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Legionäre
Samstag, 21. Juli 2018 28° 8

Baseball

Legionäre mit Sieg und Heimniederlage

Am 27. und 28. Mai folgen Teil drei und vier des Vergleichs mit Haar Disciples. Mike Bolsenbroek dominiert am Werferhügel.
Von Matthias Ondracek, MZ

Die Legionäre – hier mit Jonathan Heimler – konnten nach dem Sieg vom Mittwoch zuhause an Christi Himmelfahrt nicht nachlegen. Foto: Eisenhuth
Die Legionäre – hier mit Jonathan Heimler – konnten nach dem Sieg vom Mittwoch zuhause an Christi Himmelfahrt nicht nachlegen. Foto: Eisenhuth

Regensburg.Mit einem Teilerfolg in der ersten Hälfte des Derby-Viererpacks gegen die Haar Disciples haben die Buchbinder Legionäre ihre Minimalchancen auf die Teilnahme an den Playoffs in der Baseball-Bundesliga Süd aufrechterhalten. In einer gutklassigen Partie setzten sich die Regensburger am Mittwochabend mit 7:3 bei den Münchnern durch. Am Vatertag unterlag das Team von Trainer Kai Gronauer zuhause trotz früher Führung mit 7:10. In der Tabelle rangieren die Schwabelweiser damit weiter auf Platz sechs, drei Niederlagen hinter dem Vierten Haar. Am Wochenende treffen die beiden Lokalrivalen erneut aufeinander. Am Samstag, 27. Mai (14 Uhr), gastieren die Disciples ein weiteres Mal in der Armin-Wolf-Arena. Am Sonntag (14 Uhr) reisen die Oberpfälzer wieder in die Münchner Vorstadt.

Im ersten Spiel des Viererpacks der bayerischen Kontrahenten bestieg auf Regensburger Seite Mike Bolsenbroek den Werferhügel. Legionäre-Coach Kai Gronauer wechselte damit – wie schon gegen Mannheim – seine Pitcher-Rotation. Und diesmal griff die taktische Umstellung. Bolsenbroek fand zu alter Stärke und lieferte sein wohl bestes Saisonspiel ab. Der Niederländer ging fast über die volle Distanz und hielt die Offensive der Haarer kurz. In acht Innings ließ der Zwei-Meter-Hüne nur vier Hits sowie drei Freiläufe zu und verbuchte neun Strikeouts. Erst im dritten Durchgang glückte Jen Endrejat der erste Treffer gegen den Europameister. Gefährlich wurde es da noch nicht für die Regensburger Defensive.

Legionäre finden sofort ins Spiel

Auf der anderen Seite fand der Angriff der Legionäre gegen Haars Starter Kevin Trisl sofort ins Spiel. Nach Walks für Lukas Jahn und Maik Ehmcke im ersten Abschnitt sorgte Matt Vance mit seinem weiten Double für die 2:0-Führung der Gäste. Im dritten Inning erhöhte Ehmcke auf 3:0. Anschließend fand Trisl in seinen Rhythmus und ließ die Offensive der Oberpfälzer zunächst nicht mehr zum Zug kommen. Bis in Durchgang sieben tat sich auf der Anzeigetafel nichts. Dann wechselte Haars Trainer Don Freeman nach einem Abwurf an Ehmcke seinen Werfer. Nate Thomas ersetzte Nationalspieler Trisl, der es in knapp sieben Innings auf acht Strikeouts bei fünf Walks und sechs Hits brachte. Der eingewechselte Brite musste einen weiteren Regensburger Run hinnehmen.

Turbulent wurde es noch einmal im letzten Spielabschnitt. Drei Punkte packten die Regensburger nach Doubles von Lukas Jahn und Alexander Schmidt drauf. Die Gastgeber schlugen ihrerseits mit drei Zählern gegen Legionäre-Reliever Michael Wöhrl zurück. Der Pitcher beendete schließlich mit einem Groundout gegen Silvan Zacek die Partie. Die Regensburger fuhren somit nach den beiden bitteren Pleiten gegen Mannheim einen enorm wichtigen Sieg ein.

6:0-Blitzstart reicht nicht zum Sieg

Die Euphorie aus den Siegen über Tabellenführer Heidenheim war bei den Münchnern erst einmal verpufft. Dies machte sich in der zweiten Begegnung auch bemerkbar. Mit einem Blitzstart legten die Schwabelweiser vor heimischer Kulisse an Christi Himmelfahrt los. Marcel Jimenez gab mit seinem Triple den Startschuss und entfachte im Auftakt-Inning eine Drei-Punkte-Rallye. Im zweiten Abschnitt schraubten Jonathan Heimler, Janis Muschik und erneut Jimenez gegen Haars Werfer Lukas Steinlein das Ergebnis auf 6:0 in die Höhe. Es deutete sich eine klare Angelegenheit an. Doch es kam anders. Der ehemalige Regensburger Richard Klijn stoppte in ungewohnter Rolle als Pitcher den Offensivdrang seiner Ex-Kameraden. Sein Pendant auf Legionäre-Seite, Jonathan Eisenhuth, hingegen geriet im fünften Durchgang ins Straucheln. Fünf Runs schenkten die „Jünger“ ihrem Gegenüber ein und glichen die Partie zum 6:6 aus.

Der Siegeswille der Haarer war nun geweckt. Gegen den eingewechselten Daniel Mendelsohn blieben die Disciples am Drücker. Drei Punkte im Schlussspurt waren letztendlich zu viel für die Buchbinder Legionäre. Nur Jimenez hatte noch einen Zähler entgegenzusetzen. Danach brachte Haars Ausnahmewerfer Ryan Bollinger den Vorsprung seines Teams ohne große Probleme ins Ziel. Durch die unnötige Niederlage schwinden die Hoffnungen der Regensburger auf die Teilnahme an der K.o.-Runde weiter.

Für Regensburg müssen in den Spielen gegen Haar am Samstag bzw. Sonntag nun zwei Siege her, um Platz 4 nicht aus den Augen zu verlieren. Als aktueller Vierter der Bundesliga Süd haben die Haarer im Rennen um die Postseason aber weiter die Trümpfe selbst in der Hand. Obendrein überraschte der Fünfte Stuttgart mit zwei Siegen bei Spitzenreiter Heidenheim und setzte sich leicht von den Regensburgern ab.

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