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Baseball

Duell um den zweiten Platz

Die Legionäre reisen mit Offensiv-Schwung zum Rekordmeister. Regensburger können zweiten Platz in Bundesliga Süd sichern.
Von Matthias Ondracek

Legionäre-Urgestein Matt Vance fühlt sich an alte Zeiten erinnert. Foto: Stefan Müller
Legionäre-Urgestein Matt Vance fühlt sich an alte Zeiten erinnert. Foto: Stefan Müller

Regensburg.Vier Spiele stehen für die Buchbinder Legionäre in der regulären Saison noch auf dem Plan. Vier Partien, die darüber entscheiden, auf welcher Position die Regensburger in die Playoffs in der Baseball-Bundesliga starten. Von Platz eins bis vier ist dabei alles möglich. Bereits am Wochenende könnten die Schwabelweiser jedoch den zweiten Rang fixieren. Am Samstag und Sonntag (jeweils 13 Uhr) treten die Oberpfälzer bei den Mannheim Tornados an. Der Rekordmeister offenbarte zuletzt Schwächen und muss um die Viertelfinal-Teilnahme bangen. Mit zwei Niederlagen könnte das das Team von Tomas Bison am Ende noch hinter die Kurpfälzer abrutschen.

Der nächste Gegner

  • Tradition:

    Mit elf Meisterschaften sind die Mannheim Tornados das erfolgreichste Team im deutschen Baseball. Der letzte Titel liegt allerdings bereits 22 Jahre zurück.

  • Topstart:

    Im Winter rüsteten die Badener auf und holten mit Sascha Lutz ein Bundesliga-Urgestein als Spielertrainer. Nach einem vielversprechenden Start und zwischenzeitlicher Tabellenführung büßte der Rekordmeister an Boden ein und zittert noch um die Playoffs.

Die Vorzeichen vor dem Prestige-Duell sprechen für die Regensburger: Mit einer Serie von neun Siegen in Folge ist der fünfmalige Meister das heißeste Team in der Liga. Nach Doppelsiegen gegen Ulm, Heidenheim und Saarlouis machten die Schwabelweiser am vergangenen Spieltag mit zwei Erfolgen gegen die Stuttgart Reds den Playoff-Einzug perfekt. Die Mannheimer hingegen verloren fünf der letzten sechs Partien. Aktuell liegen die Legionäre mit 18:6-Siegen als Tabellenzweiter zwei Niederlagen hinter Spitzenreiter Mainz Athletics (19:4). Bei vier ausstehenden Spielen für die Regensburger beziehungsweise fünf für die A’s ist die inoffizielle Südmeisterschaft theoretisch noch möglich. Der Dritte Heidenheim (17:9) sowie der Vierte Mannheim (14:9) schielen aber auch noch auf eine bessere Ausgangsposition.

Ein Sieg für Platz zwei

Die Hoffnungen der Tornados auf Rang zwei könnte das Bison-Team am Wochenende ersticken. Dazu würde den Oberpfälzern ein Erfolg genügen. Trotz der aktuellen Schwächephase des Rekordmeisters sind die Legionäre gewarnt. „Wir wollen auf jeden Fall den zweiten Platz behalten. In Mannheim ist es immer schwierig, wir müssen weiter Gas geben“, mahnt Legionäre-Routinier Matt Vance.

Baseball

Mit Homerun-Show in die Playoffs

Die Legionäre beeindrucken gegen Stuttgart mit einem Offensiv-Spektakel. Der Viertelfinal-Einzug ist damit perfekt.

Die Darbietungen der Buchbinder Legionäre in den vergangenen Wochen geben großen Anlass zum Optimismus. Nicht nur die aktuelle Siegesserie beeindruckt. Auch die Art und Weise, mit der der fünfmalige Meister die Erfolge einfuhr, war bemerkenswert. Während zu Beginn der Saison vor allen Dingen die Werferriege die nötige Sicherheit ausstrahlte, nahm die Offensive der Regensburger zuletzt richtig Fahrt auf. Allein in der Englischen Woche vom 25. Mai bis zum 2. Juni erzielten die Schwabelweiser herausragende elf Homeruns in sechs Spielen. „Ich weiß nicht, ob wir das ganze letzte Jahr überhaupt so viele geschlagen haben“, scherzte Vance nach den Heimspielen gegen Stuttgart bei „LegionäreTV“. Auch die Pitcher knüpften an ihre Form von Saisonbeginn an. „Es war eine gute Teamleistung. Wir haben durch die Bank gut gespielt. Alle haben geschlagen und die Pitcher waren die ganze Woche wahnsinnig gut, auch diejenigen, die nicht so oft spielen“, resümierte Vance.

Wie in der Meister-Ära

Der dienstälteste Legionär ist sehr angetan von der aktuellen Leistungsexplosion des Teams und fühlt sich sogar an die besten Zeiten des Regensburger Baseballsports erinnert. „Ich habe ein bisschen das Gefühl, wir spielen wie die Legionäre von 2010 bis 2013. Als wir die vier Meisterschaften in Folge gewonnen haben, hat jeder mitgezogen, jeder gut geschlagen. Und dieses Gefühl habe ich momentan auch ein wenig. Die Mannschaft hat sich die letzten Jahre gut entwickelt und das ist das Resultat. Es macht echt Spaß, das mitzumachen“, schwärmte Vance. „Ich glaube, es kommt ein bisschen mit der Erfahrung der verangenen Jahre“, fuhr der US-Amerikaner fort, der seit 2009 das Trikot der Regensburger trägt.

Nun gilt es die aktuelle Form zu konservieren und die wichtigste Phase der Saison mitzunehmen. „Wir müssen die letzten vier Spiele so weitermachen. Die Playoffs haben wir zwar erreicht, aber wir müssen jetzt dranbleiben und uns darauf vorbereiten“, forderte der 32-Jährige.

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