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Baseball

Buchbinder Legionären geht die Puste aus

Die Regensburger lassen mit einem Kantersieg gegen Rekordmeister Mannheim aufhorchen. Danach fehlt die Durchschlagskraft.
Von Matthias Ondracek

Voller Einsatz: Legionär Marcel Jimenez im ersten Duell mit den Mannheim Tornados Foto: Stefan Müller
Voller Einsatz: Legionär Marcel Jimenez im ersten Duell mit den Mannheim Tornados Foto: Stefan Müller

Regensburg.Die Buchbinder Legionäre haben auch im zweiten Teil des Baseball-Marathons in der Bundesliga Süd eine Siegteilung erlangt. Gegen Rekordmeister Mannheim Tornados feierten die Regensburger am Dienstagabend noch einen überraschend klaren 15:5-Kantersieg. Am Maifeiertag revanchierten sich die Badener und brachten den Hausherren eine 2:5-Niederlage bei. Schon am Wochenende waren die Schwabelweiser mit einem Sieg und einer Pleite im Gepäck aus Stuttgart zurückgekehrt.

Mit einer Bilanz von 7:5 befindet sich das Team von Trainer Tomas Bison weiter mittendrin im Rennen um die vier Playoff-Plätze in der Südstaffel. Am Wochenende wartet mit den München-Haar Disciples der dritte Gegner in nur einer Woche.

Gegen die Mannheimer präsentierte sich die Legionäre-Offensive am Dienstagabend in prächtiger Schlaglaune. Ingesamt 16 Hits fuhren die Regensburger ein. Die Gäste hingegen taten sich schwer mit den Würfen des Legionäre-Trios Daniel Mendelsohn, Michael Wöhrl und Jan Tomek.

Trainer Bison hatte Mendelsohn anstatt seines etatmäßigen Starters für Spiel eins, Bill Greenfield, auf das Feld beordert. Der Angriff der Oberpfälzer wurde bereits im zweiten Durchgang erstmals aktiv. Nach drei Hits in Folge von Eric Harms, Elias von Garßen und Marcel Jimenez erlief Harms den ersten Run für die Regensburger. Unmittelbar danach nutzte von Garßen zwei Unachtsamkeiten der Tornados zum 2:0. Die Führung der Hausherren währte zunächst nur kurz.

Acht Punkte in einem Inning

Im direkten Gegenzug glich Mannheims Spielertrainer Sascha Lutz mit einem Two-Run-Homerun aus. Es war der einzige erfolgreiche Treffer gegen Mendelsohn, der nach dem dritten Inning Platz machte für seinen Werferkollegen Wöhrl. Der Regensburger hielt sich bei seinem Kurzeinsatz schadlos und wurde letztlich als Winning Pitcher notiert. Denn die Offensive der Legionäre explodierte anschließend förmlich. Sieben Hits schenkten die Schwabelweiser den Tornados allein in diesem Spielabschnitt ein. Zwei Feldspielfehler der Gäste kamen hinzu, und so sorgte der fünfmalige Meister mit einer Acht-Punkte-Rallye für die Vorentscheidung. Spätestens, als dann Pascal Amon ein Inning später auch noch zum Three-Run-Homerun ausholte, war die Messe gelesen. Zwei weitere Runs im sechsten Durchgang schufen zunehmend klare Verhältnisse, daran änderten auch die drei Zähler der Tornados gegen den zweiten Legionäre-Einwechselwerfer Tomek nichts mehr. Nach sieben Innings war die Begegnung aufgrund der Ten-Run-Rule vorzeitig beendet.

Wesentlicher knapper ging es im zweiten Aufeinandertreffen am Tag der Arbeit zu. Während den Mannheimern am Vortag nur drei Hits gelungen waren, packte der Rekordmeister nun neun Treffer auf die Anzeigetafel. Im zweiten Durchgang eröffnete der Ex-Regensburger Lucas Dickman mit einem Double die Punktejagd der Tornados. Routinier Moritz Höhlein ermöglichte seinem Teamkollegen in der Folge den ersten Run der Partie.

Harms verletzt sich

Nur ein Inning später hämmerte Mitch Nilsson den Ball weit ins Rightfield und erhöhte mit seinem Three-Run-Homerun auf 4:0 für die „Wirbelwinde“. Mit Philipp Meyer hatte Legionäre-Coach Bison erneut einen Nachwuchsakteur als Starting Pitcher aufgeboten. Diesmal war es die Regensburger Offensive, die gegen die Mannheimer Werfer kaum zur Entfaltung kam. Starter Sam Holland hielt die Schwabelweiser über sechs Durchgänge lang an der kurzen Leine.

Erst mit der Einwechslung von Nationalmannschaftswerfer Julius Spann kam Leben in die Angriffsmaschinerie der Gastgeber. Elias von Garßen schickte bei geladenen Bases Lukas Jahn und Pascal Amon nach Hause und verkürzte auf 2:5. Die Tornados hatten ihren Vorsprung kurz davor ausgebaut. Es blieb aber das letzte Aufbäumen der Legionäre. Eine Verletzung von Eric Harms, der sich bei einem spektakulären Diving Catch eine Blessur an der Schulter zuzog, trübte zusätzlich die zweite Begegnung.

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