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Legionäre
Samstag, 18. August 2018 31° 3

Baseball

Prestige-Duell für die Legionäre

Die Regensburger möchten bei den Spielen in Mainz einen direkten Konkurrenten ausstechen. Sie haben dafür Kraft getankt.
Von Matthias Ondracek

Für Mike Bolsenbroek und die Legionäre steht in Mainz einiges auf dem Spiel. Foto: Eisenhuth
Für Mike Bolsenbroek und die Legionäre steht in Mainz einiges auf dem Spiel. Foto: Eisenhuth

Regensburg.Richtig eng geht es zu im Rennen um die Playoffs. Nach knapp zwei Dritteln der Saison in der Baseball-Bundesliga Süd trennt die Buchbinder Legionäre auf Rang zwei und den Tabellenvierten Mainz Athletics nur eine Niederlage. An diesem Wochenende kommt es zum zweiten Duell der beiden Erzrivalen in dieser Saison. In den Hinspielen teilten sich die beiden Kontrahenten die Siege (10:5, 7:9). Zumindest einen Erfolg wollen die Regensburger auch auswärts einheimsen, um die Rheinhessen auf Distanz zu halten. Die Oberpfälzer reisen nach der Pfingstpause mit voll geladenen Akkus nach Rheinland-Pfalz. Die erste Begegnung findet an diesem Freitagabend (19 Uhr) statt. Spiel zwei ist für Samstag (14 Uhr) angesetzt.

Es war eine willkommene Ruhepause für den Bundesliga-Zweiten. Acht Spiele in 15 Tagen hatten die Buchbinder Legionäre vor Pfingsten absolviert. Die Kraftreserven des fünfmaligen deutschen Meisters wurden bis aufs Letzte ausgeschöpft. Vor allem die Werferriege der Oberpfälzer wurde währenddessen strapaziert. Am vergangenen Wochenende standen lediglich zwei lockere Testspiele gegen ehemalige Legionäre-Größen auf dem Plan. Am Montag ging es für das Team von Trainer Kai Gronauer dann zum Kloster Weltenburg. Dort ging es nach einem ausgedehnten Spaziergang unter anderem mit dem Boot durch den Donaudurchbruch. Mit diesem Ausflug wollen die Regensburger weiter ihren Teamgeist stärken.

Vergleich kann entscheiden

Moral bewiesen die Oberpfälzer bereits in ihrem bislang letzten Auftritt in der Bundesliga Süd gegen die München-Haar Disciples. In einem packenden Derby avancierte der frisch vermählte Matt Vance mit seinem Homerun bei der allerletzten Schlagchance zum Helden. Danach genoss der US-Amerikaner die wohlverdienten Flitterwochen.

So ein Sieg schweißt zusammen. Diesen Schwung wollen die Schwabelweiser nun auch in die Auswärtspartien in Mainz mitnehmen. Die Duelle mit dem zweimaligen Meister bergen von je her großes Prestige, heuer steht sogar noch etwas mehr auf dem Spiel.

Nach der Anpassung des Modus in der Bundesliga zählen die Ergebnisse gegen die Top Vier quasi doppelt. Jene Spitzenteams treffen nach der regulären Saison in einer Zwischenrunde ein weiteres Mal in zwei Partien aufeinander. Die Siege respektive Niederlagen gegen die direkten Kontrahenten werden aus der Hauptrunde mitgenommen. Für den Halbfinal-Einzug wird dann eine neue Tabelle gebildet. Im Zweifel entscheidet der direkte Vergleich über K.o.-Runde oder Saisonende. Umso wichtiger sind die Resultate gegen Teams wie Mannheim, Mainz oder Haar, die sich allesamt noch im Pulk hinter Spitzenreiter Heidenheim Heideköpfe tummeln.

Die Buchbinder Legionäre erarbeiteten sich in den vergangenen Wochen im Rennen um das Halbfinale einen kleinen Vorsprung vor der Konkurrenz. Mit drei Siegen aus vier Partien gegen die Haar Disciples entschieden die Schwabelweiser den direkten Vergleich gegen die Münchner für sich. Bei den Mainz Athletics wollen die Oberpfälzer den nächsten direkten Kontrahenten ausstechen. Die Grün-Gelben mussten zuletzt einen Dämpfer im Rennen um die begehrten Plätze hinnehmen. Gegen die Saarlouis Hornets gaben die A’s die zweite Begegnung ab. Nach inzwischen fünf Splits in Folge gegen Haar, Stuttgart, Heidenheim, Regensburg und Saarlouis rutschten die Rheinhessen auf Rang vier ab.

Duo wird schmerzlich vermisst

Daher sehnen die Mainzer die Rückkehr der verletzten Nationalmannschaftswerfer Tim Stahlmann und Jan-Niclas Stöcklin herbei. Das Duo fällt bereits seit Saisonbeginn aus. Wann die beiden potentiellen Starting Pitcher wieder ins Geschehen eingreifen können, ist noch offen.

Derweil holen beim Meister von 2007 und 2016 andere Akteure die Kohlen aus dem Feuer. Yannic Wildenhain, James Watts und Connor Little schultern die Hauptlast auf dem Werferhügel. In der Offensive überragt Neu-Athletic Austin Gallagher. Peter Johannessen, Nicolas Weichert und Kevin Kotowski stehen ihm und Spielertrainer Max Boldt zur Seite.

Die Buchbinder Legionäre haben bei den Gastspielen in Mainz alle Mann an Bord. So wird Mike Bolsenbroek aller Voraussicht nach an diesem Freitag als Pitcher beginnen.

Am Samstag steht Bill Greenfield zur Verfügung. Als Einwechselwerfer empfahlen sich zuletzt vor allem der künftige US-Profi Niklas Rimmel sowie Daniel Mendelsohn.

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