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Fussball Bayernliga

Trainer vertraut jedem seiner Spieler

Bayernligist Gebenbach wird Karlburg nicht auf die „leichte Schulter“ nehmen – solche Körperteile hat die DJK derzeit nicht.
Von Jeff Fichtner

Gebenbachs Johannes Böhm (Nr. 22) und Dominik Haller (Nr. 8) stellen sich auf einen kampfstarken Gast ein; Jonas Lindner (23) fehlt. Foto: Jeff Fichtner
Gebenbachs Johannes Böhm (Nr. 22) und Dominik Haller (Nr. 8) stellen sich auf einen kampfstarken Gast ein; Jonas Lindner (23) fehlt. Foto: Jeff Fichtner

Gebenbach.Die DJK Gebenbach besiegt am Samstag ab 16.00 Uhr den TSV Karlburg. Die DJK Gebenbach spielt wieder vorne mit in der Bayernliga Nord. Die DJK Gebenbach steigt in dieser Spielzeit ab. Drei Behauptungen, eine so unsinnig wie die andere. Warum? Weil weder die Führungskräfte im Verein noch die Gebenbacher Fußballer noch ihre Fans die Gabe der sicheren Weissagung haben.

In einer so schwierigen Lage gibt es nur ein Mittel, das Erfolg verspricht. Guter Fußball von einem eingeschworenen, ungebrochen motivierten Team hat schon in ganz anderen Ligen die Wende gebracht für Vereine, in denen an sich alles stimmt. Dass die DJK Gebenbach genau diesen Fußball drauf hat, zeigt sie seit Saisonbeginn immer wieder. Doch – es reicht noch nicht.

Wer nur auf das 1:2 beim Tabellenführer schaut, auf die Ziffern, kann sich leicht irreführen lassen. Aber, hat da nicht sogar noch Gebenbachs Oliver Gorgiev mit einem frühen Eigentor mithelfen müssen, damit die „Klosterer“ diesen Sieg überhaupt geschafft haben? Ein Trugschluss, sagt Gebenbachs Cheftrainer Faruk Maloku der Mittelbayerischen: „Seligenporten war auf jeden Fall besser als wir. Da gibt es schon große Unterschiede zu unserem Team, mit enormen Qualitäten gerade bei einzelnen Spielern.“ Und damit sei dieser Sieg absolut verdient gewesen am vergangenen Freitagabend: „Die hätten das auch ohne unser Eigentor geschafft“, weiß Maloku.

Stabile und gesunde Stimmung

Gebenbachs Coach ist trotzdem zufrieden mit den ihm anvertrauten Fußballern. In der zweiten Hälfte in Seligenporten „hatten wir auf jeden Fall unsere Möglichkeiten“. Das spricht für eine intakte Mannschaft, sagt er, für das Selbstvertrauen aller seiner Spieler wie für das Gefühl, sich auf jeden Mitspieler verlassen zu können.

Im Training spürt Maloku ein ums andere Mal eine Grundstimmung, die ihm Freude und Zuversicht schenkt, einen Optimismus, den er postwendend zurückgibt an jeden einzelnen Spieler. „Ich sehe und empfinde eine normale, stabile und gesunde Stimmung im ganzen Kader“, so der Coach. Natürlich gibt es „Mangelerscheinungen“ bei der DJK, der nach wie vor fünf gestandene Kicker fehlen, erfahrene Stützen der Mannschaft (siehe Infokasten), aber: „Wir haben aus solchen Lagen immer wieder das Beste gemacht, also auch aus der Not eine Tugend, das zeichnet uns aus.“

Vor dem Heimspiel

  • Gegner:

    Der TSV Karlburg steht mit 7 Punkten nur auf dem vorletzten Platz 16. Gebenbachs Trainer sagt aber ganz klar, ihn hätten knappe Ergebnisse der Gäste gegen Spitzenteams beeindruckt.

  • Kader:

    Der DJK Gebenbach fehlen folgende Spieler: Kai Hempel, Nico Becker, Jan Fischer, Jonas Lindner und Johannes Scherm. Timo Kohler wird diesmal wieder von Beginn an spielen, sagt der Coach. (nff)

Jeder im Kader, ob jung oder schon etwas erfahrener, hat in den Augen des Trainers „genug Potenzial und Talent“. Zusammen mit den älteren Spielern gelinge es ihm, die Jungen im Team „zu tragen und zu fördern“. Ein Erfolg, der sich nicht nur fühlen lässt, der sich auch messen ließe, wenngleich nicht immer in Torerfolgen oder gewonnenen Spielen. Aber auf jeden Fall ein Erfolg auf dem Weg in eine fußballerisch gute Zukunft bei der DJK Gebenbach.

Starke und ausgeglichene Liga

Es geht neben sportlichen Aspekten auch um soziale Fähigkeiten der Spieler: „Keiner darf auf den Anderen runterschauen, jeder muss so akzeptiert werden, wie er ist“, sagt der Übungsleiter und sagt ein großes Wort über das kleine, fußballnarrische Dorf Gebenbach: „Es geht um Menschlichkeit.“ Wäre Maloku ein Coach in der Wirtschaft, würde er womöglich von „Soft Skills“ sprechen, also von „weichen Fähigkeiten“ über das rein Fachliche hinaus. Aber dieser Trainer setzt nicht auf tolle Fremdwörter, sondern auf Ansagen, die sich jedem leicht erschließen.

Maloku: „Keine andere Mannschaft in dieser unglaublich starken und ausgeglichenen Liga hat das wegzuarbeiten, was wir hier zu leisten haben.“ Einen ganz großen Wunsch aber hat sogar dieser nie pessimistische Übungsleiter: „Mal zwei Siege am Stück.“

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