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Legionäre
Freitag, 25. Mai 2018 24° 8

Baseball

Legionäre wollen zurück in die Spur

Nach dem Dämpfer bei Aufsteiger Ulm peilen die Regensburger gegen die Saarlouis Hornets zwei Heimsiege an.
von Matthias ondracek

Will wieder zu alter Form zurückfinden: US-Boy Bill Greenfield Foto: Eisenhuth

Regensburg.Einen ersten Dämpfer haben die Buchbinder Legionäre am vergangenen Wochenende kassiert. Bei Aufsteiger Ulm Falcons mussten die Regensburger Baseballer die dritte Saisonniederlage einstecken. Am fünften Spieltag will das Team von Trainer Kai Gronauer diesen Ausrutscher nun vergessen machen und den Kontakt zu Spitzenreiter Heidenheim halten.

Die Saarlouis Hornets gastieren am Samstag (19 Uhr) und Sonntag (14 Uhr) in der Armin-Wolf-Arena. Mit einer Bilanz von 5:3-Siegen stehen die Legionäre hinter den ungeschlagenen Baden-Württembergern und punktgleich mit den Mainz Athletics auf Rang zwei der Tabelle in der Bundesliga Süd. Heidenheim und Mainz treffen an diesem Wochenende im direkten Duell aufeinander. Regensburgs Gegner Saarlouis teilt sich aktuell mit Ulm und Stuttgart den sechsten Rang.

Böses Erwachen

Es waren zwei Partien, wie sie unterschiedlicher kaum hätten sein können. Im ersten Spiel noch zerlegten die Buchbinder Legionäre die Ulm Falcons nach allen Regeln der Kunst und fuhren einen 21:1-Kantersieg ein. Im zweiten Aufeinandertreffen mit dem Liga-Neuling folgte dann das böse Erwachen. Nach einem verkorksten sechsten Durchgang gerieten die Regensburger in Rückstand und konnte diesen bis zum Ende der Partie nicht mehr wett machen.

Unter dem Strich stand eine 7:10-Pleite. Ein Resultat, das die Schwabelweiser so nicht einkalkuliert hatten. „Das zweite Spiel war schon sehr enttäuschend“, konstatiert Legionäre-Coach Gronauer und fügt an: „Wir haben nicht die Leistung gezeigt, zu der wir fähig sind.“ Vor allem US-Boy Bill Greenfield erwischte ein paar Kilometer flussaufwärts der Donau einen schlechten Tag. Bei seinem vierten Bundesliga-Einsatz kassierte der Neuzugang der Regensburger die zweite Niederlage.

Dennoch wollte Gronauer die Pleite nicht allein an dem bislang starken Linkshänder festmachen. „Sicherlich hatte Bill Greenfield nicht seinen besten Tag, aber in der Offensive haben wir unser Potential nicht abgerufen“, analysiert Gronauer. 13 Hits gelangen den Oberpfälzern zwar bei den „Falken“, in den entscheidenden Momenten aber versagten die Schläger der Legionäre. Gegen Saarlouis soll dieses Manko beseitigt werden. Die Hornets kassieren im Schnitt neun Zähler pro Partie, der zweitschlechteste Wert in der Südstaffel.

Auf die leichte Schulter nehmen will Legionäre-Trainer Gronauer die bevorstehende Heimaufgabe dennoch nicht. Spiel zwei in der Vorwoche hat gezeigt, dass die Südliga in diesem Jahr so ausgeglichen ist wie schon lange nicht mehr. Wie die Ulmer gewannen die Saarländer in der laufenden Saison bislang zwei Begegnungen.

Vor zwei Wochen hätten die „Hornissen“ beinahe dem ungeschlagenen Spitzenreiter aus Heidenheim ein Bein gestellt. Nur durch einen fulminanten Schlussspurt konnte der Titelverteidiger die erste Saisonniederlage abwenden. „Von Saarlouis erwarte ich ähnliche Gegenwehr wie in Ulm“, glaubt Gronauer. „Wir dürfen uns einfach nicht mehr so viele Fehler erlauben“, fordert der ehemalige US-Profi.

Mit dem US-Amerikaner Jake Levin haben die Saarländer einen der besten Spieler der Liga in ihren Reihen. Mit bislang fünf Homeruns führt der Neuzugang der Hornets die Statistiken an. Desweiteren verpflichtete Saarlouis im Winter den kroatischen Nationalspieler Andrija Tomic und in Kyle Stahl einen weiteren Mann aus Übersee. Ihre beiden Siegen fuhren die „Hornissen“ gegen Ulm und Stuttgart ein. In der baden-württembergischen Landeshauptstadt überzeugte der letztjährige Tabellensiebte durch Nervenstärke. Erst in der Verlängerung bezwang Saarlouis die Reds. Gegen die Legionäre mussten die Hornets in der vergangenen Spielzeit vier klare Niederlage quittieren.

Boden gut machen

Für die Regensburger zählen gegen den Aufsteiger von 2015 denn auch nur zwei Siege. Da sich Heidenheim und Mainz im direkten Duell gegenseitig die Punkte nehmen, könnten die Schwabelweiser im Kampf um die Top-Plätze Boden gut machen. „Ich hoffe, dass wir schnell in die Spur zurückfinden und dass die Spieler, die auf dem Feld stehen, ihre Leistung erbringen“, erklärt Gronauer.

Gegen die Saarlouis Hornets wird es in erster Linie auf die Offensive der Legionäre ankommen. In der laufenden Saison präsentierte sich bislang vor allen Dingen Alexander Schmidt und Nino Sacasa in prächtiger Schlaglaune.

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