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Für die Legionäre geht es ums Finale

Beiden Teams fehlen noch zwei Siege. Beim Rekordteam aus Bonn fällt am Samstag und Sonntag die Entscheidung.
Von Matthias Ondracek

US-Rückkehrer Pascal Amon versprüht Zuversicht bei den Buchbinder Legionären: „Diese Mannschaft hätte den Titel verdient.“ Foto: Eisenhuth
US-Rückkehrer Pascal Amon versprüht Zuversicht bei den Buchbinder Legionären: „Diese Mannschaft hätte den Titel verdient.“ Foto: Eisenhuth

Regensburg.Finale oder Saisonende? Für die Buchbinder Legionäre geht es an diesem Wochenende um alles oder nichts. In den Halbfinal-Rückspielen der Baseball-Bundesliga treffen die Regensburger am Samstag (14 Uhr) und Sonntag (12 Uhr) auf die Bonn Capitals. Nach den Hinspielen in Schwabelweis steht es in der „Best-of-Five“-Serie 1:1. Sollte nach den beiden Partien in der Rheinaue noch immer kein Sieger feststehen, findet die entscheidende fünfte Begegnung im Anschluss an Spiel vier ebenfalls in Bonn statt. Vor Wochenfrist hatten die Oberpfälzer die Rekordserie von 40 Spielen ohne Niederlage der Rheinländer beendet.

So liefen die beiden ersten Halbfinal-Duelle in Regensburg:

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Dramatisches Wochenende für Legionäre

Die Legionäre beenden zwar im ersten Halbfinale die Bonner Rekordserie. Doch im zweiten Spiel schlagen die Gäste zurück.

Noch nie war es einem Team in der Geschichte der Bundesliga gelungen, über eine so lange Saison ungeschlagen zu bleiben. Die bisherige Bestmarke hielten die Mannheim Tornados, die das Jahr 1984 mit 19 Siegen und keiner Niederlage abschlossen. Die Regensburger zeigten sich vor heimischer Kulisse jedoch unbeeindruckt von der Serie der Capitals und entschieden gleich das erste Duell mit dem Nordmeister mit 6:1 für sich. „Für einige war das Ergebnis vielleicht unerwartet, für uns aber nicht. Wir haben stark gepitcht und in den richtigen Situationen unsere Punkte gemacht“, resümiert Einwechselwerfer Philipp Meyer bei „LegionäreTV“.

Werfer der entscheidende Faktor

Die Größe der Werferriege könnte in Bonn eine entscheidende Rolle spielen. Sollten sich die beiden Teams wie in der Vorwoche die Siege in den Spielen drei und vier teilen, stünde eine weitere Partie auf dem Programm. Bis zu 27 Innings müssten die Pitcher beider Klubs dann absolvieren. Eine Mammutaufgabe, die höchste Konzentration erfordert. „Ich bin mir sicher, dass Pitching am Wochenende wieder eine sehr große Rolle spielen wird“, meint Ex-Profi Pascal Amon. In den Heimspielen bekamen die Zuschauer zwei Legionäre-Gesichter zu sehen. Im ersten Aufeinandertreffen kontrollierte Legionäre-Ass Mike Bolsenbroek die Offensive der Capitals, im zweiten Duell ließ das Bonner Pendant Markus Solbach den Angriff der Regensburger nicht zur Entfaltung kommen.

Bonns Ass im Ärmel

Der frühere Minor-League-Profi Solbach ist auch das Ass im Ärmel von Spielertrainer Bradley Roper-Hubbert. Der 27-Jährige ist der aktuell wohl beste Werfer Deutschlands und stellte die Legionäre in Spiel zwei vor enorme Probleme. „Ich glaube, dass die Offensive besser und effektiver sein wird, da beide Teams die Pitcher schon einmal gesehen haben und ungefähr wissen, was auf sie zukommt“, erklärt Amon. „Ich bin zuversichtlich, dass wir auch eine bessere Leistung gegen Solbach abliefern werden.“ Unklar ist, wann die Bonner ihren Ausnahmewerfer aufbieten werden. Nur Spiel vier ist wohl US-Boy Riley Barr vorbehalten.

Die Devise für die Regensburger ist so oder so klar. „Wir versuchen natürlich unsere Leistung von Spiel eins abzurufen und früh Punkte zu machen, um unseren Pitchern ein bisschen Druck zu nehmen“, sagt Amon. Der in diesem Jahr von den Los Angeles Dodgers entlassene Ex-Profi fand zuletzt wieder zu alter Form. Der 20-Jährige stand 2015 bereits mit den Buchbinder Legionären im Endspiel um die Meisterschaft und macht keinen Hehl daraus, dass er wieder dorthin zurück will. „Der Finaleinzug dieses Jahr ist mir sehr wichtig. Ich bin überzeugt davon, dass diese Mannschaft es verdient hätte“, erklärt Amon.

Vier Teams, zehn Titel

  • Zweites Halbfinale:

    Parallel zu den Legionären in Bonn kämpfen die Heidenheim Heideköpfe bei den Solingen Alligators um den Einzug ins Finale. Nach den Hinspielen führt der Titelverteidiger 2:0. Insgesamt vereinen die Halbfinalisten 20 Endspiel-Teilnahmen und zehn Titel.

  • Übersicht:

    Solingen Alligators (4 Finalteilnahmen/2 Titel): 2005, 2006, 2013, 2014; Heidenheim Heideköpfe (5/3): 2009, 2010, 2014, 2015, 2017; Bonn Capitals (2/0): 1999, 2017; Buchbinder Legionäre (9/5): 2006, 2007, 2008, 2010, 2011, 2012, 2013, 2015, 2016,

Freilich hat sich das Team der Oberpfälzer während Amons USA-Aufenthalt verändert. Die Entwicklung, die die Mannschaft in den letzten beiden Jahren durchlaufen hat, ist aber nicht zu übersehen. „Wir sind ein sehr junges Team, aber das fällt auf dem Platz sehr selten auf. Wir spielen jedes Spiel selbstbewusst und wissen, dass wir jedes Team schlagen können“, sagt Amon. Optimistisch geht auch Teamkollege Meyer an die Partien mit den Rekord-Bonnern. „Wir wollen an das erste Spiel anknüpfen. Unser Ziel ist, es in den nächsten zwei Spielen klarzumachen“, erklärt der Internatsschüler.

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