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Baseball

Die Legionäre stehen unter Druck

Die Regensburger müssen im bayerischen Derby gegen die München-Haar Disciples ran und brauchen Punkte.
Von Matthias Ondracek

Bill Greenfield kämpft mit den Legionären um das zweite Halbfinal-Ticket. Foto: Brüssel
Bill Greenfield kämpft mit den Legionären um das zweite Halbfinal-Ticket. Foto: Brüssel

Regensburg.Das Feld ist zusammen gerückt. Sechs Partien vor dem Ende der Zwischenrunde in der Baseball-Bundesliga liegen die Buchbinder Legionäre als Tabellenzweiter der Südstaffel nur noch zwei Siege vor dem Vierten Mainz. Der Vorsprung auf Lokalrivale München-Haar Disciples beträgt lediglich einen Erfolg. Das Rennen um das zweite Halbfinal-Ticket hinter den Heidenheim Heideköpfen nimmt vor dem Saisonendspurt gehörig an Fahrt auf. So ist auch das Derby gegen die Haarer an diesem Wochenende hochbrisant. Am Samstag gastieren die Münchner Vorstädter ab 14 Uhr zunächst in Schwabelweis. Einen Tag später treten die Regensburger zur gleichen Zeit bei den „Jüngern“ an.

Zweimal einen Vorsprung verspielt

Nach den beiden Niederlagen bei den Mainz Athletics in der Vorwoche steigt der Druck auf die Legionäre. Zweimal gaben die Oberpfälzer einen Vorsprung spät noch aus der Hand. In der zweiten Begegnung führte das Team von Trainer Kai Gronauer bereits mit acht Punkten, um am Ende doch mit leeren Händen dazustehen. „Es nützt nichts mehr, den verpassten Chancen nachzutrauern. Wir blicken nur nach vorne“, sagt Gronauer: „Wir haben es in der eigenen Hand, dass es mit zwei Siegen am kommenden Wochenende wieder besser für uns aussieht.“ Immerhin entschieden die Regensburger durch die beiden klaren Erfolge (15:4, 5:0) in den Hinspielen der Zwischenrunde den direkten Vergleich gegen die Münchner für sich.

Von bislang sechs Begegnungen mit den Disciples in diesem Jahr gewannen die Buchbinder Legionäre fünf. Zwei weitere Erfolge der Oberpfälzer würde für die „Jünger“ beinahe das sichere Aus im Kampf um den Playoff-Einzug bedeuten. „Es wäre sehr wichtig für uns, die Haarer mit zwei Siegen wieder auf Distanz zu bringen“, erklärt Nationalspieler Alexander Schmidt auf der Vereinshomepage. „Wir müssen einfach sehen, dass wir konzentriert bleiben und wirklich neun Innings lang dabei sind, dass so etwas wie gegen Mainz nicht noch einmal passiert“, fährt der Infielder fort. Bei den Rheinhessen reichte dem Gronauer-Team eine zwischenzeitliche Acht-Punkte-Führung nicht zum Sieg.

Michael Stephan ist wieder dabei

Rechtzeitig zum Duell mit seinem ehemaligen Klub steht auch Michael Stephan den Regensburgern wieder zur Verfügung. Der langjährige Haarer geht optimistisch in das Aufeinandertreffen mit seinen Ex-Kollegen: „Ich denke, dass wir nach wie vor in einer sehr guten Position sind, das Halbfinale zu erreichen.“ Der Neu-Regensburger warnt jedoch vor den Münchnern: „Nach den Abgängen in Haar sehen die Disciples viele und eventuell sie sich selbst nun als Underdog, was es ihnen erlaubt, ohne viel Druck aufspielen zu können. So etwas ist immer gefährlich.“

Im Vorjahr erreichte Stephan mit dem Lokalrivalen der Regensburger erstmals in der Vereinsgeschichte der Münchner das Halbfinale. Eine Errungenschaft, die der First Baseman in diesem Jahr unbedingt mit seinem neuen Verein wiederholen möchte. „Nicht ins Halbfinale einzuziehen wäre für mich eine herbe Enttäuschung.“

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