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Baseball

Die Legionäre verpassen das Endspiel

Bei der Fortsetzung der Halbfinalpartie hat Bonn das bessere Ende für sich. Im Finale wartet nun Heidenheim.
Von Matthias Ondracek

Matt Vance schaut seinem hohen Flyball hinterher – zum Einzug ins Endspiel reichte es für die Buchbinder Legionäre aber nicht. Foto: Gregor Eisenhuth
Matt Vance schaut seinem hohen Flyball hinterher – zum Einzug ins Endspiel reichte es für die Buchbinder Legionäre aber nicht. Foto: Gregor Eisenhuth

Bonn.Der Traum vom Finale ist ausgeträumt. Die Buchbinder Legionäre haben das Endspiel um die deutsche Baseball-Meisterschaft verpasst. In der Fortsetzung des vor zwei Wochen wegen Dunkelheit abgebrochenen Spiels bei den Bonn Capitals unterlagen die Regensburger mit 2:3. Genau mit diesem Zwischenstand wurde die Begegnung im fünften von neun Durchgängen wieder aufgenommen. Die Rheinländer setzten sich damit in der „Best-of-Five“-Serie mit 3:2 durch und treffen ab Mittwoch im Kampf um den Titel auf die Heidenheim Heideköpfe. Für die Schwabelweiser ist die Saison hingegen beendet.

Es war eine besondere Situation. Zwei Wochen nach dem historischen 19-Inning-Thriller in Bonn und dem daraus resultierenden Abbruch mussten die Regensburger erneut in die Rheinaue reisen. Nach der Nationalmannschaftspause war die Fortsetzung der Partie vom 16. September auf den Samstag terminiert worden. In der ersten Hälfte der Begegnung hatten die Schwabelweiser im Auftaktinning einen Zähler durch Nino Sacasa vorgelegt. Die Rheinländer jedoch konterten, ehe die Oberpfälzer den erneuten Ausgleich durch Eric Harms erzielten.

Bolsenbroek ersetzt Grimes

Als die Schiedsrichter die Begegnung wegen der einsetzenden Dunkelheit und zunehmend schlechter Lichtverhältnisse abbrachen, hatten die Bonner gerade durch einen Opferschlag von Nationalspieler Vincent Ahrens in Person von Daniel Lamb-Hunt die abermalige 3:2-Führung erlaufen. Bei einem Läufer auf der zweiten Base und einem Aus wurde das Aufeinandertreffen an diesem Wochenende wieder aufgenommen. Wie erwartet ersetzte Mike Bolsenbroek Infielder David Grimes auf dem Werferhügel, der zum Zeitpunkt des Abbruchs die ungewohnte Rolle eingenommen hatte.

Mit dem niederländischen Pitcher-Ass zogen die Regensburger den Kopf im fünften Durchgang aus der Schlinge. Mit einem Strikeout und einem Groundout befreiten sich die Oberpfälzer aus der nach wie vor brenzligen Situation, Nationalspieler Maurice Wilhelm konnte von der zweiten Base aus keinen weiteren Zähler verbuchen. Nun waren die Regensburger gefragt, den Rückstand in den verbleibenden vier Schlagchancen wettzumachen. Die Capitals verzichteten auf einen Wechsel auf der Pitcher-Position und gingen mit Nationalmannschaftswerfer Sascha Koch, der die Begegnung vor zwei Wochen begonnen hatte, in die Wiederaufnahme. Mit drei schnellen Aus fand der Bonner schnell ins Spiel. Im direkten Gegenzug gelang dem ersten Bonner Schlagmann ein Treffer gegen Bolsenbroek.

Denkwürdige Halbfinalserie

Es sollte der einzige Hit bleiben, den der Europameister auf Seiten der Regensburger an diesem Tag hinnehmen musste. Ihre beste Chance zu punkten hatten die Gäste im achten Inning. Pascal Amon gelangte per Freilauf auf die erste Base. Nino Sacasa und Matt Vance opferten sich in der Folge, wodurch sich der Ex-Profi bis auf die dritte Base vorarbeiten konnte. Bei zwei Aus schafften es die Buchbinder Legionäre aber nicht, den so dringend notwendigen Run über die Homeplate zu schieben. Koch hielt sich im weiteren Spielverlauf schadlos und beendete schließlich mit zwei Strikeouts die Partie.

Die Bonn Capitals ziehen damit zum zweiten Mal in Folge und zum dritten Mal in ihrer Vereinsgeschichte ins Endspiel um die Meisterschaft ein. Wie im Vorjahr trifft der Nordmeister dort auf Südprimus Heidenheim Heideköpfe. In der vergangenen Saison setzte sich der Südligist mit 3:2 durch und sicherte sich den dritten Titel in der Vereinsgeschichte. Die Rheinländer warten hingegen im 24. Jahr der Bundesliga-Zugehörigkeit noch auf ihre erste Meisterschaft. Für die Regensburger hingegen endet Saison eins nach dem erstmaligen Verpassen der Playoffs nach einer denkwürdigen Serie im Halbfinale. Das Endspiel um die Meisterschaft findet so zum zweiten Mal in Folge ohne die Legionäre statt. Dennoch ist die Spielzeit für die Schwabelweiser als Erfolg zu werten.

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