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Erfahrener Neuzugang für VC Amberg

Philip Heckmann soll als neuer Zuspieler die Rolle von Eigengewächs Marco Nanka übernehmen. Das VC-Konzept überzeugte.
von Gerd Spies

  • Der VC Amberg bürgt inzwischen für hochklassigen Volleyballsport in der Region.. Foto: Andreas Brückmann Foto: Andreas Brückmann/Andreas Brückmann
  • Philip Heckmann, der neue Zuspieler beim VC Amberg Foto: Peter Dausend Foto: Peter Dausend/Peter Dausend

Amberg.Der Volleyballsport ist ja derzeit wie alle Mannschaftssportarten durch Corona auf Eis gelegt. Nicht nur in der Halle ruht seit dem 14. März der Ball, auch alle Beachvolleyball-Turniere in dieser Saison sind komplett abgesagt. Auch wenn noch niemand weiß, wann und unter welchen Bedingungen die kommende Hallensaison startet, müssen trotzdem die Vereine jetzt die personellen Weichen für die Zukunft stellen: So auch der VC Amberg, der nun eine wichtige Personalentscheidung vermelden kann.

Nachdem der bisherige Zuspieler Nummer 1, das Amberger Eigengewächs Marco Nanka, mitteilte, nach seinem Abitur in München studieren zu wollen, musste sich Team-Manager Gerd Spies für die Regionalliga-Herren auf die Suche nach einem adäquaten Ersatz machen. Jetzt konnte er Vollzug melden. Mit dem 33-jährigen Philip Heckmann, in der vergangenen Saison noch Zuspieler beim Drittligisten TSV Niederviehbach, wechselt ein Spieler mit einer ganz außergewöhnlichen Karriere nach Amberg.

Nicht gerade alltäglich liest sich die bisherige sportliche und berufliche Laufbahn des in Niedersachsen geborenen Volleyballers. Nach seinem Abitur folgten drei Jahre Auslandsaufenthalt in den USA, dann ein Jahr Studium in Finnland, anschließend weitere Stationen in verschiedenen Ländern. Heckmann verfügt über ein abgeschlossenes Master-Studium sowohl im Fach Sportpsychologie als auch im Bereich Sportmanagement. Er ist Skilehrer und ausgebildeter Erlebnispädagoge. Aufgrund der Liebe zum Bergsport zog es ihn zwischenzeitlich in die Berge; er lebte vier Jahre im Allgäu. Seit 2019 ist er als Sportwissenschaftler am Sportzentrum der Universität Regensburg tätig.

Auch sportlich gesehen lässt sich der Neuzugang des VC Amberg nicht in irgendeine Schublade stecken. Sein sportlicher Werdegang ist von der Leidenschaft für viele Sportarten gekennzeichnet. Der zukünftige Zuspieler der Regionalliga-Mannschaft des VC Amberg spielte auch schon leistungsmäßig Handball, ist leidenschaftlicher Outdoor-Sportler, liebt den Bergsport, vor allem Skifahren – kein Wunder, dass die Universität Regenburg ihn 2019 für die Ausbildung der Lehramtsstudenten im Fach Sport holte.

Auch volleyballtechnisch kann sich die Karriere des Sportwissenschaftlers sehen lassen. In seinem Heimatverein FC Schüttorf in Niedersachsen brachte er es bis zur 2. Bundesliga, in Finnland spielte er während seines Studiums in der 1. Liga. Sogar beim Bundesligisten TSV Herrsching stand er 2014 im Kader.

„Eigentlich wollte ich jetzt etwas kürzertreten, aber das Konzept des VC Amberg hat mich nochmal umgestimmt“, begründet Heckmann seinen Wechsel nach Amberg. Einen Zuspieler mit dieser Erfahrung kann der VC in der kommenden Regionalliga-Saison sehr gut gebrauchen.

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