr zusammenhalten und außerdem den Angriff füttern, wo mit Mooseder, Kammermeier oder Waldvogel brandgefährliche Stürmer warten.

Reese kann auf ein bewegtes Eishockeyleben zurückblicken, mit Stationen unter anderem in Iserlohn, Bietigheim, Bremerhaven, Wolfsburg oder München. Den Amberger Zuschauern dürfte er noch bestens bekannt sein als Spielertrainer des EV Moosburg, mit dem er im Vorjahr so souverän den Bayernligaaufstieg schaffte. Zu seinem Einstand gab es gleich einen überraschenden 4:3-Erfolg gegen die Red Dragons Regen, doch Reese konnte die 3:13-Niederlage in Mitterteich nicht eindämmen. Ein Ergebnis, das zumindest bei Coach Christian Eibl unter der Woche für Diskussionsstoff gesorgt haben dürfte. Der Übungsleiter erwartet hierfür eine Wiedergutmachung seiner Mannschaft, wozu diese freilich schon am Freitag Gelegenheit hatte – da gab Tabellenführer Dingolfing seine Visitenkarte in Freising ab.

Beim ERSC Amberg hofft man natürlich, dass die Partie gegen den Spitzenreiter die Freisinger einige „Körner“ gekostet hat; aber die Löwen gehen nicht so richtig ausgeruht in diese Begegnung. Am Dienstag hieß es „alle Neune“ – sprich: neun kranke Spieler, weshalb das Training ausfallen musste. Die Erkältungswelle hat den ERSC voll getroffen, und so wird es am Sonntag eine wichtige Frage sein, wer überhaupt mit dabei sein kann und wie der Fitnesszustand der Löwen ist.

Der Wille zur Revanche ist groß, zumal seinerzeit nach der Niederlage und einer absolut enttäuschenden Vorstellung der Mannschaft Michael Dippold sein Traineramt in Amberg niederlegte. Auch wenn die entscheidenden Spiele für den ERSC die noch anstehenden Duelle mit Bad Kissingen sein werden, würde sich der eine oder andere Punkt in Freising in der Tabelle bestimmt nicht negativ auswirken. Spielbeginn ist um 18.30 Uhr.

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