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Legionäre
Dienstag, 25. September 2018 15° 1

Baseball

Legionäre jubeln trotz Pleiten

Die Regensburger gehen in Heidenheim leer aus – schaffen es aber dennoch in die Zwischenrunde der Top Vier.
Von Matthias Ondracek

Nach den Partien in Mannheim und gegen Stuttgart beginnt für die Schwabelweiser um Alexander Schmidt am 21. Juli die Zwischenrunde. Foto: Eisenhuth
Nach den Partien in Mannheim und gegen Stuttgart beginnt für die Schwabelweiser um Alexander Schmidt am 21. Juli die Zwischenrunde. Foto: Eisenhuth

Regensburg.Die Chance auf Platz eins in der Baseball-Bundesliga Süd ist für die Buchbinder Legionäre wohl dahin. Dafür können die Regensburger für die nächste Runde planen. Trotz zweier Niederlagen bei den Heidenheim Heideköpfen qualifizierte sich das Team von Trainer Kai Gronauer für die Zwischenrunde der Top Vier. In Spiel eins am Samstagabend gingen die Schwabelweiser mit 0:15 baden. Die zweite Begegnung am Sonntagnachmittag entschied der Titelverteidiger mit 12:6 für sich. Aufgrund der Doppelniederlage der Mainz Athletics gegen die München-Haar Disciples sind die Legionäre vier Spiele vor dem Ende der regulären Saison aber nicht mehr von einem der ersten vier Plätze zu verdrängen.

Mit genug Selbstbewusstsein konnten die Regensburger am Wochenende zum Meisterschaftsfavoriten reisen. Nur einen gegnerischen Punkt hatten die Legionäre in den letzten vier Partien insgesamt hinnehmen müssen. Auch in Heidenheim deutete sich am Samstagabend anfangs eine knappe Begegnung an. Mike Bolsenbroek lieferte sich ein Pitcherduell mit seinem alten Rivalen Luke Sommer.

Duell der Ex-Profis

Die beiden Ex-Profis nahmen sich zunächst nichts. Bis ins fünfte Inning hielten die beiden Werfer-Asse die Null. Sieben Strikeouts hatte Bolsenbroek bei vier zugelassenen Hits angesammelt, Sommer brachte es auf fünf Strikouts bei nur einem Treffer der Legionäre-Offensive. Im fünften Spielabschnitt brachen die Heideköpfe mit der 1:0-Führung den Bann. Mit einem weiteren Strikeout gegen Heidenheims Australien-Import Mitch Nilsson schien sich Bolsenbroek auf den ersten Blick nichts anmerken zu lassen. Doch schon der nächste Schlagmann Simon Gühring drosch den Ball zum Two-Run-Homerun über den Leftfieldzaun, ehe der ehemalige Regensburger Ludwig Glaser schließlich den Arbeitstag seines alten Teamkameraden beendete.

In der Folge brach die brandgefährliche Heideköpfe-Offensive wie ein Donnerwetter über die Legionäre herein. Vier zusätzliche Runs im fünften und acht weitere im sechsten Durchgang ließen die Lebensgeister bei den Regensburgern wie nach einem Blitzschlag entweichen. Nur zwei Hits standen nach dem vorzeitigen Abbruch der Partie aufgrund der Ten-Run-Rule im siebten Spielabschnitt für die Gäste zu Buche. Nur drei Regensburger Schlagmänner erreichten überhaupt die erste Base. Heidenheim hingegen agierte mit insgesamt fünf Homeruns – vier allein im sechsten Inning – wie entfesselt. Für die zweite Begegnung hatten sich die Buchbinder Legionäre nach der Demütigung am Vorabend dementsprechend viel vorgenommen.

So legten die Oberpfälzer nach einem anfänglichen 0:1-Rückstand richtig los. Sechs Runs verbuchten die Legionäre im dritten und vierten Inning gegen Heidenheims Starter RJ Hively. Alexander Schmidt war dabei mit drei Hits der Motor der Regensburger Offensive. Doch auch die Hausherren schliefen nicht. Erneut war es der fünfte Spielabschnitt, der den Schwabelweisern das Genick brach. Sechs Punkte hämmerte der Spitzenreiter auf die Anzeigetafel und drehte damit einen 4:6-Rückstand. Regensburgs US-Boy Bill Greenfield kassierte sechs Runs und neun Hits und musste bereits in Durchgang fünf das Feld räumen.

Münchner Schützenhilfe

Trotz der beiden enttäuschenden Begegnungen bei den Heideköpfen hatten die Schwabelweiser an diesem Wochenende Grund zur Freude. Bereits vor dem ersten Aufeinandertreffen mit dem Spitzenreiter stand fest, dass die Regensburger nach einem Jahr Abstinenz unter die besten acht Teams des Landes zurückkehren. Mainz unterlag zuhause zweimal (1:5, 0:1) gegen die München-Haar Disciples und können die Legionäre nicht mehr aus den Top Vier verdrängen.

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