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Eishockey

Vilshofen beendet Amberger Siegesserie

Das ersatzgeschwächte Team der Lions des ERSC muss sich den Vilshofener Wölfen mit 4:6 geschlagen geben.

Die Wild Lions aus Amberg – hier gegen Haßfurt – kassierten nach zehn Siegen am Stück gegen Vilshofen die erste Niederlage. Archivfoto: Brückmann
Die Wild Lions aus Amberg – hier gegen Haßfurt – kassierten nach zehn Siegen am Stück gegen Vilshofen die erste Niederlage. Archivfoto: Brückmann

Amberg.Jede Serie geht einmal zu Ende. Nach zehn Siegen am Stück ging der ERSC Amberg in der Eishockey-Landesliga erstmals wieder leer aus. Knackpunkt für die Niederlage gegen die Vilshofener Wölfe war wohl eine Spieldauerstrafe im Schlussdrittel, aber es gab durchaus noch andere Gründe.

Mit Hampl, Schmitt, Schopper, Vlach und Wrobel fehlten Löwen-Coach Dirk Salinger gleich fünf Leistungsträger, was nur schwer zu kompensieren war. Einige Spieler gingen zudem gehandicapt in die Begegnung.

Vilshofen zeigte sich wie schon im Hinspiel sehr zweikampfstark und mit einem überragenden Powerplay: Alle sechs Treffer erzielten die Wölfe in Überzahl. Dementsprechend auch der Kommentar von Salinger: „Auf der Strafbank gewinnst du halt kein Spiel.“

Der ERSC agierte durchaus gefällig, vor allem Köbele und Hendrikson harmonierten zusammen. Insgesamt aber machten die Gastgeber aus ihrem Chancenübergewicht auch zu wenig, war die Fehlerquote vorne und hinten höher als gewohnt. Besondere Auswirkungen in der Tabelle hat die 4:6-Niederlage für die Löwen allerdings nicht; die liegen weiter souverän auf dem zweiten Rang.

Den Gastgebern gelang am Freitagabend ein idealer Start. Ausgehend von Torhüter Oli Engmann spielte Peter Hendrikson seinen Sturmpartner Felix Köbele perfekt frei und der Amberger Topscorer vollendete sicher. Kaum drei Minuten später gelang dem Pärchen das gleiche Kunststück, diesmal allerdings sogar in Unterzahl.

Zum Jubeln blieben allerdings nur 37 Sekunden, dann hatte Alex Schwarz für die Gäste verkürzt. Vilshofen hatte danach noch zwei Überzahlmöglichkeiten und traf prompt. Erneut Schwarz und Milan Blaha brachten die Vilshofener Wölfe dadurch erstmals in Front, ehe 24 Sekunden vor der Pausensirene Dan Heilman für den ERSC ausgleichen konnte.

Der Mittelabschnitt war die eindeutig stärkste Phase der Wild Lions, die vom Bully weg gleich drei, vier gute Einschussmöglichkeiten verzeichneten. Nach dem 4:3 durch Sebastian Aukofer versuchten die Gastgeber mit Macht einen Ausbau der Führung. Gelegenheiten gab es zuhauf, aber es fehlte in etlichen Situationen auch das nötige Glück. Auf der anderen Seite waren die Wölfe mit weniger Chancen aber stets brandgefährlich.

Die Entscheidung musste im Schlussdrittel fallen und wieder war Amberg nahe dran. Zunächst scheiterte Bernhard Keil mit einem Penalty, dann Köbele mit einem Alleingang nur ganz knapp. Die Tendenz schien für den ERSC zu sprechen, dann unterlief Felix Söllner ein Check von hinten und er kassierte dafür eine Spieldauerstrafe. Die fünfminütige Amberger Unterzahl nutzte Vilshofen letztendlich zu drei Treffern von Andreas Toth, Blaha und Jaro Koma.

Die Gastgeber gaben zwar nicht auf, hatten durchaus noch Anschlussmöglichkeiten, nahmen schließlich auch den Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis – aber das 4:6 hatte auch zur Schlusssirene noch Bestand. (apg)

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