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Eishockey

„Team der Stunde“ fordert den ERSC

Amberger Löwen erwarten Moosburg zum Spitzenspiel. Personell hat sich die Lage bei den Wild Lions weiter entspannt.
Von Günter Passler

Der ERSC Amberg hat heute Moosburg zu Gast. Foto: Andreas Brückmann
Der ERSC Amberg hat heute Moosburg zu Gast. Foto: Andreas Brückmann

Amberg.Der ERSC Amberg hat zuletzt mit einer starken Leistung beim Sieg in Dingolfing beeindruckt. Am heutigen Freitag aber müssen die Wild Lions noch eine Schippe drauflegen, denn sie erwarten zum Spitzenspiel die „Mannschaft der Stunde“.

Diesen Titel hat sich der EV Moosburg derzeit durchaus verdient, der um 20 Uhr im Stadion am Schanzl den ERSC fordert. Mit sieben Siegen in Serie haben sich die Schützlinge von Coach Bernhard Engelbrecht im Spitzentrio der Tabelle etabliert, dabei sogar noch gemeinsam mit Amberg die wenigsten Begegnungen absolviert. Besonders ihr 8:3-Erfolg über Spitzenreiter Haßfurt ist schon eine Ansage. Die Drei-Rosen-Städter haben einen richtigen Lauf und gewinnen auch die „engen“ Spiele. Das liegt wohl an einem ausgeglichenen besetzten und nun offensichtlich eingespielten Kader, besonders aber an Peter Abstreiter (39) und Miroslav Horava (37). Nach verhaltenem Start – darunter auch das 4:6 gegen Amberg am zweiten Spieltag – hat sich das erfahrene Landshuter Sturmduo akklimatisiert und avanciert regelmäßig zu den Matchwinnern. Allein in den letzten drei Begegnungen (Haßfurt, Pegnitz, Bayreuth) erzielten die beiden zusammen 15 von 18 Moosburger Treffer – keine Frage, wem da besonders Augenmerk gilt.

Eine Art Sonderbewachung für das Torjäger-Duo ist von Amberger Seite aber nicht zu erwarten, eher die gewohnt starke Defensivarbeit des gesamten Teams. „Unsere Jungs haben Kampfgeist und einen großen Charakter“, lobt ERSC-Trainer Dan Heilman seine Spieler immer wieder. Und in der Tat springt einer für den anderen in die Bresche. Doch zunächst einmal sollen die Moosburger selbst von der Amberger Offensive beschäftigt werden, die sich beim 8:4 in Dingolfing gut „in Schuss“ zeigte. Der Respekt vor dem Gegner ist groß, was aber auch die Konzentration bei den Löwen hochhalten wird. Den Torhütern kommt große Bedeutung zu, und hier ist Amberg mit Oli Engmann oder Carsten Metz bestens besetzt, aber auch der Moosburger Linus Messerer erwies sich für sein Team als großer Rückhalt.

Entschieden werden solche Topspiele zumeist durch Disziplin und die bessere Chancenverwertung – oder aber durch Kleinigkeiten. Personell hat sich die Lage bei den Wild Lions weiter entspannt. Bis auf Andi Hampl hofft Chris Spanger auf einen nahezu kompletten Kader: „Für einen Einsatz von Andi ist es nach dessen Gehirnerschütterung noch zu früh, aber er macht schon wieder leichte Übungen mit“, bittet der Sportliche Leiter der Löwen noch um Geduld für den Allrounder.

Die Ausgangslage ist klar: Mit einem Erfolg könnte der ERSC einen der schärfsten Verfolger auf Distanz halten – aber nach dem Stand der Dinge trifft man in dieser Saison ohnehin nicht zum letzten Mal auf Moosburg.

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