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Baseball

Legionäre kommen mit blauem Auge davon

Die Regensburger wenden eine zweite Niederlage zum Playoff-Auftakt ab. Titelverteidiger Bonn erweist sich als harte Nuss.
Von Matthias Ondracek

Catcher Jonathan Heimler zog in der ersten Partie gegen Titelverteidiger Bonn Capitals mit den Legionären den Kürzeren.  Foto: Stefan Müller
Catcher Jonathan Heimler zog in der ersten Partie gegen Titelverteidiger Bonn Capitals mit den Legionären den Kürzeren. Foto: Stefan Müller

Regensburg.Den Kopf noch aus der Schlinge gezogen haben die Buchbinder Legionäre zum Playoff-Auftakt der Baseball-Bundesliga. Vor heimischer Kulisse teilten sich die Regensburger in den ersten beiden Viertelfinal-Duellen mit den Bonn Capitals die Siege. In der Neuauflage des Vorjahres-Halbfinal-Krimis verloren die Schwabelweiser am Samstag das erste Aufeinandertreffen mit dem Titelverteidiger mit 4:6. Am Sonntag revanchierten sich die Hausherren mit einem 7:6-Erfolg.

Dabei machte der fünfmalige Meister einen 0:5-Rückstand wett. Damit gehen die Oberpfälzer mit einem 1:1 in der „Best-of-five“-Serie in die maximal drei Partien bei den Rheinländern am kommenden Wochenende. Spiel drei findet am Samstag (14 Uhr) in den Rheinauen statt. Spiel vier steigt am Sonntag (ab 13 Uhr). Sollte eine fünfte Begegnung von Nöten sein, wird diese im Anschluss ausgetragen. Die Legionäre genössen dabei das Nachschlagrecht eines Heimteams.

Schon früh fanden sich die Schwabelweiser am Samstag in der Rolle des Jägers wieder. Im zweiten Durchgang legten die Bonner den ersten Run vor. Auch in der Folge setzte der Titelverteidiger die Oberpfälzer Defensive um Werfer Bill Greenfield gehörig unter Druck. Im dritten Spielabschnitt zimmerte Kevin van Meensel den Ball erstmals an diesem Tag aus dem Stadion und erhöhte auf 4:0. Ein Inning später tat es Wilson Lee seinem Teamkollegen gleich und schraubte das Polster des Titelverteidigers auf fünf Punkte in die Höhe. Die zuletzt so furios agierende Angriffsformation der Legionäre kam gegen Capitals-Starter Sascha Koch zunächst überhaupt nicht zur Entfaltung. Der Nationalspieler war erst vor Kurzem nach einer langwierigen Verletzungspause zurückgekehrt.

Bann durchbrochen

Die fehlende Spielpraxis war dem 21-Jährigen jedoch ganz und gar nicht anzumerken. Lediglich zwei Treffer gelangen den Regensburgern bis ins sechste Inning. Zu diesem Zeitpunkt hatte Koch bereits neun seiner am Ende zehn Strikeouts verbucht.

Erst im siebten Spielabschnitt platzte der Knoten beim Team von Trainer Tomas Bison. Mit vier Runs stemmten sich die Regensburger gegen die drohende Niederlage. Eric Harms und David Grimes durchbrachen den Bann und schafften nach weiteren Treffern von Michael Weigl und Jonathan Heimler den 2:5-Anschluss. Der überragende Koch wurde daraufhin vom Feld genommen. Der eingewechselte Max Schmitz konnte zwei weitere Zähler der Hausherren durch Jeffrey Arndt und Heimler nicht verhindern. Die erste Partie der Viertelfinal-Serie war somit wieder völlig offen.

Legionäre-Starter Greenfield hatte die Offensive der Bonner inzwischen besser im Griff und hielt seine Mannschaft im Spiel. Der dritte Capitals-Werfer, Maurice Wilhelm, gab sich jedoch ebenfalls keine Blöße und ließ keine weiteren Regensburger Hits mehr zu. So sorgte erneut Weller, der die Begegnung mit dem ersten Run eröffnet hatte, auch für den Schlusspunkt im neunten Durchgang.

Die zweite Begegnung nahm zunächst einen ähnlichen Verlauf. Gegen Starting Pitcher Jan Tomek packten die Bonner gleich im ersten Durchgang unter anderem durch einen Homerun von Maurice Wilhelm drei Zähler auf die Anzeigetafel. Im fünften Inning legten die Capitals zwei Runs nach, und erneut fanden sich die Gastgeber mit fünf Punkten im Rückstand. Nino Sacasa markierte im direkten Gegenzug nach einem Hit von Matt Vance das 1:5. Noch einmal legte der amtierende Meister einen Zähler im siebten Durchgang nach. Doch nun war der Siegeswille der Regensburger geweckt.

Comeback durch Vance

Mit einer Fünf-Run-Rallye im gleichen Inning glichen die Legionäre aus. Vance und Elias von Garßen ermöglichten mit ihren Hits das Comeback. Nach einem Feldspielfehler der Bonner erlief Alexander Schmidt den Siegpunkt für das Bison-Team. Bonn konnte gegen den eingewechselten Benji Waite auf dem Regensburger Werferhügel nicht mehr kontern. Überragender Mann der Partie war US-Boy Vance, der mit seinen zwei Treffern allein fünf Runs der Oberpfälzer ins Ziel beförderte.

Beinahe alle Viertelfinal-Serien sind derweil ausgeglichen. Nur Südmeister Mainz erspielte sich durch zwei Siege (7:2, 7:4) gegen Dohren Wild bereits Matchbälle. Nordmeister Solingen teilte sich mit Mannheim die Punkte (1:6, 4:1). Vizemeister Heidenheim Heideköpfe ließ mit einem 10:0 in Paderborn am Samstag aufhorchen. Am Sonntag konterten die Untouchables mit einem 13:10.

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