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Baseball

Legionären fehlt nur noch ein Sieg

Nach zwei knappen Heimsiegen können die Regensburger Baseballer am Freitag oder Samstag in Heidenheim schon Meister werden.
Von Matthias Ondracek, MZ

Legionär Ludwig Glaser (links) macht alles klar.
Legionär Ludwig Glaser (links) macht alles klar.Foto: Eisenhuth

Regensburg.Fünf Jahre ist es her, seit sich die Buchbinder Legionäre und die Heidenheim Heideköpfe zuletzt im Finale um die deutsche Baseball-Meisterschaft gegenüber standen. In einer hochspannenden Serie behielten die Regensburger damals nach fünf Spielen die Oberhand. Matchwinner im alles entscheidenden Spiel war Eigengewächs Klaus Hopfensperger. Bei seinem letzten Auftritt für die Legionäre sorgte der gebürtige Regensburger mit einem Homerun für den Erfolg und wurde anschließend zum Most Valuable Player gekürt.

Ein halbes Jahrzehnt später sind die Parallelen nicht zu übersehen. Und der einstige Leistungsträger Hopfensperger war ein gutes Omen. Mit 4:3 und 5:4 setzten sich die Legionäre zuhause zweimal hauchdünn gegen den Südrivalen aus Heidenheim durch. Durch zwei dramatische Walk-Off-Siege sicherten sich die Schwabelweiser eine womöglich vorentscheidende 2:0-Führung in der „Best-of-Five“-Serie um die deutsche Baseball-Krone. Ein weiterer Erfolg in Heidenheim am Freitag oder Samstag würde den Regensburgern zum Gewinn ihrer sechsten Meisterschaft genügen.

Vor dem Start des Endspiels in der Armin-Wolf-Arena wurde Vereinsikone Hopfensperger zeremoniell geehrt. Die Nummer 24 des langjährigen Leistungsträgers wurde zeremoniell präsentiert. Künftig wird diese den Outfieldzaun des Baseball-Bundesligisten zieren und an keinen anderen Spieler mehr vergeben. Der gebürtige Regensburger beendete nach 15 Jahren 2010 seine Bundesliga-Karriere und verabschiedete sich damals mit dem Titelgewinn. Anscheinend beflügelt von dem festlichen Akt legte die Offensiv-Maschinerie der Buchbinder Legionäre vor 1435 Zuschauern am Samstag gleich im zweiten Inning los.

Was für eine Dramatik. Die Buchbinder Legionäre drehen im letzten Inning die Partie zum 5:4 und führen nun mit 2:0 in der Best-of-Five-Serie gegen die Heidenheim Heideköpfe.

Posted by Buchbinder Legionäre Regensburg on Sonntag, 20. September 2015

Hochklassige Partie am Samstag

Chris Howard gelangte per Freilauf auf die erste Base. Anschließend hämmerte Shootingstar Pascal Amon den Ball zum Two-Run-Homerun aus dem Stadion. Die Gäste konterten im direkten Gegenschlag. James McOwen schickte Sascha Lutz – Bruder des ehemaligen Regensburgers und US-Profis Donald Lutz – zum 2:1 nach Hause. Doch auch die Schwabelweiser hatten die passende Antwort parat: Ludwig Glaser stellte nach einem Double von Chris Howard den alten Abstand wieder her. Es entwickelte sich eine hochklassige Partie, in der die beiden Angriffsreihen gehörig Druck auf die gegenüberstehenden Werfer ausübten.

Werfer-Ass Mike Bolsenbroek zog den Kopf gegen die starke Angriffsformation der Heidenheimer ein ums andere Mal aus der Schlinge. Im sechsten Spielabschnitt war es soweit und die Ostschwaben glichen aus. Allerdings fielen die beiden Punkte zum 3:3 nach drei Feldspielfehlern der Legionäre. Danach gelangen beiden Teams trotz guter Möglichkeiten zunächst keine weiteren Punkte mehr, weshalb die Partie in die Verlängerung ging. Und wie schon vor fünf Jahren schwang sich ein Regensburger Eigengewächs zum Helden des Tages auf.

Starting Pitcher Bolsenbroek, der in zehn Spielabschnitten ein enormes Pensum abspulte, hielt im ersten Extra-Inning die Angriffsbemühungen des Vizemeisters 2014 in Zaum. So bot sich den Hausherren im Gegenzug gegen den eingewechselten Routinier Robert Gruber die Chance zur Entscheidung. Bei geladenen Bases trat Chris Zirzlmeier ans Schlagmal. Einen leichtsinnigen Fehler der Heideköpfe bestrafte der gebürtige Regensburger mit einem weiten Schlag ins Centerfield umgehend und schickte Ludwig Glaser auf die Reise. Der Nationalspieler markierte schließlich den umjubelten Punkt zum 4:3 für die Oberpfälzer.

Howard der gefeierte Mann

Auch am Sonntag erlebten die 1683 Fans einen packenden Fight bis zum letzten Pitch. Diesmal war Chris Howard der gefeierte Mann, der erneut Ludwig Glaser zum siegbringenden Punkt über die Homeplate beförderte. Zwei Zähler hatten die Buchbinder Legionäre bis zum fünften Durchgang vorgelegt, ehe Heidekopf Aaron Dunsmore eine der wenigen Unachtsamkeiten des Regensburger Werfers Gianny Fracchiolla nutzte und mit einem Drei-Punkte-Homerun die erstmalige Führung für die Gäste herstellte. Beim Stand von 2:4 starteten die Legionäre in ihre letzte Schlagchance.

Angepeitscht von der lautstarken Atmosphäre im Stadion holten die Regensburger zum finalen Hieb aus. Matt Vance verkürzte nach einem Hit von Philipp Howard, der wiederum nach einem Schlag von Kai Gronauer den Ausgleich markierte. Howards Bruder Chris beschritt das Feld als Nächster. Mit seinem Treffer krönte der Nationalspieler die Aufholjagd.

Alle Informationen zu den Buchbinder Legionären finden Sie hier.

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