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Basball

Die Legionäre-Bilanz bleibt makellos

Auch Rekordmeister Mannheim zieht gegen die Regensburger zweimal den Kürzeren – und erlebt im ersten Duell ein 0:18-Desaster.
Von Matthias Ondracek

Mit Jonathan Heimlers Tag an Mannheims Dominik Höfner (in Rot) vollenden die Legionäre ein extrem seltenes Tripleplay. Foto: Gregor Eisenhuth
Mit Jonathan Heimlers Tag an Mannheims Dominik Höfner (in Rot) vollenden die Legionäre ein extrem seltenes Tripleplay. Foto: Gregor Eisenhuth

Regensburg.Die Buchbinder Legionäre haben einen fulminanten Heimauftakt in die neue Saison in der Baseball-Bundesliga Süd hingelegt. Die Regensburger setzten sich gegen Rekordmeister Mannheim Tornados zweimal durch. In der ersten Begegnung am Samstagabend fegten die Schwabelweiser den elfmaligen Deutschen Meister mit 18:0 aus der Armin-Wolf-Arena. Im zweiten Aufeinandertreffen am Sonntagnachmittag behielten die Hausherren mit 3:2 die Oberhand. Jonathan Heimler drehte dabei mit seinem Homerun die Partie. Mit der makellosen Bilanz von nun vier Siegen aus vier Spielen stehen die Legionäre an der Spitze der Südstaffel. Am nächsten Wochenende gastiert Meister Heidenheim Heideköpfe in Regensburg.

Wie entfesselt legte die Offensive der Oberpfälzer vor 523 Zuschauern bei der Heim-Premiere 2018 los. Gleich im ersten Durchgang machten die Regensburger ernst. Matt Vance und Eric Harms eröffneten mit zwei Hits in Serie. Neuzugang Michael Stephan blieb es vorbehalten, die ersten Punkte vor heimischer Kulisse in diesem Jahr nach Hause zu schlagen. Auf seinen harten Kontakt brachten Vance und Harms die Legionäre mit 2:0 in Front. Der Grundstein war gelegt und der Angriffshunger der Gastgeber geweckt. Rückkehrer Michael Weigl und Elias von Garßen ließen zwei Doubles folgen. Ein Fehler in der Mannheimer Defensive kam hinzu und die Regensburger enteilten mit drei weiteren Runs den Gästen.

Im Vorjahr hatten die Schwabelweiser zum Saisonstart zwei herbe Klatschen gegen die Tornados hinnehmen müssen. Es war der Beginn einer schwierigen Spielzeit, in der der fünfmalige Meister damals nie richtig in Tritt kam und am Ende erstmals seit 2001 das Viertelfinale verpasste.

Legionäre spielen wie angestachelt

Scheinbar angestachelt von dem Aufeinandertreffen in 2017 zündete das Team von Trainer Kai Gronauer im zweiten Spielabschnitt den Turbo. Gegen den überforderten Mannheimer Starting Pitcher Gianfranco Rizzo erhöhte Lukas Jahn nach einem Treffer von Eric Harms zum 6:0. Der Arbeitstag des Italieners auf dem Werferhügel der Tornados war danach vorzeitig beendet. Längst nicht jedoch die Regensburger Punkteflut.

Der eingewechselte Panayot Zhaltov kam überhaupt nicht zurecht. Der Mannheimer hatte große Probleme mit der Kontrolle seiner Würfe. Und wenn er sein Ziel traf, flog ihm prompt der Ball um die Ohren. Gegen die furiose Legionäre-Offensive war an diesem Tag kein Kraut gewachsen. Vier Hits und drei Freiläufe ergatterten die Regensburger gegen Zhaltov. Gepaart mit einigen Unsicherheiten in der Defensive der Tornados bedeutete dies satte elf Punkte im zweiten Spielabschnitt. Die Partie war damit entschieden. Zwei weitere Zähler verbuchten die Regensburger im dritten und vierten Durchgang. Eric Harms setzte dabei mit einem Solo-Homerun den Schlusspunkt. Nach sieben Durchgängen war die Begegnung aufgrund der Ten-Run-Rule vorzeitig beendet.

Auf dem Werferhügel der Legionäre erlebte Mike Bolsenbroek einen entspannten Abend. Nach vier Innings und zwei zugelassenen Gegentreffern durfte der Niederländer in die Kabine. Philipp Meyer und Michael Wöhrl hatten daraufhin ebenso wenig Mühe mit den Schlagmännern der Mannheimer. Auf Regensburger Seite glänzten im Angriff vor allem Eric Harms und Michael Weigl, die jeweils drei Hits verbuchten. Mit fünf Runs Batted In stach außerdem „Mitch“ Stephan aus der starken Angriffsformation der Oberpfälzer heraus.

Wesentlich mehr Gegenwehr boten die Tornados den Legionären am Sonntag. Werfer Brendan Hornung hielt die Regensburger Offensive gut in Schach und lieferte sich mit Legionäre-Neuzugang Bill Greenfield ein interessantes Pitcherduell. Bis ins dritte Inning dauerte es, ehe Bewegung auf die Anzeigetafel kam. Francisco Riestra erreichte nach einem Fehler in der Regensburger Defensive die dritte Base und erlief nach einem unkontrollierten Wurf von Greenfield die 1:0-Führung für die Gäste. Einen Durchgang später erhöhte Derek Romberg auf 2:0. Im direkten Gegenzug konterten die Buchbinder Legionäre. Eric Harms gelang ein fulminanter Triple und Michael Stephan schlug seinen Teamkollegen zum 1:2 nach Hause.

In der Folge übernahmen die Defensivreihen das Geschehen. Mit einem spektakulären wie seltenen Triple Play verhinderten die Hausherren im sechsten Spielabschnitt dabei einen weiteren Run der Tornados. Nur wenig später folgte der große Auftritt des Jonathan Heimler. Jose Palacios gelangte zunächst mit einem Single auf Base. Der Catcher der Legionäre trat ans Schlagmal und beförderte den vierten Wurf von Mannheims Einwechselwerfer Artur Strzalka in hohem Bogen aus dem Stadion. Mit seinem Two-Run-Homerun gegen die Anzeigetafel drehte der 20-Jährige im siebten Spielabschnitt die Partie. Die Tornados hatten keine Reaktion mehr parat. Der künftige US-Profi Niklas Rimmel machte mit einem starken Auftritt im neunten Inning den Sack zu.

Jetzt geht’s gegen den Meister

Die Buchbinder Legionäre verteidigten durch ihren Doppelsieg die Tabellenführung in der noch jungen Saison. Erster Verfolger sind die Heidenheim Heideköpfe. Der amtierende Meister setzte sich zweimal klar (11:1, 10:0) gegen die Stuttgart Reds durch und weist eine Bilanz von drei Siegen und keiner Niederlage auf. Auf Rang drei folgen die Mainz Athletics (3:1) nach ihren zwei Erfolgen gegen Aufsteiger Ulm Falcons (11:8, 11:1). Schon am kommenden Samstag und Sonntag kommt es in Regensburg zum Spitzenduell zwischen den Legionären und Heidenheim.

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