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Legionäre-Schaulaufen für die Playoffs

Im Bayern-Derby zwischen Regensburg und Haar herrscht Wiedersehensfreude . Der Blick der Legionäre geht auch in die Ferne.
Von Matthias Ondracek

Joshua Spezia könnte als Werfer der zweiten Garde im bayerischen Duell am Wochenende eine Einsatzschance bekommen.  Foto: Stefan Müller
Joshua Spezia könnte als Werfer der zweiten Garde im bayerischen Duell am Wochenende eine Einsatzschance bekommen. Foto: Stefan Müller

Regensburg.Der letzte Spieltag in der regulären Saison der Baseball-Bundesliga steht an. Dabei kommt es für die Regensburger Baseballer zum Aufeinandertreffen mit dem bayerischen Rivalen München-Haar Disciples. Die Buchbinder Legionäre sind als Zweiter bereits für die Playoffs qualifiziert, während die Oberbayern als Fünfter in diesem Jahr das Nachsehen haben. Zwei Partien stehen an diesem Wochenende zwischen den Lokalrivalen auf dem Programm. Am Freitagabend (19 Uhr) erwarten die Schwabelweiser die Münchner Vorstädter zum vorerst letzten Heimspiel in der Armin-Wolf-Arena. Am Sonntag (15 Uhr) beschließen die Oberpfälzer auswärts die Hauptrunde, ehe am 29. Juni das Viertelfinale beginnt.

Der Playoff-Ausblick

  • Konstellation:

    Gewinnt das Spitzentrio der Nordstaffel seine beiden Partien, heißt der Legionäre-Gegner Bonn. Patzt nur Spitzenreiter Solingen, geht es gegen die Alligators. Erlaubt sich nur der Zweite Paderborn einen doppelten Schnitzer, sind die Untouchables Gegner. Verliert Bonn beide Spiele, heißt die Hürde Hamburg oder Dohren.

  • Termine:

    Viertelfinale (heim): 29./30. Juni; Viertelfinale (auswärts): 6./7. Juni; Halbfinale: 13./14. sowie 20./21. Juli; Finale: 27./28. Juli, 3./4./17. August

Auch ohne größere sportliche Bedeutung ist das Duell zwischen den Regensburgern und den Münchnern brisant. Zum einen geht es im bayerischen Derby um das Prestige, zum anderen wechselten in den vergangenen Jahren immer wieder Spieler von der einen auf die andere Seite. So kommt es für beide Kontrahenten zum Wiedersehen mit einigen alten Bekannten. Das Team der Disciples wird seit diesem Jahr wieder von Paco Garcia betreut. Der Wahl-Regensburger kehrte vor der Saison an seine ehemalige Wirkungsstätte zurück. Bereits zum zweiten Mal hält der US-Amerikaner das Zepter bei den „Jüngern“ in der Hand. An der Donau war der 46-Jährige in ebenfalls zwei Amtsperioden als Headcoach und als Pitching Coach tätig.

In seiner Comeback-Saison verfehlte Garcia das Ziel Playoff-Teilnahme am letzten Wochenende. Mit einer Bilanz von 13:13-Siegen stehen die Disciples punktgleich aufgrund des schlechteren direkten Vergleichs mit den Stuttgart Reds auf Rang sechs. Auch bei optimalem Verlauf können die Münchner nicht mehr auf Platz vier klettern.

Vier Ex-Regensburger für Garcia

Garcia schart insgesamt vier frühere Regensburger um sich. Vor der Saison wechselte David Dinski zu den Lila-Gelben. Seit längerem läuft bereits Richard Klijn für die Münchner Vorstädter auf. Mit Cedric Bassel und Philipp Howard griffen im Laufe dieser Saison außerdem zwei langjährige Legionäre wieder zum Schläger, nachdem sie ihre aktive Karriere bereits für beendet erklärt hatten. Als Sportdirektor bei den „Jüngern“ fungiert obendrein mit Chris Howard ein weiterer Ex-Regensburger. Der ehemalige Internatsschüler beerbte in München Michael Stephan als Verantwortlicher. Das Haarer Urgestein schloss sich daraufhin vor der vergangenen Saison den Buchbinder Legionären an.

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Bei aller Wiedersehensfreude laufen die beiden Teams wohl nicht nur auf das Feld, um Nettigkeiten auszutauschen. Die Regensburger mussten am vergangenen Wochenende nach neun Siegen in Serie bei den Mannheim Tornados erstmals wieder eine Niederlage einstecken. In Spiel zwei beim Rekordmeister machte das Team von Trainer Tomas Bison aber den zweiten Platz und das Heimrecht für die erste Playoff-Runde perfekt. So empfangen die Schwabelweiser am 29. und 30. Juni im Viertelfinale den Dritten aus der Nordstaffel in der Armin-Wolf-Arena. Wer das sein wird, ist offen. Das Gedränge um die vorderen Plätze in der Bundesliga Nord ist groß. Aktuell rangiert Titelverteidiger Bonn auf der dritten Position. Bleibt es dabei, würde es bereits zum Playoff-Auftakt zur Neuauflage des Halbfinal-Thrillers aus der Vorsaison kommen. Auch Solingen, Paderborn, Hamburg oder Dohren sind noch als Gegner möglich.

Homerun-Rausch bei Legionären

Zunächst steht allerdings das Derby auf dem Programm. In den Hinspielen ließen die Legionäre den Disciples nicht den Hauch einer Chance. Mit 26:3 und 16:6 setzten sich die Schwabelweiser eindrucksvoll durch. Dabei nahm der Legionäre-Express in den vergangenen Wochen erst so richtig Fahrt auf. Vor allem die Offensive überzeugte zuletzt und schwang sich mit einer Homerun-Show nach der nächsten förmlich in einen Rausch. So ist auch in den Rückspielen mit einer Angriffswelle zu rechnen, ist doch das Lokalderby die letzte Bewährungsprobe der Regensburger, bevor es in der Postseason ums Eingemachte geht.

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