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Eishockey

Pegnitzer Goalie als Spielverderber

Der ERSC Amberg scheitert gegen Pegnitz vor Rekordkulisse an der Chancenverwertung. Am Sonntag kommt Trostberg.
Von Günter Passler

Vor einer Zuschauerkulisse wie zu Oberligazeiten stand der Pegnitzer Keeper Maximilian Schmidt immer wieder im Brennpunkt.  Foto: Andreas Brückmann
Vor einer Zuschauerkulisse wie zu Oberligazeiten stand der Pegnitzer Keeper Maximilian Schmidt immer wieder im Brennpunkt. Foto: Andreas Brückmann

Amberg.Der ERSC Amberg hat die Wiederholung des Derbysiegs gegen Pegnitz am zweiten Weihnachtsfeiertag verpasst. Vor heimischer Rekordkulisse avancierte Gästetorhüter Maximilian Schmidt zum Spielverderber – in Verbindung mit einer unzureichenden Chancenverwertung der Amberger.

Trotz eines Übergewichts an Torschüssen unterlagen die Löwen knapp mit 1:2, wobei sie über weite Phasen nicht an ihre Normalform anknüpfen konnten. Die Rahmenbedingungen mit gut 1600 Zuschauern waren eigentlich ideal für ein Eishockeyderby, aber die vollen Ränge schienen die Teams eher zu hemmen – wenngleich der Wille beiden Teams gewiss nicht abzusprechen war. Nach dem klaren 5:2-Hinspielerfolg in Pegnitz ergriff der ERSC zu Beginn die Initiative und drängte die Ice Dogs in deren Verteidigungsdrittel. Wirklich zwingende Chancen gab es allerdings nicht zu notieren. Die Gäste konnten sich erst nach zwei aufeinanderfolgenden Strafen für Amberg aus der Umklammerung befreien, aber die Anfangsphase blieb beidseitig abtastend.

Hoffnung keimte bei den einheimischen Fans zu Beginn des Mittelabschnitts auf, als die Löwen die Gelegenheit zur doppelten Überzahl erhielten, aber das Powerplay blieb hier wie auch bei den weiteren Situationen ohne wirkliche Durchschlagskraft. Zum Teil wurde bei besten Einschussmöglichkeiten nochmals quergelegt oder vorschnell die Brechstange ausgepackt.

Es wirkte irgendwie nervös. Dabei hätte man ja eigentlich unbeschwert aufspielen können, denn die sportlichen Entscheidungen für den Vorrundenverlauf waren ja längst gefallen. Pegnitz bekam jedenfalls immer einen Schläger dazwischen und den Rest erledigte Maximilian Schmidt im Tor. Die größte Chance für die Gastgeber ergab sich ausgerechnet in Unterzahl, doch Martin Brabec konnte das Break nicht erfolgreich abschließen. Mehr Schlagabtausch gab es dann zum Ende des Drittels hin; dabei mit Emotionen in beiden Lagern. Zunächst hatten die Gästefans den Torschrei auf den Lippen, als EVP-Verteidiger Benjamin Frank einen Schlagschuss ans Amberger Torgestänge hämmerte, Sekunden später aber jubelte der ERSC-Anhang, weil den direkten Konter Felix Köbele zur Amberger Führung verwertete – zu diesem Zeitpunkt sicherlich nicht unverdient. Das nährte die Hoffnung auf ein spannendes Schlussdrittel.

Und spannend sollte es auch werden, wenn auch nicht hochklassig. In diesem Abschnitt kassierten beide Teams mehr als die Hälfte ihrer Strafzeiten, was sich auch nachteilig auf den Spielfluss auswirkte. Einzelaktionen bestimmten das Geschehen, woraus sich aber immer wieder Einschussmöglichkeiten auf beiden Seiten ergaben.

Letztendlich entschieden die Powerplaysituationen, denn während Amberg da weiter erfolglos agierte, kippten die Ice Dogs mit zwei Überzahltreffern durch Michael Kuhn und Patrik Dzemla die Begegnung zu ihren Gunsten. Das Glück stand dem ERSC zudem nicht nur Seite, als Daniel Troglauer in der Schlussphase nur den Pfosten traf, und schließlich brachte auch die Maßnahme von Löwen-Coach Dan Heilman, Torhüter Carsten Metz zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis zu nehmen – trotz einiger Großchancen sogar bis in die letzten Sekunden – nicht den erhofften Ausgleich.

Kurz vor dem Jahreswechsel absolviert der ERSC Amberg nochmals ein Heimspiel. Am Sonntag erwarten die Wild Lions um 18.30 Uhr den TSV Trostberg. Die Chiefs zieren abgeschlagen das Tabellenende der Eishockey-Landesliga, können sich deshalb aber auch schon seit geraumer Zeit gezielt auf die Abstiegsrunde vorbereiten. Das Hinspiel an der Alz gewann der ERSC Anfang November in einer wahren Regenschlacht mit 5:2, ohne in Bedrängnis zu geraten. Zwischenzeitlich ist Trostbergs Publikumsliebling und Topscorer, Wayne Grapentine, vom Bayernligisten Passau zurückgekehrt, der zusammen mit den Tschechen Antonin Jelinek und Dominik Tobola Hoffnungsträger für einen Verbleib in der Landesliga ist. (apg)

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