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Baseball

Legionäre kassieren herben Dämpfer

Regensburger verlieren zweimal gegen Spitzenreiter Heidenheim. Am Freitag kommt es zum alles entscheidenden Duell.
Von Matthias Ondracek

Lukas Jahn (links) und die Regensburger straucheln gegen Heidenheim. Foto: Gregor Eisenhuth
Lukas Jahn (links) und die Regensburger straucheln gegen Heidenheim. Foto: Gregor Eisenhuth

Regensburg.Bitteres Wochenende für die Buchbinder Legionäre. Die Regensburger Baseballer haben auf dem Weg ins Playoff-Halbfinale einen herben Dämpfer erlitten. Am vorletzten Spieltag der Zwischenrunde unterlagen die Schwabelweiser zweimal gegen Spitzenreiter Heidenheim Heideköpfe. Vor heimischer Kulisse verloren die Oberpfälzer am Samstag mit 2:7. Auf der Ostalb reichte dem Team von Trainer Kai Gronauer auch eine 6:0-Führung nicht, am Ende kam der fünfmalige Meister sogar mit 6:16 unter die Räder. Durch die Doppelniederlage verspielten die Legionäre ihr Polster auf die Verfolger im Rennen um die K.o.-Runde. Nächstes Wochenende kommt es in der Armin-Wolf-Arena zum Showdown um Platz zwei mit den nun punktgleichen Mainz Athletics.

Heidenheim überzeugt

Die Regensburger waren nach dem Sieg vor drei Wochen gegen die Heideköpfe mit viel Selbstvertrauen ins Duell mit dem Titelverteidiger gegangen. Doch die Buchbinder Legionäre taten sich am Samstagnachmittag von Beginn an schwer mit den Würfen von Heidenheims Starting Pitcher Clayton Freimuth. Immer wieder fischte die Defensive der Ostschwaben die Schläge der Oberpfälzer aus der Luft. Nur zwei Hits gelangen den Hausherren gegen den US-Amerikaner. Da auch Mike Bolsenbroek auf Regensburger Seite den Kopf trotz einiger brenzliger Situation immer wieder aus der Schlinge zog, blieb die Begegnung allerdings lange Zeit offen.

Im zweiten Durchgang gingen die Heideköpfe mit 1:0 in Führung. Den Vorsprung baute der dreimalige Bundesliga-Champion im fünften Spielabschnitt auf 3:0 aus. Danach gelang auch den Schwabelweisern endlich Zählbares. Zunächst schaffte Elias von Garßen im fünften Inning den Punkt zum 1:3-Anschluss, einen Durchgang später schob Lukas Jahn bei voll besetzten Bases Jose Palacios zum 2:3 über die Homeplate. Inzwischen hatte Heidenheim Marcel Giraud für Freimuth eingewechselt. Doch auch gegen den neuen Mann konnten die Regensburger letztlich nur einen weiteren Treffer verbuchen. Die Gäste hingegen erhöhten gegen Einwechselwerfer Michael Wöhrl zum 2:7-Endstand.

Viel schwerer als die Heimpleite am Samstag wog jedoch die Auswärtsniederlage am Sonntag. Die Buchbinder Legionäre erwischten bei den Heideköpfen einen Blitzstart. Pascal Amon gab mit seinem Solo Homerun im ersten Inning den Startschuss. Eric Harms und David Grimes erhöhten einen Durchgang später auf 3:0. Angeführt von Amon, der weitere zwei Punkte ins Ziel schlug, zogen die Oberpfälzer bis auf 6:0 davon. Als bei Regensburgs Starter Bill Greenfield langsam die Kräfte schwanden, kam der amtierende Meister aber auf fulminante Art und Weise zurück. Beim Stand von 6:5 für die Legionäre nahm Trainer Gronauer den US-Boy vom Feld.

Ein Fehler in der Defensive der Schwabelweiser bescherte den Heideköpfen schließlich im siebten Spielabschnitt die erstmalige Führung an diesem Tag. Bei den Legionären brachen daraufhin alle Dämme. Je sieben Runs im siebten und achten Inning fuhr die erfahrene Angriffsformation der Heidenheimer gegen die Regensburger ein. So endete eine Partie, in der sich die Gronauer-Truppe bis zur Halbzeit auf der Siegerstraße befand, aufgrund der Ten-Run-Rule vorzeitig im achten Spielabschnitt. Eine herbe Enttäuschung für die Oberpfälzer, die es nun schleunigst zu verdauen gilt.

Showdown zuhause gegen Mainz

Schon am kommenden Freitag gastieren die Mainz Athletics zum alles entscheidenden Duell um den Einzug ins Halbfinale in der Regensburger Armin-Wolf-Arena. Die Rheinhessen zogen durch einen Doppelsieg gegen die München-Haar Disciples (7:5, 6:4) am Sonntag mit den Buchbinder Legionären gleich. Beide Teams weisen zwei Spiele vor dem Ende der Zwischenrunde eine Bilanz von 23:15-Siegen auf. Im direkten Vergleich steht es 3:3, die Run Differenz spricht aktuell für die Regensburger. Haar rutschte mit 22:16 auf den vierten Rang ab, hat aber ebenfalls noch theoretische Chancen auf die Playoffs.

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