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Handball

Rückschlag im Abstiegskampf

Ambergs HG-Herren verlieren zuhause gegen den HC Forchheim. HG-Damen unterliegen der SG Rohr/Pavelsbach mit 17:19.

Um jeden Ball wurde hart gekämpft im Heimspiel der Herren der HG Amberg gegen Forchheim.  Foto: Jeff Fichtner
Um jeden Ball wurde hart gekämpft im Heimspiel der Herren der HG Amberg gegen Forchheim. Foto: Jeff Fichtner

Amberg.Rückschlag für die Bezirksoberliga-Handballer im Kampf um den Klassenerhalt: Die Vilsstädter mussten sich am Samstagabend in der GMG-Dreifachturnhalle dem HC Forchheim mit 22:26 (11:10) geschlagen geben.

Für beide Teams – der Neunte (8:16 Punkte) hatte den Achten (9:15) zu Gast – stand vor dem Anpfiff eine Menge auf dem Spiel. Die klassische Vier-Punkte-Partie lässt sich auch am Spielprotokoll ablesen: Nach je einem Treffer in den ersten 90 Sekunden waren die nächsten fünf Einträge ausschließlich Gelbe Karten sowie eine frühe Zeitstrafe gegen HG-Regisseur Marek Nachtman.

Drei Amberger Treffer in Serie zwischen der siebten und der neunten Spielminute brachten eine 5:3-Führung, doch die Gäste aus Oberfranken ließen sich nicht abschütteln. Forchheim hatte sich zur Pause mit dem drittligaerfahrenen Thomas Halota verstärkt, der mit fünf Feldtoren auch zweitbester Werfer seiner Mannschaft war. Ein weiter kleiner Zwischenspurt der HG ermöglichte dann ein 9:6 in der 18. Minute. „Anschließend haben wir unverständlicherweise das Handballspielen eingestellt“, bemängelte Betreuer Markus Hartleb. Die Amberger konnten in den verbliebenen zwölf Minuten des ersten Durchgangs nur noch zwei Torerfolge bejubeln, da sich technische Fehler und zu unpräzise Abschlüsse häuften. Immerhin reichte das noch für eine knappe 11:10-Halbzeitführung. „Wir müssen zur Pause höher führen. Die Mannschaft hat den Kopf verloren“, haderte Hartleb.

Kritik an Schiedsrichtern

Nach dem Seitenwechsel lagen die Hausherren zunächst noch eine Weile in Front, die zu fehlerhaft agierende HG-Offensive sorgte aber für eine 20:18-Führung der Forchheimer in der 46. Minute. Ein weiterer Grund war auch das Ungleichgewicht bei den Siebenmetern und Zeitstrafen. „Zum ersten Mal in der Saison muss ich die Schiedsrichterleistung bemängeln. Da war keine Linie zu erkennen. Fünf Strafwürfe mehr für Forchheim passt nicht zum Spiel“, so Hartleb.

Nach dem Ausgleichstreffer zum 21:21 durch Rechtsaußen Lucas Kührlings in der 52. Minute witterten die Amberger Morgenluft. Forchheim agierte aber sehr abgezockt und entschied die Partie mit 26:22 für sich.

„Letztendlich waren wir selbst schuld, denn 26 Fehlwürfe und zehn technische Fehler haben es den Forchheimern zu einfach gemacht. Heute hatte eigentlich kein Akteur Normalform, das ist bei einem solch wichtigen Spiel einfach sehr, sehr ärgerlich“, bilanzierte Hartleb. Auch der direkte Vergleich mit den Forchheimern wurde nun verloren, so dass es im Abstiegskampf für die HG wohl auf ein „Punkte-Schneckenrennen“ mit den Mitaufsteigern Buckenhofen und Obertraubling hinauslaufen wird.

Am Samstag mussten sich die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HG Amberg vor heimischer Kulisse im Kellerduell der SG Rohr/Pavelsbach mit 17:19 (9:9) geschlagen geben. Durch die Niederlage ist der Klassenerhalt in der höchsten Spielklasse des Bezirks Ostbayern in die Ferne gerückt, auch wenn er rechnerisch noch möglich ist. Zu allem Überfluss fühlten sich die Vilsstädterinnen in den Schlussminuten verschaukelt, da zwei aus HG-Sicht regulären Treffern die Anerkennung verwehrt wurde.

Zu viele Fehlwürfe

Die Ambergerinnen waren gut in die Partie gestartet und gingen mit 3:1 in Führung. Im Anschluss – auch bedingt durch die enge Deckung von HG-Goalgetterin Jessi Thomas – leisteten sich die Gastgeberinnen zu viele Fehlwürfe. Die Konsequenz war ein 5:9-Rückstand in der 22. Minute. Danach bewies das Team von Trainerin Nadine Pohl große Moral und erkämpfte sich durch einen 4:0-Lauf noch das Unentschieden.

Auch nach dem Seitenwechsel dominierten die Abwehrreihen. Bis acht Minuten vor Ultimo führten die Ambergerinnen knapp, dann sorgten jedoch drei Treffer in Serie für Rohr/Pavelsbach für die erste Gästeführung des zweiten Durchgangs (16:17). Nun sollten die Schlüsselszenen folgen. „Uns wurden zwei klare Tore abgepfiffen“, ärgerte sich Allrounderin Franziska Karl über zwei „sehr unglückliche Schiedsrichterentscheidungen“.

Anstatt einer Amberger Führung konnten die Gäste aus dem Landkreis Neumarkt die überraschenden Ballgewinne zu Kontern nutzen und das Kampfspiel so mit 19:17 für sich entscheiden. (aro)

Amberger Teams

  • HG-Damen:

    Tor: Bar, Porst; Feld: Thomas 6/2, Schaller 4/2, Kardos, Sommer je 2, Lösch, P. Ludwig, Grasmik je 1 sowie Mertel, Klisa, Karl und Baltz

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